Damit in deutschen Haushalten nicht eines Tages die Lichter ausgehen, müssen Betreiber kritischer Netzwerke möglichst schnell auf digitale Anomalien reagieren können.

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Leitsysteme in KRITIS-Unternehmen sichern Deutschland großflächig vor dem Blackout bewahren

21.11.2018

Die Verteilungsnetzbetreiber Stromnetz Hamburg und Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom versorgen Insgesamt 4,2 Millionen Haushalte in Hamburg sowie den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg mit Strom. Bei der Absicherung ihrer Netzleittechnik setzen sie auf die industrielle Anomalieerkennung eines deutschen Sicherheitsunternehmens.

„Als größter Stromnetzbetreiber Mitteldeutschlands tragen wir eine ganz besondere Verantwortung bei der Versorgungssicherheit“, sagt Dirk Hollmach, Leiter Netzführung Mitnetz. „Um den wachsenden Anforderungen an unseren Betrieb zu begegnen, die sich aus der Energiewende, Digitalisierung und zunehmenden Cyberbedrohungen ergeben, haben wir 2017 unsere Leittechnik vollständig erneuert.“

Mit der Anomalieerkennung von Rhebo, so Hollmach weiter, könne Mitnetz sicher sein, über jede Auffälligkeit in ihrer Netzleittechnik in Echtzeit informiert zu werden. Eine Reaktion könne dann unmittelbar folgen.

Sicherheitslücken gezielt beseitigen

Die Anomalieerkennung kam bei beiden Energieversorgern bereits Anfang des Jahres während eines Industrie-4.0-Stabilitäts- und Sicherheitsaudits von Rhebo zum Einsatz. Das Audit dient der initialen Bestandsaufnahme von Steuerungssystemen.

Die Verantwortlichen für die Leitsysteme haben binnen weniger Tage einen detaillierten Überblick über alle in der Netzleittechnik aktiven Geräte und ablaufenden Kommunikationsvorgänge sowie eine Detailanalyse und Risikobewertung der Infrastruktur erhalten. Anomalien und Sicherheitslücken konnten im Anschluss nach eigenen Angaben gezielt adressiert und beseitigt werden.

Infrastruktur in der Tiefe überwachen

„Stromnetz Hamburg engagiert sich seit vielen Jahren in der Digitalisierung und Modernisierung der Energieversorgung. Vom Pilotprojekt SmartGrid Hafen City Westend bis zum EU-Projekt mySMARTLife forcieren wir die Nutzung intelligenter, vernetzter Versorgungskonzepte“, sagt Thomas Volk, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg. „Damit steigen selbstverständlich auch die Anforderungen an die Betriebsführung und nicht zuletzt die Cybersicherheit unserer Netzleittechnik.“

Volk erklärt weiter, dass alle Systeme und Daten, die zur Steuerung des Stromnetzes benötigt werden, gegen Manipulationen von außen gesichert sein müssen. Das habe für Stromnetz Hamburg höchste Priorität. „Rhebo Industrial Protector hat uns mit seiner Funktionalität, Detailtiefe und der Echtzeiterkennung selbst versteckter Anomalien überzeugt.“ In Zukunft wird Rhebos Anomalieerkennung die Netzleittechnik beider Netzbetreiber rund um die Uhr auf verdächtige Vorgänge untersuchen, die auf Cyberangriffe, Manipulation, Netzwerkstörungen oder Sicherheitslücken hinweisen.

Klaus Mochalski, CEO von Rhebo, freut sich, die beiden modernen Netzbetreiber betreuen zu dürfen: „Wir waren bei dem Audit positiv überrascht, wie gut strukturiert die Leitsysteme beider Versorger bereits waren und wie effektiv diese gesteuert werden.“ Mit Rhebo Industrial Protector gingen die Betreiber den nächsten logischen Schritt, ihre Infrastruktur „in der Tiefe zu überwachen und vor Störungen zu schützen, die gängige Sicherheitslösungen nicht erkennen würden“, so Mochalski weiter.

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