Abwärme wird zum Treiber industrieller Stromproduktion

Wärme rein, Strom raus: Die versteckte Energiequelle in der Fabrikhalle

Durch die Umwandlung industrieller Abwärme in kontinuierlichen Strom können energieintensive Betriebe eine wetterunabhängige, CO2-freie Eigenversorgung direkt vor Ort gewährleisten.

Bild: iStock, tap10
20.01.2026

Energy Towers nutzt industrielle Abwärme zur kontinuierlichen Stromerzeugung und liefert bis zu 8.000 Volllaststunden pro Jahr. Die Technologie arbeitet wetterunabhängig und ermöglicht es energieintensiven Betrieben, sich planbar und CO2-frei mit Energie zu versorgen.

Die industrielle Energiewende steht vor einem Dilemma: Der Bedarf an Elektrizität steigt stetig, doch fossile und auch bestehende erneuerbare Energien stoßen insbesondere in energieintensiven Sektoren wie Stahl, Zement, Chemie oder Keramik an ihre Grenzen. Das deutsche Cleantech-Unternehmen Energy Towers mit Sitz in Leimen bietet nun eine skalierbare und emissionsfreie Lösung, die unabhängig von Sonne, Wind oder fossilen Brennstoffen funktioniert.

„Die Industrie braucht eine verlässliche Energieversorgung, rund um die Uhr, direkt vor Ort, zu kalkulierbaren Kosten“, erklärt Stephan Ballweg, CEO von Energy Towers. „Hier kommt Energy Towers ins Spiel: Wir nutzen industrielle Abwärme als Initialenergie und erzeugen mit unserer Technologie Strom.“

Sauberer Strom aus Abwärme

Energy Towers ermöglichen eine kontinuierliche Stromproduktion mit bis zu 8.000 Volllaststunden im Jahr – deutlich mehr, als klassische erneuerbare Energien wie Wind- oder Solarstrom leisten können. Zum Vergleich: Photovoltaik-Anlagen in Deutschland erreichen im Schnitt rund 1.000 und Windkraftanlagen etwa 2.000 bis 3.000 Volllaststunden pro Jahr.

Warum ist das so? Die Technologie von Energy Towers nutzt industrielle Abwärme als Antriebsenergie und ist dabei unabhängig von Wetter oder Tageszeit. Dadurch kann der Betrieb fast durchgängig erfolgen – auch nachts, bei Dunkelheit oder Windstille. Unternehmen aus energieintensiven Branchen wie Stahl, Zement oder Keramik können so einen Teil ihres Stroms selbst erzeugen – CO2-frei, planbar und direkt vor Ort. So werden Netzengpässe und hohe Strompreise umgangen und die Abwärme wird verwertet, die sonst ungenutzt verloren ginge.

Ein Beispiel: In einem Zementwerk entstehen bei der Klinkerherstellung Temperaturen von über 1.400 °C. Bisher entweicht ein Großteil dieser Energie ungenutzt als heiße Abluft. Mit Energy Towers kann diese Wärmequelle jedoch zur Stromerzeugung genutzt werden.

Wie industrielle Abwärme zum Gamechanger wird

In vielen Industrieprozessen, beispielsweise in der Zement-, Stahl-, Keramik- oder Chemiebranche, entstehen große Mengen ungenutzter Abwärme. Energy Towers nutzt diese Abwärme und wandelt sie mit einer neuen Technologie direkt in sauberen Strom um – wetterunabhängig, CO2-frei und rund um die Uhr. Das bringt klare Vorteile für produzierende Unternehmen:

  • Nutzung vorhandener Abwärme ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz

  • Einsparung von Energiebezugskosten und CO2-Emissionen

  • Versorgungssicherheit auch bei Netzengpässen

  • Schnelle Installation und modulare Skalierung (100  kW bis >100  MW)

Ein Energy Tower lässt sich überall dort einsetzen, wo kontinuierlich Wärme entsteht. So entsteht nicht nur eine zuverlässige Stromquelle, sondern auch ein wirtschaftlicher und ökologischer Vorteil für den Betrieb. „Unsere Technologie ist skalierbar von 100 kW bis über 100 MW“, betont Zeki Akbayir, CTO und Erfinder der Energy Towers. „Damit bieten wir eine echte Alternative für produzierende Unternehmen, die unabhängig, zukunftssicher und nachhaltig wirtschaften wollen.“

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