In der industriellen Qualitätssicherung steigen die Anforderungen spürbar: höhere Variantenvielfalt, engere Toleranzen und mehr Tempo in Produktion und Supply Chain lassen weniger Spielraum für Ausschuss, Nacharbeit und ungeplante Stillstände. Gleichzeitig stoßen klassische optische Prüfverfahren dort an Grenzen, wo Fehler nicht nur geometrisch, sondern material- oder prozessbedingt entstehen – etwa durch Kontaminationen, Mischungen oder verdeckte Strukturänderungen.
Neue Inspektionsansätze setzen deshalb auf ein Zusammenspiel aus erweiterten Sensordaten und intelligenter Auswertung. Wenn Prüfsysteme nicht nur „sehen“, sondern Materialeigenschaften differenzieren und Entscheidungen robust in Echtzeit treffen, wird Qualitätssicherung vom End-of-Line-Check zum prozessnahen Steuerungsinstrument – mit direktem Einfluss auf Stabilität, Ausbeute und Skalierbarkeit.
Hyperspektrale KI-Inspektion: Chemie, Kontaminationen und Defekte in Echtzeit erkennen
Die industrielle Qualitätssicherung steht vor einem Paradigmenwechsel: Künstliche Intelligenz trifft auf hyperspektrale Bildgebung. Der Vortrag zeigt, wie moderne KI-gestützte Inspektionssysteme weit über das menschliche Sehvermögen hinausgehen und chemische Zusammensetzungen, Verunreinigungen und verborgene Defekte in Echtzeit sichtbar machen. Anhand praxisnaher Use Cases aus Industrie, Lebensmittelproduktion, Elektronik und neuer Energie demonstriert Ralf Klädtke in seiner Tech-Session auf der INDUSTRY.forward EXPO am 19. Mai von 09:00 bis 09:30 Uhr, wie hyperspektrale KI Ausschuss reduziert, Prozesse stabilisiert und Wettbewerbsfähigkeit steigert. Der Fokus liegt auf dem konkreten industriellen Mehrwert – von der Inline-Inspektion bis zur skalierbaren KI-Infrastruktur.