Energielösungen für Industrie und Infrastruktur

Wenn Energie zum strategischen Kernfaktor wird

Deutsche Messe AG

Die Hannover Messe rückt das Thema Energie erstmals in den Mittelpunkt eines neuen Gesamtkonzepts. In den Hallen 22 und 23 präsentiert der Bereich Industrial Energy, wie Industrieunternehmen Energie innerhalb ihrer Werksgrenzen sicher und kosteneffizient nutzen können.

Bild: iStock, onuma Inthapong
22.10.2026

Energie ist für Industrieunternehmen längst mehr als ein Einkaufsposten, sie entscheidet darüber, wie wettbewerbsfähig ein Betrieb bleibt. Mit dem neu strukturierten Bereich Industrial Energy und der Partnermesse Europe Energy Week bündelt die Hannover Messe 2027 die gesamte Energiewirtschaft – von der Erzeugung bis zur Nutzung im Werk.

Während Energie früher oft nur ein Teilaspekt der Gebäude- und Anlagentechnik war, steht sie heute im Zentrum der Vorstandsagenden globaler Industrieunternehmen. Vom 5. bis 8. April 2027 verdeutlicht die Hannover Messe diesen Wandel mit dem neu aufgestellten Ausstellungsbereich Industrial Energy sowie der neuen Partnermesse Europe Energy Week, die in Partnerschaft mit Dmg events ausgerichtet wird.

Hannover Messe bündelt die gesamte Energie-Wertschöpfungskette

Die globale Industrie sieht sich mit einer riesigen Herausforderung konfrontiert. Die Entkopplung von fossilen Energieträgern, der rasante Aufstieg elektrifizierter Fertigungsprozesse, verschärfte Nachhaltigkeitsauflagen und volatile Energiemärkte verwandeln Energie von einer reinen Einkaufsressource in einen strategischen Kernfaktor industrieller Wettbewerbsfähigkeit. Mit einer umfangreichen Neuordnung und Ergänzung ihres Energiebereichs greift die Hannover Messe diese Entwicklung auf und schafft eine Plattform für Industrie- und Infrastruktur-Energielösungen.

Laut aktuellen Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) werden die globalen Investitionen in den Energiesektor im Jahr 2026 auf rund 3,4 Billionen US-Dollar steigen. Davon sollen rund 2,2 Billionen US-Dollar unter anderem in Stromnetze, Speicher, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Elektrifizierung fließen. Getrieben wird diese Entwicklung durch die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie, Mobilität und Wärme sowie den steigenden Energiebedarf von Rechenzentren und KI-Anwendungen. Herstellern von Energieanlagen, Netztechnik, Speichern und Kraftwerkskomponenten eröffnen sich damit erhebliche Geschäftsmöglichkeiten entlang der gesamten energietechnischen Wertschöpfungskette.

Wo Energielösungen auf die Industrie treffen

Im Mittelpunkt des Konzepts steht eine räumliche und inhaltliche Bündelung im Norden des Messegeländes in Hannover, direkt am Haupteingang Nord. Ab 2027 bilden die Hallen 19, 20, 21, 22 und 23 ein verbundenes, hocheffizientes Ökosystem. Dieses führt Besucherinnen und Besucher mit konkretem Investitions- und Transformationsbedarf ohne Umwege zu den passenden Lösungsanbietern.

„Diese Neukonzeption schafft einen weltweit einzigartigen Synergieeffekt: Erstmals treffen die Erzeuger und Verteiler von Energie im direkten Umfeld auf die größten industriellen Abnehmer“, erklärt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe. „Dieses Kollektiv verkürzt Entscheidungsprozesse, beschleunigt Investitionen in kritische Infrastrukturen und liefert Antworten auf die drängendsten Fragen der Energiewende.“

„Der weltweit steigende Strombedarf und die zunehmende Elektrifizierung von Industrie, Mobilität und Wärme machen leistungsfähige und integrierte Energiesysteme zu einer zentralen Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und für die erfolgreiche Unterstützung der Energiewende. Mit ihrem neuen Energiekonzept greift die Hannover Messe diese Entwicklung konsequent auf und schafft eine wichtige Plattform für unsere Mitgliedsunternehmen, um ihre Technologien und Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft zu präsentieren“, sagt Dr. Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer des VDMA Power Systems.

