Friedrich Lütze GmbH

Udo Lütze leitet in zweiter Generation die Lütze International Group. Herzstück ist die Friedrich Lütze GmbH in Weinstadt bei Stuttgart. Seit über 60 Jahren entwickelt und fertigt man Komponenten und Systemlösungen für Automatisierung und Bahntechnik. Das Familienunternehmen investiert im Branchenvergleich überdurchschnittlich in F&E.

Bild: Jens Oswald, Lütze
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Kommentar von Udo Lütze, Lütze Heißes Thema im Schaltschrank

23.08.2019

Ein lange Zeit eher lästiges Thema wird cool: Eine energieeffiziente Kühlungslösung für den Schaltschrank, die angesichts der Klimakrise enorm an Aktualität gewinnt. Die Einsparung von CO2 in der Industrie entwickelt sich zum echten Zukunftsthema.

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Natürlich könnte ich Ihnen hier erzählen, wie Lütze mit einem Portfolio „inside and outside Cabinet“ die Zukunft der Automation begleitet. Von hochflexiblen Steuerleitungen über Kabelkonfektionen bis zu intelligenten Industrie-4.0-Lösungen. Aber ich möchte mit Ihnen in den Schaltschrank schauen: Auch da drin steckt ein Stück Zukunft unserer Branche.

Denn immer kleinere und effizientere Bauteile erlauben immer mehr Applikationen. Was bleibt, ist die Wärmeverlustleistung – und die Frage der Kühlung. Eine mögliche Antwort sind effizientere Kühlsysteme. Wir haben eine andere: Unser Verdrahtungssystem Airstream kann die Temperatur im Schaltschrank senken, sodass die aktive Kühlleistung minimierbar ist – um bis zu 23 Prozent. In Stichworten: kanallose Verdrahtung, Kamineffekt mit permanenter Luftzirkulation, Vermeidung von Hot Spots und damit von Hitzetod für Bauteile.

Spürbare Entwärmung bei Automobilhersteller

Minimierte Kühlleistung bedeutet weniger fossilen Energieeinsatz und damit weniger CO2-Ausstoß – gut für den Klimaschutz. Denn dieser wird zur existenziellen Frage der Menschheit. Das Thema bestimmt nun auch Wahlausgänge mit. Spätestens mit der CO2-Steuer haben die Kostenrechner in der Industrie das Thema auf dem Tisch. Welche positiven Effekte hat Airstream tatsächlich? Wie steht es um die Temperaturverteilung im Schaltschrank?

Das konnten wir kürzlich im Motorenwerk eines namhaften Automobilherstellers prüfen. Die breit angelegte Vergleichsmessung belegte, dass dank der günstigen Strömungstechnik die Durchschnittstemperatur im Schaltschrank mit Airstream niedriger liegt als in vergleichbaren Schränken mit Montageplatte: in Hot-Spot-Bereichen um bis zu 14 °K. Eine spürbare Entwärmung, allein durch ein homogeneres Klima. Oft reicht so ein klein dimensionierter Lüfter, wie der Airblower, eventuell kombiniert mit Airblades zur gezielten Kühlluftführung.

Zugegeben, die Lösung besetzte ursprünglich einen Nischenmarkt im Vergleich zu konventionellen Aufbauten mit der Montagetafel. Aber diese Nische vergrößerte sich in den letzten Jahren exponentiell – besonders in der Automobilindustrie sind wir bei mehreren großen Herstellern heute weltweit Industriestandard, ebenso im Maschinen- sowie Schiffbau. Auch die Windindustrie hat Interesse an dieser leichteren und kompakteren Lösung. Weil sie eben auch manche Hitzeprobleme in der Gondel verhindert.

Durchgestartet mit dem VW Käfer

Kurz ein Blick zurück: Vorgänger von Airstream war der LSC-Rahmen, entwickelt auf Anforderung eines Maschinenbaukunden. Der wollte einfacher und schneller verdrahten sowie Platz einsparen. Hier war die klimatische Wirkung ein schöner Nebeneffekt – heute ist genau das ein heißes Thema.

Übrigens ist LSC ein gutes Beispiel für unsere Kundenorientierung: Mein Vater Friedrich Lütze startete in den 1950ern als „Rucksackgroßhändler“ im VW Käfer. Mit Kabeln, Komponenten und einem offenen Ohr für die Wünsche der Kunden. So gehörte er mit der Lütze Superflex zu den Miterfindern der Schleppkettenleitung. Also haben wir schon damals kräftig an der Zukunft der Automation mitgewirkt.

Wissens- und Fertigungsvorsprünge erarbeiten wir uns auch in vielen Gemeinschafts- und Forschungsprojekten mit Automobilherstellern, Forschungseinrichtungen oder im eigenen Unternehmen. Nicht zuletzt auch unsere Nachhaltigkeitsinitiative Skyblue belegt unser Engagement für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, Umwelt und letztlich unser aller Zukunft. Deshalb steht Lütze für „Efficiency in Automation“.

Udo Lütze war mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2019/2020 als Macher der Automation vertreten.

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