KI, Speicher und Sicherheit im Fokus der Energiewirtschaft

Energiewende konkret: Hohe Entscheiderquote prägt Fachmesse

Volle Messehallen auf der E-world: Internationale Fachbesucher informieren sich über Lösungen rund um Energiewende, KI, Speicher und Sicherheit.

Bild: Messe Essen
16.02.2026

Die E-world verzeichnete volle Hallen, eine hohe Entscheiderquote und deutlich mehr internationale Beteiligung. Aussteller präsentierten Lösungen zur Energiewende – von KI-Anwendungen bis zu Speicher- und Sicherheitskonzepten. Und schon für 2027 wächst die Messe bereits weiter.

„Diese intensiven drei E-world-Tage haben einmal mehr gezeigt, welchen Stellenwert der persönliche Austausch für die Energiewirtschaft hat. Volle Messehallen und Gespräche auf allen Ebenen, auch zwischen Politik und Wirtschaft, sowie die Tatsache, dass sieben von zehn Gästen Entscheider mit hoher Einkaufs- und Beschaffungskompetenz sind, sprechen eine klare Sprache: Die E-world ist der Ort, an dem die Energiewende konkret wird“, so Stefanie Hamm, Geschäftsführerin der E-world.

Ihre Geschäftsführungskollegin Sabina Großkreuz ergänzt: „Besonders freut uns die gestiegene Internationalität. Erstmals kamen über 30 Prozent der Unternehmen aus dem Ausland. Bei unseren Gästen stieg der Anteil auf rund 30 Prozent. Das unterstreicht die Bedeutung der E-world als länderübergreifende Leitveranstaltung.“ Die E-world 2026 zählte Teilnehmende aus 126 Nationen – ein Plus von 50 im Vergleich zur Vorveranstaltung. Besonders stark vertreten waren Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Italien und Belgien. Die Teilnehmenden kamen vor allem aus den Wirtschaftszweigen Energieversorger, Stadtwerke, Dienstleister, Gewerbekunden sowie Forschung und Entwicklung.

Aussteller zeigten Innovationen rund um die Energiewende

In den sechs Messehallen plus verbindender Galeria zeigte die E-world die gesamte Bandbreite der Energiewirtschaft. Internationale und regionale Energieversorger waren ebenso dabei wie führende Industrieunternehmen, Beratungen, Forschungseinrichtungen, Verbände und Technologie- sowie IT-Anbieter. Insbesondere junge Unternehmen und Start-ups nutzen die E-world verstärkt als Bühne: Im Vergleich zum letzten Jahr steigerte sich sowohl die Zahl der Aussteller wie auch die Ausstellungsfläche im Innovationsbereich um 40 Prozent.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Messeauftritte war die Energiewende. Aussteller zeigten, wie Künstliche Intelligenz und leistungsfähigere Speicherlösungen Erzeuger und Verbraucher dabei unterstützen, den Einsatz vor allem von Erneuerbaren Energien effizient zu steuern. Zu sehen waren auch Photovoltaikanlagen für den großflächigen Einsatz auf Parkflächen oder Lagerplätzen und Konzepte, mit denen Kommunen auf ihrem Stadtgebiet die Energiewende vorantreiben können. Unternehmen präsentierten zudem Weiterentwicklungen für den Schutz kritischer Infrastrukturen, zum Beispiel KI-unterstützte Sicherheitstechnologie –und auch neue Smart-Meter-Geräte für Haushalte, die das Energiemanagement optimieren.

Während der Eröffnungspressekonferenz am ersten Messetag gaben NRWs Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur; Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft; Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE); und Dr. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender der RWE, einen Überblick über die Themen, die die Branche derzeit bewegen. Das waren vor allem die kürzlich verabschiedete Kraftwerksstrategie, der Kapazitätsmechanismus sowie Versorgungssicherheit für Verbraucher und Planungssicherheit für Anbieter.

Starke Resonanz auf Rahmenprogramm an allen Messetagen

Diese und viele weitere Aspekte kamen auch auf den sehr gut besuchten vier Foren direkt in den Messehallen zur Sprache. Sie boten gern genutzte Möglichkeiten für Dialog und Austausch. So nahm am ersten Messetag Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, Stellung zum Thema Preiszonensplit in Deutschland. Bereits am Vortag der Messe diskutierten über 70 Expertinnen und Experten beim Führungstreffen Energie über aktuelle Branchenthemen. Mit dabei waren unter anderem Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes; Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur; und Dr. Christoph Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Amprion.

Der weitere Ausbau leistungsfähiger Glasfasernetze stand im Mittelpunkt des achten Glasfaserforums. Die Veranstalter, der Bundesverbandbreitbandkommunikation (BREKO), ConIenergy sowie die MICUS Strategieberatung, hatten dafür ein vielfältiges Programm aus Best-Practice-Beispielen, Panel-Diskussionen und Fachvorträgen zusammengestellt. Als Plattform für den internationalen Austausch bewies sich die E-world beim Tag der Konsulate am Messemittwoch. Über 50 Vertreterinnen und Vertreter aus 18 Nationen kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren, mögliche Zusammenarbeit zu diskutieren und mit ausstellenden Unternehmen in Kontakt zu treten.

Ebenfalls gut besucht war der erste Tag der Kommunen, ein neues Angebot der E-world für Städte, Gemeinden und kommunale Unternehmen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich am dritten Messetag über konkret umsetzbare Lösungen und Erfolgsgeschichten aus der Energiewende-Praxis zu informieren und sich untereinander sowie mit passenden Ausstellern zu vernetzen. Am letzten Messetag fand erneut der Career Day statt. Über 1.500 Anmeldungen gab es für das Karriereevent der E-world, bei dem sich Nachwuchstalente mit Unternehmen über berufliche Einstiegsmöglichkeiten und Berufswege austauschten.

2027 wächst die E-world erneut

Das Angebot der Messe und die Präsenz der Marktführer kamen bei den Fachbesucherinnen und Fachbesuchern gut an. Schon jetzt gaben neun von zehn Teilnehmenden an, auch die nächste E-world zu besuchen, die vom 16. bis 18. Februar 2027 in der Messe Essen stattfindet.

Dann stehen erstmals auch die Messehallen 7 und 8 sowie der Eingang Ost zur Verfügung. Mit der erweiterten Messefläche entsteht mehr Raum für das Zukunftsthema „Resilient Infrastructure“. Dort werden Lösungen für widerstandsfähige Energie- und Infrastruktursysteme gezeigt – von IoT und Sensorik über IT-Security bis hin zu Robotik. Das Interesse der Aussteller ist hoch. 95 Prozent der Unternehmen waren mit ihrer Messebeteiligung zufrieden. Ein Großteil hat bereits eine erneute Teilnahme signalisiert, zudem haben schon jetzt zahlreiche neue Unternehmen ihre Beteiligung an der E-world 2027 angekündigt.

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