21.000 Smart Meter umgezogen

Gateways im Griff: Messdaten sicher und Netz flexibler

Die Teams von Enercity netz und EnBW Utility Services setzen gemeinsam den bislang größten GWA-Wechsel in Deutschland um.

Bild: enercity /Jannis Bach
10.02.2026

Die Unternehmen Enercity netz und EnBW Utility Services haben einen großen Wechsel von GWA-Gateways für Smart Meter in Deutschland abgeschlossen. Innerhalb der achtwöchigen Freeze-Phase wurden fast 21.000 Smart Meter und über 13.000 Gateways migriert.

Enercity netz und EnBW Utility Services haben den mengenmäßig größten Wechsel eines Gateway-Administrators (GWA) für Smart-Meter-Gateways in Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden fast 21.000 intelligente Messsysteme (iMSys, im Folgenden „Smart Meter” genannt) und mehr als 13.000 Smart-Meter-Gateways im Netzgebiet von enercity netz zu EnBW Utility Services migriert. Der hannoversche Netz- und Messstellenbetreiber hat damit den Wechsel zu einem neuen Dienstleister und zu einem neuen System vollzogen – ein wichtiger Schritt bei der Gestaltung der Energiezukunft im Norden Deutschlands.

Der GWA-Wechsel erfolgte parallel zum laufenden Smart-Meter-Rollout in Hannover und der Region. „Gerade deshalb sind wir stolz darauf, die Migration in einer achtwöchigen Freeze-Phase realisiert und mit einer Verlustquote von nur zwei Prozent abgeschlossen zu haben“, sagt Stefanie Krüger, Leiterin des Bereichs Meter2Cash bei Enercity netz. Dies sei deutlich besser als der Branchendurchschnitt, der bei Freeze-Phasen von vier bis acht Monaten und Verlustquoten von acht bis zehn Prozent liege.

Transparenz und Steuerbarkeit als Basis intelligenter Energiesysteme

Ab sofort erbringt EnBW Utility Services sämtliche zentralen Dienstleistungen rund um die Administration und den Betrieb der Smart-Meter-Gateways. Dazu gehört unter anderem die sichere Übertragung von Messdaten, die durch Smart Meter erfasst werden. Diese bilden die Grundlage für dynamische Stromtarife und eine effiziente, flexible Netzsteuerung. Der System- und Anbieterwechsel ermöglicht Enercity netz zudem ein zentrales, automatisiertes Störungsmanagement und viele weitere Funktionen zur intelligenten Weiterentwicklung ihrer Netze.

Die konstruktive Zusammenarbeit von Enercity und EnBW für einen reibungslosen Systemwechsel hat sich bewährt. „Ohne die sichere und zuverlässige Administration von Smart-Meter-Gateways nützt der schnellste Smart-Meter-Rollout nichts. Als einer der größten Anbieter von Gateway-Administrationsdienstleistungen ist EnBW der richtige Partner für Enercity netz, um unseren Smart-Meter-Rollout in hoher Stückzahl erfolgreich umzusetzen und langfristig stabile Prozesse zu sichern“, sagt Krüger.

Auch die EnBW zieht eine positive Bilanz: „Eine leistungsfähige Gateway-Administration ist der Kern jeder Smart-Energy-Infrastruktur“, sagt Steffen Reitz, Leiter des Bereichs Dienstleistungen Netze BW und Shared Services bei EnBW. „Die reibungslose Migration einer so großen Menge an Smart Metern markiert den erfolgreichen Auftakt unserer Zusammenarbeit – gemeinsam gehen wir nun die nächsten Schritte, etwa für die Administration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen.“

Ausblick: Einbindung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, sogenannte Controllable Local Systems (CLS), sind beispielsweise Wärmepumpen, PV-Anlagen oder Wallboxen. Künftig übernehmen CLS-Management-Systeme deren Administration und gezielte Einbindung, um Lastspitzen im Netz zu reduzieren und Kundinnen und Kunden perspektivisch weitere Smart-Energy-Anwendungen zu ermöglichen.

Die Einführung dieser neuen Funktion startet noch in diesem Jahr. „Damit kommen wir nicht nur unserer gesetzlichen Verpflichtung als Messstellenbetreiber nach, sondern legen einen weiteren wichtigen Grundstein für ein Smart Grid in Hannover“, sagt Stefanie Krüger. „Wir integrieren erneuerbare Energien effizienter, machen das Netz flexibler und stabiler und steigern damit die Versorgungssicherheit.“

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