Mit der QCRC-Serie präsentiert EBE Sensors + Motion eine neue Lösung für die Prozessüberwachung, die sich insbesondere in sensiblen Produktionsumgebungen als wegweisend erweisen dürfte. Die Sensoren der Reihe arbeiten durch geschlossene Gefäß- und Schlauchwände hindurch und ermöglichen eine eindeutige Unterscheidung zwischen Luft, Schaum und Flüssigkeit – vollständig berührungslos.
Schaum gilt in vielen Industriezweigen als kritischer Prozessfaktor. Insbesondere in Laborumgebungen kann er die Stabilität und Effizienz von Abläufen empfindlich stören. Besonders deutlich zeigt sich das Problem in vollautomatisierten Laborarbeitsstationen oder Bioreaktoren: Diese Anlagen sind nicht nur hochkomplex und kostenintensiv, sondern vor allem im Bereich des Deckels eng bestückt mit einer Vielzahl an Sensoren und Komponenten. Zusätzliche Einbauten an dieser Stelle verschärfen die Platzproblematik erheblich. Hinzu kommt die hohe Anforderung an die Hygiene. Da die Prozessmedien nicht mit Fremdstoffen in Kontakt kommen dürfen, sind kontaktlose Sensorlösungen gegenüber klassischen Lösungen, die direkt in das Medium eintauchen, klar im Vorteil. Gleichzeitig ist eine Reinigung im Falle von Überschäumen aufwendig und mit teuren Stillstandzeiten verbunden.
Präzision durch kombinierte Messverfahren
Die QCRC-Sensoren liefern kontinuierliche Echtzeitinformationen über den aktuellen Medienzustand und sichern so Prozesse zuverlässig ab. Die Technologie basiert auf der gleichzeitigen Erfassung kapazitiver und konduktiver Parameter. Dieses Zusammenspiel ermöglicht eine stabile Differenzierung zwischen Luft, Schaum und Flüssigkeit auch dann, wenn die Umgebungsbedingungen schwanken oder die Prozessführung besonders anspruchsvoll ist. Hiermit lässt sich eine eventuelle Schaumbildung überwachen. Der Sensor detektiert jedoch auch, ob ein Behälter mit Flüssigkeit, Schaum, pulverförmigen Medien oder eben Luft gefüllt ist. Damit eröffnen sich für Hersteller neue Möglichkeiten, um Sicherheit und Effizienz im Produktionsprozess zu erhöhen.
Kompaktes Format erleichtert Integration
Die gesamte Messstruktur ist im Sensormodul selbst untergebracht. Mit Abmessungen von lediglich 30 x 30 mm lässt sich die Technologie auch in sehr beengte Bauräume integrieren. Über eine standardisierte I2C-Schnittstelle stehen Messwerte unmittelbar nach dem Einbau bereit, was eine schnelle Inbetriebnahme und eine einfache Einbindung in bestehende Systeme ermöglicht. Für Forschung und Entwicklung stellt EBE ein Evaluation Kit bereit, das sämtliche Komponenten für die direkte Inbetriebnahme enthält. Damit lässt sich die Sensorik innerhalb kurzer Zeit in bestehende Testumgebungen einfügen. Hersteller können so frühzeitig Erfahrungen sammeln und die Eignung der Technologie für ihre spezifischen Prozesse validieren.