Patrick William Fischer, Jahrgang 1976, studierte Automatisierungs- und Antriebstechnik an der Hochschule Harz. Seit 2008 ist er in dritter Generation als geschäftsführender Gesellschafter bei der Fischer Elektronik beschäftigt. Das Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern von Kühlkörpern, Wärmeleitmaterialien, Gehäusen und Steckverbindern.

Bild: Fischer Elektronik

Patrick William Fischer, Fischer Elektronik Im Krisenmodus zeigen sich die Stärken eines Familienunternehmens

16.11.2021

Wenn zeitgleich internationale Lieferketten zusammenbrechen, Lean-Manager freiwillig von Aufstockung des Lagerbestandes sprechen, der Wirtschaftsprüfer zum Einkauf von Rohmaterialien rät, die Personalplanung durch gesetzliche Bestimmungen täglich durcheinandergerät, internationale Beschaffungs- und Absatzmärkte sich schlagartig gravierend verändern und die Normalisierung der Situation ungewiss bleibt, dann steht jeder Unternehmer vor einer gewaltigen Herausforderung. Gut beraten ist derjenige, der vorbereitet ist und die Erfolgsfaktoren des Unternehmens der vergangenen Jahrzehnte und Generationen stets im Blick hat und bestenfalls generationsübergreifend entscheiden kann.

Wir bei Fischer Elektronik fertigen seit 1968 ausschließlich am Standort Lüdenscheid, im Herzen NRWs, mit mehr als 400 Mitarbeitern nach Zertifizierungsstandards der ISO 9001:2015, ISO 14001:2015, ISO/IEC 27001:2013 in zweiter und dritter Generation. Die Schwerpunkte liegen in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Kühlkörpern, Wärmeleitmaterialien, Gehäusen und Steckverbindern überwiegend für die weltweite Elektro- und Elektronikbranche.

Neben der Umsetzung fixierter Lean-Maßnahmen, wie Just-in-Time, Just-in-Sequence, One-Piece-Flow, gilt es abzuwägen, welche der vielseitigen Prozessabläufe im Unternehmen in einem Worst-Case-Szenario relevante Auswirkungen auf die eigene Geschäftsfähigkeit haben. Die Verfügbarkeit von Materialien sowie ein gewachsenes und funktionierendes Netzwerk sind seit jeher Top-Themen zur bedarfsgerechten Versorgung der Kunden.

Das Auftreten einer weltweiten Pandemie wie Covid-19 und die daraus resultierenden Folgen am globalen Beschaffungs- und Absatzmarkt dürfte wohl als DAS einschneidende Jahrhundertereignis der Wirtschaft angesehen werden. Wie immer, bei unvorhersehbaren Ereignissen, ist es ratsam, möglichst früh mit der Bewältigung der Herausforderungen zu beginnen. Klar von Vorteil ist es, im Vorfeld geeignete Gegenmaßnahmen in Business Impact Analysen bestimmt zu haben. Im Krisenfall können die bereits im Vorfeld gewonnenen Erkenntnisse als Grundlage der dann folgenden Entscheidungen genutzt werden. Auch die konsequente Umsetzung der Anforderungen der angewendeten ISO-Managementsysteme zeigt sich gerade JETZT als starkes Rückgrat.

Dem obersten Management bleibt es bei einer derartigen Gemengelage dennoch nicht erspart, kurzfristig, zuweilen täglich, weitreichende Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen. Sofern man auf eine erfolgreiche langjährige Geschäftstätigkeit des Unternehmens zurückblicken kann, hilft es ungemein, die Vitalfunktionen und Erfolgsfaktoren des Unternehmens zu kennen und genau diese auch zielgerichtet einzusetzen, und zwar auch dann, wenn Abläufe und bisherige Entscheidungen gegebenenfalls kurzfristig verändert oder ausgesetzt werden (müssen). Besondere Umstände erfordern bekanntlich besondere Maßnahmen.

Als Unternehmer ist man ohnehin gefordert, die operativen Abläufe tagtäglich aufs Neue zu restrukturieren. Für die strategische Ausrichtung sinnvoll können auch die Umsetzung aktueller Industrietrends unter Zuhilfenahme moderner Managementtrainings oder aber die Unterstützung durch geeignete externe Unternehmensfachberater sein.

Im Fall des Eintretens eines Major Business Impacts (Beeinträchtigung sämtlicher Geschäftsprozesse), wie zur Finanz- und Weltwirtschaftskrise 2008 oder der Covid-19-Pandemie, helfen aber unbedingt auch der eigene Instinkt, die gemachten Erfahrungen und gesunder Menschenverstand, die zum Teil sehr dynamischen Probleme zu erkennen und diesen entgegenzuwirken.

Bei der konsequenten Nutzung der zuvor gewonnenen analytischen Ergebnisse, gepaart mit möglichst folgerichtigen instinktiven Entscheidungen, wird ein gesundes Unternehmen über den Bestand hinaus gestärkt aus einer Krise hervorgehen. Üblicherweise folgt auf eine Krise ein Hoch.

So sind wir, die Fischer Elektronik - Krisenfest seit 1968!

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