Wie Fertigungsunternehmen davon profitieren können

Automatisierung aus der Cloud

Vention GmbH

Die Cloud-basierte Automatisierung profitiert erheblich von den Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz.

Bild: iStock, Anton Vierietin
02.03.2026

Bisher galt die Automatisierung der Produktion als Großprojekt. Neue Cloud- und KI-basierte Technologien verändern dieses Bild grundlegend: Unternehmen können heute schneller, flexibler und deutlich kostengünstiger automatisieren als noch vor wenigen Jahren.

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Der Begriff „Cloud“ steht für Dienste, Daten und Anwendungen, die dezentral über das Internet angeboten werden und von jedem Ort auf der Welt abgerufen werden können. Für die Automatisierung von Produktionsabläufen spielt der Begriff bisher eher eine untergeordnete Rolle. In vielerlei Hinsicht scheinen die physischen Maschinen in Fabrikhallen zu komplex, mechanisch und ortsgebunden zu sein, als das man sie virtuell planen, betreiben und steuern könnte. Doch diese Sichtweise ändert sich. Cloud- und KI-basierte Technologien ermöglichen eine neue Form der Automatisierung. Die Idee: Unternehmen automatisieren ihre Produktionsprozesse eigenständig und flexibel, ohne auf aufwendige, starre Großprojekte angewiesen zu sein.

Der Grund dafür sind intuitive Cloud-Plattformen, wie die des Technologieanbieters Vention. Kunden können dort automatisierte Maschinen und Anlagen selbst am Bildschirm entwerfen, programmieren, in Betrieb nehmen und betreiben. Die Plattform lässt sich auch ohne tiefgehende Automatisierungserfahrung nutzen, da sie Optionen zur codefreien, KI-gestützten oder Python-basierten Programmierung beinhaltet. Die eigenen Mitarbeitenden werden aktiv in den Prozess eingebunden. Auch kleine und mittlere Unternehmen können so von der Automatisierung profitieren, indem sie Kosten senken, Kontrolle behalten und internes Know-how aufbauen.

Flexible Unterstützung

Um die Automatisierungsplattform von Vention zu nutzen, durchläuft ein Kunde typischerweise mehrere aufeinanderfolgende Schritte: Zunächst erhält er Zugriff auf die Cloud-Plattform und beginnt mit der Konzeption seiner gewünschten Maschine oder Anlage direkt am Bildschirm. Mithilfe einer benutzerfreundlichen Oberfläche kann er aus einer Vielzahl von Komponenten und vorgefertigten Designs auswählen und diese individuell an seine Anforderungen anpassen. Die Plattform enthält eine intuitive CAD-Software, eine umfassende Komponentenbibliothek und eine No-Code-Oberfläche.

Im nächsten Schritt werden die entworfenen Lösungen virtuell mit Simulations-Tools getestet, um Fehler frühzeitig zu erkennen und Verbesserungspotenziale auszuschöpfen. Das Fehlerrisiko sinkt, indem physikalisch genaue digitale Zwillingssimulationen eingesetzt werden, die Schwerkraft, Kollisionen und Bewegungen modellieren und gleichzeitig Konstruktionen, Zykluszeiten und Bewegungsverhalten vor dem Einsatz prüfen. Nach erfolgreicher Planung und Überprüfung bestellt der Kunde die gewünschten Komponenten direkt über die Plattform Die Lieferung erfolgt mit einer klaren Anleitung, sodass die Inbetriebnahme eigenständig und flexibel vor Ort durchgeführt werden kann. Während des gesamten Prozesses werden die Mitarbeitenden des Kunden aktiv eingebunden, was nicht nur die Umsetzung erleichtert, sondern auch das Know-how im Unternehmen stärkt.

Bei Bedarf kann der Kunde auf fachkundige Unterstützung durch Vention zurückgreifen, beispielsweise für besonders komplexe Projektschritte oder individuelle Anpassungen. Der Kunde entscheidet selbst, ob und wo er Unterstützung benötigt.

Kundenbeispiel

Ein anschauliches Beispiel für den Einsatz der Vention-Plattform ist das britische Traditionsunternehmen McAlpine. Als einer der führenden Hersteller von Kunststoffprodukten im Sanitärbereich ist McAlpine weltweit bekannt für Fortschritt und höchste Qualität.