„Die gemeinsame Plattform von Hannover Messe und Europe Energy Week schafft für uns genau den Rahmen, den die Energiewende jetzt braucht. Wir erleben dort erstmals die gesamte Wertschöpfungskette vereint – von der Erzeugung bis zur industriellen Anwendung“, erklärt Ove Petersen, CEO von GP Joule und stellvertretender Vorsitzender des Ausstellerbeirats Energie der Hannover Messe. „Für Aussteller bedeutet das nicht nur maximale Sichtbarkeit im passenden Kontext, sondern vor allem den direkten Austausch mit genau den Entscheidern, mit denen wir konkrete Projekte und Investitionen anstoßen. Die Industrie braucht eine sichere und günstige Energieversorgung – und das neue Umfeld ist der ideale Ort, um Partnerschaften zu schließen und die Zukunft der Industrie im Zusammenspiel mit den Energien der Zukunft zu gestalten.“

Industrial Energy: Energie innerhalb der Werksgrenzen

In den Hallen 22 und 23 der Industrial Energy werden alle Energieprozesse, -systeme und -technologien präsentiert, die innerhalb der Werksgrenzen eines Industrieunternehmens zum Einsatz kommen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich die Produktion sicher, kosteneffizient, digital gesteuert und CO2-arm betreiben lässt.

Der Bereich gliedert sich in vier Themencluster. Bei den Factory Grids dreht sich alles um eine stabile und sichere elektrische Energieversorgung für industrielle Standorte. Im Cluster Energy Management liegt der Fokus auf Effizienz, Steuerung und Energie als Produktionsfaktor. Im Cluster On-Site Energy & Storage präsentieren Aussteller integrierte Konzepte für die Eigenerzeugung und Sektorkopplung direkt auf dem Werksgelände. Im Cluster Hydrogen + Fuel Cells Europe sind Anbieter von Wasserstofftechnologien, Brennstoffzellen und synthetischen Energieträgern für industrielle Anwendungen vertreten.

Das Leistungsangebot richtet sich an Besucherinnen und Besucher aus den Bereichen Energiemanagement, Standort- und Werksleitung, technische Leitung, Produktionsplanung und Nachhaltigkeit. Die Größenordnung reicht von Anwendungen im Kilowattbereich bis hin zu Megawatt-Anlagen auf Werks- und Campusebene.

Europe Energy Week: Netze, Märkte und Politik im Überblick

Die Europe Energy Week, die in den Hallen 19, 20 und 21 stattfindet, bildet mit den Themen Energieversorgung, Übertragungsnetzbetrieb, Politik, Finanzen und Großindustrie das gesamte Spektrum ab. Themen sind unter anderem Dekarbonisierung, Elektrifizierung, Energielogistik, erneuerbare Energien, Flüssigerdgas, Gas, neue Treibstoffe, Öl und Reaktortechnologien. Die Projekte bewegen sich im Megawatt- bis Gigawattbereich. Die Messe bringt Produzenten und Investoren sowie politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Technologieführer und industrielle Anwenderinnen und Anwender zusammen, um schnellere Entscheidungen zu ermöglichen und den großflächigen Aufbau kritischer Infrastruktur zu fördern.

„Gemeinsam mit der Hannover Messe bietet die Europe Energy Week der europäischen Industrie Lösungen für sichere, verlässliche und bezahlbare Energie sowie skalierbare und wirtschaftliche Lösungen zur Dekarbonisierung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern“, sagt Christopher Hudson, Geschäftsführer von Dmg events. „Die zwei starken Messen ergänzen sich perfekt und schaffen wertvolle Synergien für Aussteller sowie Besucherinnen und Besucher: Die Hannover Messe konzentriert sich auf das, was hinter dem Zähler passiert, die Europe Energy Week auf alles davor.“

Bildergalerie

  • In Fabriken hängt viel davon ab, wie Energie bereitgestellt und genutzt wird. Der Ausstellungsbereich Industrial Energy zeigt, wie Unternehmen ihre Energie innerhalb des Werksgeländes sicher, kosteneffizient und CO2-arm nutzen können.

    In Fabriken hängt viel davon ab, wie Energie bereitgestellt und genutzt wird. Der Ausstellungsbereich Industrial Energy zeigt, wie Unternehmen ihre Energie innerhalb des Werksgeländes sicher, kosteneffizient und CO2-arm nutzen können.

    Bild: Deutsche Messe AG

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