65 Prozent der Befragten sehen KI als entscheidenden Technologietreiber für die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens in den kommenden fünf Jahren. Dahinter folgen Cybersecurity und IT-Sicherheit (35 Prozent), energieeffiziente Technologien (33 Prozent) sowie Automatisierung und intelligente Produktionssysteme (30 Prozent).
Hohe Investitionsbereitschaft trifft auf Nachholbedarf
Der hohe Stellenwert von KI spiegelt sich auch in den Investitionsplänen wider: Nahezu die Hälfte der Befragten gibt an, dass ihr Unternehmen in den kommenden zwei Jahren in KI investieren will. Bei der Umsetzung besteht allerdings noch Nachholbedarf. Knapp ein Viertel der Unternehmen kommt nach eigenen Angaben derzeit vollständig ohne KI aus, während lediglich sieben Prozent die Technologie bereits unternehmensweit in wesentlichen Prozessen integriert und strategisch verankert haben.
Sicherheit und Zuverlässigkeit ebenso wichtig wie KI-Fähigkeiten
Während KI als Technologietreiber klar an erster Stelle steht, ergibt sich bei den konkreten Anforderungen an neue Technologien ein differenzierteres Bild: Für 39 Prozent zählen Cybersecurity und IT-Sicherheit zu den wichtigsten Eigenschaften. Fast ebenso häufig werden Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit (38 Prozent) sowie KI-Fähigkeiten (38 Prozent) genannt. Auch Energieeffizienz und die einfache Integration in bestehende Systeme spielen mit jeweils 28 Prozent eine wichtige Rolle. Eine hohe Rechenleistung ist dagegen nur für 15 Prozent entscheidend.
„Deutsche Unternehmen erkennen das enorme Potenzial Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig bleiben sie ihren hohen Ansprüchen an Sicherheit und Zuverlässigkeit treu. Das ist kein Widerspruch, sondern gerade in der Industrie eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Innovationen. Auf der Electronica zeigen wir, wie intelligente, sichere und leistungsfähige Technologien zusammenwirken“, sagt Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München.
Cybersecurity bleibt zentrales Handlungsfeld
Mit der zunehmenden Vernetzung von Produktionsanlagen, Fahrzeugen und industriellen Systemen wachsen die Anforderungen an die IT-Sicherheit. Allerdings sehen sich lediglich 41 Prozent der Befragten gut oder sehr gut auf Cyberangriffe vorbereitet. Beim dringendsten technologischen Handlungsbedarf steht Cybersecurity und IT-Sicherheit mit 16 Prozent an erster Stelle. Dahinter folgen Kompetenzen und Fachkräfte für KI und Digitalisierung (15 Prozent) sowie die Modernisierung der IT- und Dateninfrastruktur (13 Prozent).
Die Ergebnisse zeigen: Neben Investitionen in neue Technologien müssen Unternehmen auch ihre Sicherheitskonzepte, Infrastrukturen und Kompetenzen weiterentwickeln.
Electronica zeigt das Zusammenspiel der Technologien
Die Elektronikindustrie liefert die technologische Grundlage für intelligente, sichere und energieeffiziente Systeme – von Halbleitern und Sensorik über Embedded- und Edge-Technologien bis hin zu sicherer Vernetzung. Wie diese Technologien zusammenspielen und sich in industrielle Anwendungen überführen lassen, zeigt die Electronica vom 10. bis 13. November 2026 in München. Die Weltleitmesse der Elektronik bringt Entwickler, Technologieanbieter und industrielle Anwender entlang der gesamten Elektronik-Wertschöpfungskette zusammen. Cyber-Resilienz zählt zu den Fokusthemen der Messe und steht unter anderem beim Cyber-Security-Forum am Vormittag des 10. November im Mittelpunkt.