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Mit Omlox lassen sich verschiedene Lokalisierungstechnologien wie Ultrabreitband, RFID, 5G oder GPS in der industriellen Fertigung gemeinsam nutzen.

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Omlox kombiniert UWB, RFID, 5G & GPS für FTS, Drohnen & Co. Neuer Standard für Indoor-Navigation

02.06.2020

Hauptinitiator Trumpf und rund 60 weitere Industriepartner haben den neuen industriellen Ortungstechnologie-Standard Omlox entwickelt. Damit lassen sich verschiedene Lokalisierungstechnologien wie Ultrabreitband, RFID, 5G oder GPS nahtlos in der industriellen Fertigung gemeinsam nutzen.

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Die Initiative reagiert auf den steigenden Einsatz von Ortungslösungen in der industriellen Fertigung, wie fahrerlose Transportsysteme und Drohnen in der Produktion. Die Ultrabreitbandtechnologie ist per Plug&Play kostengünstig zu nutzen.

„Der gemeinsame Standard ermöglicht die Nutzung aller gängigen Technologien mit unserer neu entwickelten Swan Heatmap. Aktuell sind kleinere individuelle Anpassungen der Software an die verwendete technische Lösung notwendig. Die Standardisierung mit Omlox sorgt dafür, dass die Ortungslösung praktisch per Plug&Play einsatzfähig ist”, so Thorsten Lamm, Product Sales Manager beim Omlox-Partnerunternehmen Swan.

„Erfahrene Partner in der Omlox-Initiative liefern die Hardware. Wir ergänzen die Software, übernehmen die Integration von Ortsdaten in SAP und liefern somit zusätzlichen Service. Omlox bietet Usern einen einfachen Einstieg in Ortungstechnologien und wir erwarten, dass sich uns dank der geringen Investitionshürde ein größerer Markt erschließt.”

Ortung per Plug&Play

Einen besonderen Schwerpunkt setzt Omlox auf die Vernetzung der Fabrik als Herzstück der Lieferkette. Um Distanzen auch dort zentimetergenau bestimmen zu können, müssen Ortungslösungen unter anderem mit Metall zurechtkommen, das die Funkwellen ablenkt. Ultrabreitband (UWB) hat sich hier als besonders robuste Funktechnologie etabliert. Mit Hilfe dieser Funkwellen können beispielsweise fahrerlose Transportsysteme oder Drohnen einfacher ihre Position im Raum berechnen und besser navigieren.

Bislang konnten Lösungen verschiedener Anbieter nicht miteinander vernetzt werden. Dank des neuen Standards lassen sich nun Geräte verschiedener Anbieter direkt anschließen und miteinander kombinieren, wie das beispielsweise im Konsumenten-Bereich bereits bei USB- oder Bluetooth-Technologie per Plug&Play möglich ist.

„Ziel der Initiative ist es, Industriekunden den Einsatz von Hardware und Software verschiedener Hersteller zu erleichtern. Dies spart dem Endkunden Aufwand und Kosten“, sagt Thomas Schneider, Entwicklungsgeschäftsführer bei Trumpf. Bislang funktionieren die Funk-Technologien oft nur für sich. Nun sollen sich alle Ortsdaten in einem einheitlichen Koordinatensystem anzeigen lassen. Industriekunden können so Lösungen verschiedener Anbieter wesentlich einfacher integrieren.

Weltweite Partner

Zu den Industriepartnern des neuen UWB-Standards gehören Unternehmen aus ganz Europa, Asien und den USA. Zu ihnen zählen die Softwareanbieter und IT-Dienstleister GFT und T-Systems, die Anbieter sensorbasierter Lösungen Sick und Pepperl+Fuchs, das Forschungsinstitut CEA Leti, der Softwareanbieter Heidelberg Mobil, der Lokalisierungsanbieter BeSpoon, das Werkzeugmaschinenlabor WZL Aachen, der Hersteller von Industriedrohne Squadrone, der Indoornavigationsanbieter für fahrerlose Transportsysteme Naisf und viele mehr.

Covid-19 verschiebt Start

Ursprünglich sollte Omlox auf der Hannovermesse 2020 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dort wollten die beteiligten Unternehmen demonstrieren, wie Ortungslösungen verschiedener Hersteller künftig zusammenarbeiten könnten. Aufgrund der Situation rund um Covid-19 hat sich der Marktstart von Omlox laut Trumpf auf Juni 2020 verschoben. Omlox ist dabei offen für weitere Partner. Nach der Vorstellung von Omlox soll eine unabhängige Organisation die Entwicklung des Standards vorantreiben, um auch in Zukunft keinen Projektpartner zu bevorteilen.

Bildergalerie

  • Der neue Standard Omlox sorgt dafür, dass die Ortungslösung per Plug&Play einsatzfähig ist. Die Architektur ermöglicht es, Geräte verschiedener Anbieter direkt anzuschließen und miteinander zu kombinieren.

    Bild: Trumpf

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