Bereits vor der Zusammenarbeit mit Vention war die Produktionslinie von McAlpine weitgehend automatisiert – bis auf einen letzten Schritt: Für den Versand packten Mitarbeitenden die fertigen Produkte manuell in Kartons. Die Nachteile waren klar sichtbar: Personelle Engpässe im 24-Stunden-Betrieb, höhere Personalkosten und monotone, sich wiederholende Tätigkeiten für die Mitarbeitenden.

McAlpine suchte daher nach einer automatisierten Lösung, die das manuelle Verpacken von Produkten ersetzt. Die Idee war, ein automatisiertes Verpackungssystem einzuführen, das den letzten Produktionsschritt übernimmt und gleichzeitig den Durchsatz sowie die Prozesssicherheit deutlich steigert. Darüber hinaus sollten die Mitarbeitenden von monotonen Arbeiten entlastet werden.

Das Vention-Team arbeitete eng mit McAlpine zusammen, um die Anforderungen zu erfassen und ein passendes Systemdesign zu erstellen. Mithilfe der Plattform von Vention konnte McAlpine das Design einfach in 3D visualisieren, testen und vor der Inbetriebnahme optimieren sowie potenzielle Fehlerquellen identifizieren.

Das Ergebnis war ein automatisiertes Verpackungssystem, das einen UR10e-Cobot beinhaltet, der einzelne Produkte greift, in Kartons legt und den Prozess je nach Produktauswahl optimiert. Nach dem Verpacken werden die Kartons auf ein Förderband transportiert, versiegelt und etikettiert – alles ohne menschliches Zutun.

Nach der Inbetriebnahme übertraf McAlpine nicht nur die eigenen Durchsatzziele, sondern konnte dank der Automatisierung auch eine konstant hohe Qualität im letzten Produktionsschritt sicherstellen. Das Unternehmen profitiert heute von höherer Produktionsleistung, mehr Flexibilität und einer gezielteren Nutzung der Personalressourcen, was die Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärkt.

Automatisierung und KI

Die Cloud-basierte Automatisierung profitiert erheblich von den Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz. KI ermöglicht es, Automatisierungslösungen noch schneller und präziser zu planen und den Zugang zu komplexen Automatisierungstechnologien weiter zu vereinfachen. Selbst Anwender ohne tiefgehende Vorkenntnisse können so hochwertige Lösungen realisieren. KI-basierte Simulationen und virtuelle Assistenten unterstützen den gesamten Prozess von der Planung bis zur Inbetriebnahme und erhöhen so die Innovationsgeschwindigkeit in der Industrieautomation. Vention arbeitet deshalb beim Thema „Industrial AI“ mit der KI-Firma NVIDIA zusammen. Kunden der Vention-Plattform profitieren von neuesten KI-basierten Funktionen in einer integrierten Hard- und Softwareumgebung – beispielsweise von einem integrierten Design-Assistenten, der KI nutzt, um die passende Komponente für eine bestimmte Roboterzelle auszuwählen und hinzuzufügen, oder einer KI-gesteuerten Geometric Reasoning Engine (GRE), mit der Komponenten mit minimalem Aufwand ausgerichtet und in die passende Position gebracht werden können.

Fazit

Unternehmen können ihre Automatisierungsprojekte mithilfe von Cloud-basierten, modularen Lösungen flexibel und effizient realisieren. Die Einbindung der eigenen Mitarbeiter fördert nicht nur die erfolgreiche Umsetzung, sondern stärkt auch das interne Know-how nachhaltig. Bei Bedarf können Experten in jeder Projektstufe flexibel als Unterstützung hinzugeholt werden. Durch den Einsatz von KI eröffnen sich neue Möglichkeiten, Automatisierung noch schneller, präziser und für eine breite Anwendergruppe zugänglich zu machen. So wird Automatisierung zu einem zentralen Baustein für Wettbewerbsfähigkeit in der Industrie.

Bildergalerie

  • Andrea Alboni, Managing Director EMEA, Vention

    Andrea Alboni, Managing Director EMEA, Vention

    Bild: Vention

  • Cloud-basierte Automatisierung ermöglicht es Unternehmen, Produktionsprozesse flexibel zu planen, zu simulieren und umzusetzen.

    Cloud-basierte Automatisierung ermöglicht es Unternehmen, Produktionsprozesse flexibel zu planen, zu simulieren und umzusetzen.

    Bild: Ventinon

  • Digitale Plattformen unterstützen Fertigungsbetriebe dabei, Automatisierung schneller, kosteneffizienter und eigenständig zu realisieren.

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    Bild: Vention

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