OPTIMA packaging group GmbH

Ulrich Burkart (links) und Dominik Bröllochs bilden seit 2020 das Team Sustainable Solutions. Als Group Sustainability Manager koordinieren sie alle Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Optima Unternehmensgruppe. Beide verfügen durch ihre vorangegangenen Aufgaben über einen guten Einblick im Bereich nachhaltiges Verpacken.

Bild: Optima

Ulrich Burkart und Dominik Bröllochs, Optima Die ehrliche Verpackung

18.11.2021

Das Thema Verpacken gilt es mehr denn je mit gesellschaftlicher Verantwortung in Einklang zu bringen. Und das ohne Einbußen in Sachen Design und Produktschutz. Daher ist Nachhaltigkeit neben Flexibilität, Sicherheit und Digitalisierung eines der vier Fokusthemen für Optima. Im Fokus der Nachhaltigkeitsstrategie steht die ehrliche Verpackung.

Einer der wichtigsten Punkte, warum Nachhaltigkeit eines unserer Kernthemen ist, ist die Erhaltung der Welt für die nächsten Generationen. Als Familienunternehmen sehen wir uns einem ökologischen, fairen und langfristig erfolgreichen Wirtschaften in besonderer Weise verpflichtet.

Bei Optima stehen nicht kurzfristige Lösungen auf der Basis von Trends im Fokus, sondern langfristige Verpackungslösungen mit Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette und die Kreislaufwirtschaft. Wir entwickeln gemeinsam mit Kunden und Partnern zukunftsfähige Verpackungslösungen, kurz gesagt: ehrliche Verpackungen, die wirklich mehr Nachhaltigkeit bringen und dabei das Produkt schützen. Es gibt zu viele nicht korrekt konzipierte Verpackungen.

Einige Materialien jedoch werden aus einem bestimmten Grund eingesetzt. Nur sie können das Produkt vor dem Verderb schützen. Ersetzt man diese Verpackungsmaterialien in großer Menge auf der Grundlage von Trends und nicht aus Gründen der Kreislaufwirtschaft, werden die Probleme lediglich auf ein anderes Material verlagert. Es gibt nicht die eine Lösung. Je nach Produkt und Markenziel sprechen wir von recyclingfähigen, kompostierbaren oder mehrfachverwendbaren Verpackungen. So viel Verpackung wie nötig und so wenig wie möglich ist hier unser Credo.

Wir sehen uns im Netzwerk. Ein Beispiel: Um neue nachhaltige Papierverpackungen zu entwickeln, welche heute aufgrund der Papiereigenschaften noch nicht produzierbar sind, hat die Optima-Unternehmensgruppe mit dem Technologiekonzern Voith aus Heidenheim an der Brenz zum Jahresende 2020 eine Entwicklungspartnerschaft vereinbart.

Wir sehen in vielen Bereichen ungenutzte Potenziale für die Papierverpackung und freuen uns, mit Voith einen starken Entwicklungspartner an unserer Seite zu haben.

Ein alternatives Beispiel zu unseren Papierverpackungen aus 100 Prozent Papier ist der Sleeve-Beutel von Optima. Die zu 100 Prozent recyclingfähige Sleeve-Verpackung besteht aus einem unbedruckten Mono-Polyethylen-Beutel (PE) und einem bedruckten Papier-Einleger. Wird der transparente PE-Beutel recycelt, entsteht qualitativ hochwertiges Recycling-Material, aus welchem nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip wieder PE-Beutel entstehen können. Für Papier werden schon lange sehr gut funktionierende Entfärbungstechnologien eingesetzt. So können die eingesetzten Papierfasern nach dem Recycling als Verpackungsmaterial wiederverwendet werden. Somit lässt sich auch der bedruckte Papiereinleger sehr gut recyceln.

Nicht nur die Verpackung steht im Fokus, sondern auch die Maschine: Effizienter Medieneinsatz, optimale Packmittelausnutzung, mehr Output auf geringerer Fläche und ein sinkender Energieverbrauch sind unabdingbar. Das Thema Nachhaltigkeit betrifft also nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch die Maschinen und selbstverständlich die Verpackungen. Uns ist bewusst, dass dieser Prozess nie endet, in der Firmen-DNA verwurzelt sein muss und jeden Tag von jedem Einzelnen gelebt werden muss.

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