Drei Sieger werden aus dem Achema-Gründerpreis-Wettbewerb 2021 hervorgehen. Die zehn Finalisten sind nun festgelegt worden.

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Geschäftsmodelle in der Chemiebranche Das sind die zehn Finalisten des Achema-Gründerpreises

13.04.2021

Über 30 Start-ups hatten sich für den Achema-Gründerpreis beworben. Von ihnen sind nun zehn ausgewählt worden, die kommenden Juni ihre Geschäftsmodelle einem weltweiten Publikum vorstellen dürfen. Die Finalisten und ihre Ideen im Überblick.

Zehn Start-ups haben es in die Finalrunde des Achema-Gründerpreises 2021 geschafft. Im Rahmen der Achema Pulse und einer Pitch-Session am 15. Juni 2021 werden sie ihre Ideen präsentieren. Eine Expertenjury wählt daraufhin drei Sieger aus, die auf der Achema 2022 bekanntgegeben werden und jeweils 10.000 Euro Preisgeld erhalten.

Die zehn Finalisten und ihre Geschäftsmodelle sind:

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  • Carbon Minds ist ein Nachhaltigkeits-Start-up mit Fokus auf Chemikalien und Kunststoffen. Es nutzt ein digitales Modell der weltweiten Chemieindustrie, um Transparenz zu den ökologischen Auswirkungen globaler Lieferketten zu schaffen.

    Bild: CarbonMinds

  • Cenios ist ein Spin-off der Hochschule Osnabrück und konzentriert sich auf die Entwicklung von Point-of-Care-Test-Kits (POCT-Kits) zur absoluten Quantifizierung der Analyte. Die Kits werden als Alternative für das therapeutische Drug Monitoring (TDM) eingesetzt und sollen die Kosten und die Untersuchungszeiten im Vergleich zu Standardmethoden deutlich reduzieren.

    Bild: Cenios

  • ESy-Labs ist auf Technologie der Elektrosynthese zur Herstellung von organischen und anorganischen Rohstoffen spezialisiert. Entwickelt werden die Prozesse mithilfe von Hochdurchsatz-Screening und Künstlicher Intelligenz. Das Start-up ist eine Ausgründung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Fraunhofer-Gesellschaft.

    Bild: ESy-Labs

  • Lumatix Biotech arbeitet daran, die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Antikörpern zu erhöhen, indem es eine effektive Isolationsmethode auf Basis einer lichtgesteuerten Affinitätsmatrix entwickelt. Sie soll die klassische Anreicherungsmethode über die Protein-A-Chromatographie ersetzen. Das Unternehmen ist in einem Exist-Projekt an der TU München entstanden.

    Bild: Lumatix Biotech

  • Phaidra entwickelt Kontrollsysteme für industrielle Prozesse auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Die „no code“-Software ermöglicht es Industrieexperten, auszuwählen, welche Leistungsindikatoren sie optimieren möchten, und liefert dafür die Betriebsparameter. Das Motto der Firma: „Proven track record. Measurable results. No BS.“

    Bild: Phaidra

  • PipePredict bietet ein Predictive-Maintenance-Tool zur Reduktion von Energie- und Medienverlusten in Rohrnetzen (Wasser, Fernwärme, Chemie). Dazu werden bestehende Sensordaten mit einem digitalen Zwilling und Machine-Learning-Algorithmen ausgewertet und Rohrbrüche verhindert – denn durch Rohrbrüche und versteckte Leckagen geht jährlich Wasser im Wert von rund 170 Milliarden Euro verloren.

    Bild: PipePredict

  • Pramo Molecular von der TU Berlin hat eine besonders einfache Technologie entwickelt, mit der therapeutische Oligonukleotide wie siRNAs effizient und verträglich in die Zielzelle transportiert werden können. Auf diese Weise sollen sich krankheitsauslösende Proteine in Lunge, Herz oder Bauchspeicheldrüse stumm schalten lassen.

    Bild: Pramo Molecular

  • Pro-AspectX entwickelt einen prozessrobusten Sensor für die Echtzeitanalytik in chemischen Produktionsanlagen. Er soll die Prozesseffizienz steigern und die Prozesssicherheit durch die Vorhersage kritischer Situationen erhöhen. Entsprungen ist das junge Unternehmen dem Life Science Accelerator Baden-Württemberg.

    Bild: Pro-AspectX

  • Das Ziel von Prosion ist eine Plattform an innovativen chemischen Bausteinen, die es erstmalig ermöglicht, eine Reihe von krankheitsrelevanten Zielproteinen zu adressieren, die bislang als „undruggable“ (nicht therapierbar) galten. Daher auch der Leitspruch des Start-ups: „Drug the Undruggable.“

    Bild: Prosion

  • Die Modularisierung der Prozessindustrie ist bei Semodia angesagt: Die Firma bietet Softwarelösungen an, die das Plug-&-Play-Prinzip des Druckertreibers in der IT auf das Plug & Produce mittels Module Type Package übertragen. Das Dresdner Start-up wurde aus der TU Dresden und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg ausgegründet.

    Bild: Semodia

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