Siemens Smart Infrastructure präsentiert mit Siprotec V die virtualisierte Version des bewährten Schutz- und Steuergeräts Siprotec 5. Diese Lösung wurde für digitalisierte Umspannwerke entwickelt und ermöglicht skalierbare und sichere Stromnetze. Durch die einfachen Projektumsetzung können diese bis zu sechs Monate schneller realisiert werden.
Die fortschreitende Elektrifizierung und der steigende Energiebedarf setzen die vorhandene Netzinfrastruktur einem beispiellosen Druck aus. Energieversorger müssen ihre Netzkapazität im nächsten Jahrzehnt verdoppeln und gleichzeitig ihre zunehmend veraltete Infrastruktur modernisieren. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind technologische Innovationen in den Bereichen Automatisierung und Standardisierung unerlässlich. Siprotec V erfüllt diese Anforderungen. Die Siemens-Lösung beschleunigt die digitale Transformation und gewährleistet gleichzeitig die Resilienz und Zukunftssicherheit des Stromnetzes.
Für Skalierbarkeit, Einfachheit und Sicherheit
Siprotec V löst traditionelle Abhängigkeiten zwischen Schutz- und Steuerungssoftware sowie den dedizierten Geräten auf. Mit dem softwaredefinierten Ansatz ermöglicht Siprotec V, Schutz- und Steuerungsanwendungen innerhalb eines Umspannwerks virtuell zu skalieren und bis zu 60 virtuelle intelligente elektronische Geräte (IEDs) zu vereinen. Diese Flexibilität ermöglicht es Energieversorgungsunternehmen, ihre Schutzarchitekturen effizient und einfach an sich verändernde Anforderungen anzupassen und dabei rund 45 Prozent Platz einzusparen.
Durch die Virtualisierung ermöglicht Siprotec V eine übergreifende digitale Prüfung von Umspannwerken, bevor diese in Betrieb genommen werden. Dadurch lassen sich Installationsprozesse vereinfachen, Tests beschleunigen und Fehler minimieren. Die modulare Softwarearchitektur von Siprotec V ermöglicht eine schnelle Anpassung an sich ändernde Systemanforderungen, ohne dass hardwarebedingte Einschränkungen berücksichtigt werden müssen. Die nahtlose Bereitstellung wird von Softwareupdates, Patches und Funktionserweiterungen erleichtert.
Nachhaltige und intelligente Entscheidungen treffen
Die virtualisierte Schutztechnik von Siemens reduziert die Anzahl der Schaltschränke, den Bedarf an kostenintensivem Kupferkabel und den Bedarf an aufwendigen baulichen Maßnahmen wie Kabelgräben. Dadurch lassen sich die CO2-Emissionen je digitalem Umspannwerk um bis zu 50 Prozent senken, was zur Nachhaltigkeit der Energiebranche insgesamt beiträgt. Darüber hinaus ermöglicht die Virtualisierung Kosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent, da weniger Schutz- und Steuergeräte verbaut werden müssen. Siprotec V unterstützt außerdem das Hosting anspruchsvoller KI-Anwendungen direkt im Umspannwerk. So können Kunden Echtzeitberichte und prädiktive Analysen nutzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
„Siprotec ist ein Name, dem Energieversorgungsunternehmen vertrauen. Mit Siprotec V übertragen wir unser Know-how ins digitale Zeitalter und verwandeln bewährte Schutzalgorithmen in eine leistungsstarke, virtualisierte Lösung. Die Kombination aus weitreichender Praxiserfahrung und intelligenter Technologie macht Siemens zum perfekten Partner für Kunden, die ihre Netze ohne Kompromisse weiterentwickeln möchten“, sagt Onyeche Tifase, Vice President Product Lifecycle Management bei Siemens Smart Infrastructure.
Siprotec V erfüllt die höchsten Cybersicherheitsstandards und bietet umfassende Funktionen, um die Sicherheit des Energiesystems zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Treibern für eine sichere Infrastruktur zählen Standards und Richtlinien wie das Whitepaper des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und die North American Electric Reliability Corporation Critical Infrastructure Protection Standards (NERC CIP).