Die Pick-&-Place-Werkzeuge der F4-Roboter behandeln Produkte im Verpackungsprozess schonend.

Bild: Schubert

Kompakte Schlauchbeutelanlage Platzsparend verpacken mit Robotertechnik

20.03.2019

Bis zu 70 Prozent Stellfläche soll eine Flowmodul-Anlage von Schubert gegenüber einer mechanischen Schlauchbeutelverpackungsanlage einsparen. Das schlanke Maschinenlayout basiert dabei auf dem Gedanken robotergestützter Verpackungsprozesse.

Durch Robotertechnik kann der Verpackungsmaschinenhersteller Schubert seine Geräte kompakt halten. Ein Beispiel hierfür ist das Flowmodul. Der Schlauchbeutelprozess bei diesem Aggregat ist vollständig in eine TLM-Pickerlinie integriert. Dadurch bleibt das Maschinenlayout schlank: Gegenüber einer vergleichbaren Schlauchbeutelanlage benötigt ein Flowmodul nur ein Drittel der Stellfläche. Gleichzeitig soll eine Maschineneffizienz von über 99 Prozent für eine bessere Leistung sorgen.

Neben der platzsparenden Bauweise verfügt das Schlauchbeutelaggregat über eine Qualitätskontrolle der zu verpackenden Produkte und lässt sich flexibel an verschiedene Anforderungen anpassen. Kleine Losgrößen, häufige Produktwechsel und eine hohe Produktvielfalt können damit ebenso realisiert werden wie das Verpacken sensibler Produkte.

Robotik ist der Schlüssel

Möglich wird der Sprung zum kompakten Maschinenlayout durch den Einsatz von Robotern. Die Pick-&-Place-Roboter im Flowmodul legen mit ihren individuell konstruierten Werkzeugen jedes Produkt sorgfältig in das Zuführsystem des Schlauchbeutelaggregats. Im Gegensatz zu langen Zuführbändern in mechanischen Anlagen ist die Verarbeitung mit diesen F4-Robotern schonender und effizienter. So vermeidet sie Produktabrieb auf langen Zuführwegen, Ausschuss durch Bruch sowie unnötige Verschmutzung der Verpackungsanlage.

Eine vorgelagerte Bildverarbeitung mit 3D-Scanner führt außerdem eine optische Qualitätskontrolle der zu verpackenden Produkte durch. Sie prüft Position, Drehlage, Form, Farbe und Volumen anhand der Kundenspezifikationen. Damit wird sichergestellt, dass nur einwandfreie Ware von den F4-Robotern aufgenommen und in die Zuführkette abgelegt wird.

Sensible Produkte mit Heißsiegeltechnik verpacken

Darüber hinaus bietet das Flowmodul hohe Flexibilität bei der Produktzusammenstellung. Die Roboter sind in der Lage, selbst bruchempfindliche Cracker oder Kekse in allen möglichen Varianten zu gruppieren und zu stapeln. Das Flowmodul ist zudem mit allen gängigen Heiß- und Kaltsiegelfolien kompatibel. Durch eine neu entwickelte, fliegende Quersiegeleinheit verpackt das Schlauchbeutelaggregat nun auch hitzeempfindliche Produkte wie Schokolade mit der kostengünstigen Heißsiegeltechnik. Bis zu 17 Prozent Materialkosten für die Folie können auf diese Weise eingespart werden.

Bildergalerie

  • Gegenüber einer Schlauchbeutelanlage mit konventioneller Zuführung wie hier im Bild ...

    Bild: Schubert

  • ... spart die Flowmodul-Anlage bis zu 70 Prozent an Stellfläche ein. Der Schlauchbeutelprozess ist vollständig in eine TLM-Pickerlinie integriert.

    Bild: Schubert

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