Die Seilzug-Notschalter der Serie ZS 92 S kommen in der Gewinnungstechnik sowie im Untertagebetrieb zum Einsatz, beispielsweise im Tunnelbau. Sie lassen sich flexibel installieren, decken Gefahrenbereiche bis zu einer Länge von 200 m ab und funktionieren nach dem Grundsatz: ein Zug am Seil, und das Band wird zum Stillstand gebracht.
Konstruktionsmerkmale wie die Mehrfachbeschichtung des Aluminium-Druckgussgehäuses sollen dabei einen störungsfreien Betrieb auch unter widrigen Bedingungen gewährleisten. Durch den Einsatz von speziellen Seilführungen mit innenliegenden Rollen können zudem nicht-lineare Gefahrenbereichen abgesichert werden.
Neuzugang im Heavy-Duty-Programm
Auf der gleichen Gehäusebaureihe basiert der Bandschieflaufschalter ZS 92 SR. Sein Betätigungshebel detektiert einen Schieflauf, der bei ungleichmäßiger Beladung des Bandes entstehen kann. In diesem Fall veranlasst der Schalter – je nach Art der Einbindung in die Steuerung – den Stopp der Bandanlage oder eine Korrektur des Bandlaufs. Damit wird ein Abwurf von Fördermaterial mit Stillstand und aufwendigem Wiederanlauf vermieden.
Neu im Heavy-Duty-Programm der Steute-Schaltgeräte ist eine funkgesteuerte Variante dieses Bandschieflaufschalters. Dabei kommt die für Industrieanwendungen entwickelte sWave-Funktechnologie zum Einsatz. Durch sie entfällt der Verkabelungsaufwand und die Notwendigkeit von Leitungen, welche beispielsweise von Arbeitsmaschinen überfahren und beschädigt werden können. Erste Anwendungen, unter anderem in einem Kieswerk, bestätigen die Praxistauglichkeit des Funkschaltsystems bei Reichweiten bis zu 400 m. Konkret für solche Anwendungen hat Steute eine Outdoor-Antenne entwickelt.
Schutz vor Bandrissen
Als weitere Maßnahme für Ausfallsicherheit von Gurtförderanlagen bietet sich eine Bandrissüberwachung an. Diese ist neu im Steute-Programm und baut ebenfalls auf dem Prinzip des Seilzugschalters auf.
Knapp unterhalb des Förderbandes und quer zur Förderrichtung wird dazu ein Seil gespannt, dessen Spannung von einem Seilzugschalter der Serie ZS 71 überwacht wird. Wenn ein Fremdkörper oder Schüttgut das Band durchdringt und sich mit der Laufrichtung des Bandes weiterbewegt, wird das Seil ausgelenkt. Daraufhin löst der Seilzugschalter aus und sendet ein Signal an die Anlagensteuerung, die einen sofortigen Stopp der Förderanlage veranlasst und damit weitere Schäden verhindert. Eine miniaturisierte Sicherheits-Abreißkupplung trennt den Schalter in diesem Fall vom Seilsystem. Je nach Anwendungsbedingungen erfolgt die Überwachung durch ein System (mit zwei Umlenkungen) oder mit zwei parallel montierten Systemen (mit jeweils einer Umlenkung).
Alle vier Schalt-, Sicherheits- und Überwachungssysteme – Seilzug-Notschalter, leitungsgebundene und Funk-Bandschieflaufschalter und Bandrissüberwachung – werden in Dortmund „live“ an einem Gurtförderband-Exponat vorgestellt. Steute ist auf der Solids in Halle 5, Stand 5-Q32, zu finden.