Die Vielzahl der Anschlussgesuche für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien stellt die Betreiber von Niederspannungsnetzen weiterhin vor große Herausforderungen. Oft können die Auswirkungen neuer EE-Anlagen nur schwer kalkuliert werden, da aktuelle Lastdaten aus Ortsnetzstationen und Kabelverteilerschränken fehlen. Die Aufrechterhaltung der Netzstabilität erfordert vielerorts einen höheren Aufwand im Lastmanagement.
Eine Lösung dieses Problems bietet das Smart Grid Interface Modul (SGIM), das EMH im Rahmen der Metering Days 2026 präsentieren wird. EMH Energie-Messtechnik zeigt während dort am Stand E4 leistungsstarke Lösungen, die dem strukturellen Wandel der Stromversorgung mit Flexibilität und praxistauglicher Handhabung begegnen.
Smart Grid Interface Modul für Ortsnetze
Das SGIM-System erfasst Daten zu wichtigen Parametern wie Spannung, Strömen oder Leistung und überträgt die digital aufbereiteten Informationen fortlaufend an die Leittechnik des Netzbetreibers. Dank variabler Bauformen kann das modular angelegte SGIM innerhalb kürzester Zeit in jede Art von Ortsnetzanlage integriert werden. Je nach Kundenanforderung erlaubt das System auch die Einbindung und Weiterleitung von Daten beliebiger Sensoren (zum Beispiel Türöffner, Temperaturfühler, Videoüberwachung, Zugangskontrolle) oder es wird optional mit integriertem HMI-Display, Vivavis ACOS 730 Fernwirkgerät, Garderos-Router oder Hardware anderer Drittanbieter bereitgestellt.
Variable Prüfsysteme für die E-Mobilität
Über die Digitalisierung von Niederspannungsnetzen hinaus, widmet sich EMH Energie-Messtechnik auch den prüftechnischen Herausforderungen der E-Mobilität. Im Rahmen der begleitenden Fachausstellung präsentiert das Unternehmen beispielsweise das tragbare Testsystem PTS 3.1 genX DC. Es ist ausgelegt auf die eichrechtskonforme Prüfung von DC-Ladesäulen mit Leistungen bis zu 600 kW. Anstelle eines der Ladeleistung entsprechenden Batteriespeichers als Prüflast zu verwenden, wird zur Kalibrierung des Ladepunkts das Prinzip der Phantomspeisung genutzt. Die daraus resultierende Gewichtseinsparung ermöglicht die Konstruktion einer mobilen und wirtschaftlich tragfähigen Lösung, die praktisch allen Anwendungsfällen im High Power Charging (HPC) gerecht wird.
Mit dabei sind auf den Metering Days 2026 auch die von EMH entwickelten Testadapter eMOB I-32.3 AC und eMOB I-200.1 DC. Sie können in Kombination mit tragbaren Arbeitsnormalen für unterschiedliche Mess- und Prüfaufgaben eingesetzt werden.