Eine aktuelle Studie von Munich Strategy zeigt: Indien rückt für europäische Maschinen- und Anlagenbauer zunehmend in den Fokus – sowohl als Absatzmarkt als auch als Produktionsstandort. Angetrieben durch starkes Wirtschaftswachstum, umfangreiche staatliche Industrie- und Infrastrukturprogramme sowie eine wachsende industrielle Nachfrage entwickelt sich das Land zu einem der weltweit attraktivsten Wachstumsmärkte für den Maschinenbau.
Der nächste Wachstumsmarkt für Maschinen- und Anlagenbauer
Während europäische Maschinenbauer in ihren Kernmärkten mit steigenden Energie- und Produktionskosten, regulatorischer Komplexität und verhaltener Nachfrage konfrontiert sind, vereint Indien Marktgröße, Dynamik und langfristige Wachstumsperspektiven. Staatliche Initiativen wie „Make in India“, gezielte Förderprogramme für die industrielle Produktion sowie hohe Investitionen in Infrastruktur und Fertigungskapazitäten schaffen günstige Rahmenbedingungen für internationale Maschinenbauer.
Die Studienergebnisse basieren auf Marktanalysen, Experteninterviews sowie der Auswertung von Investitions- und Industrialisierungsprogrammen. Sie zeigen: Langfristiger Erfolg in Indien erfordert mehr als den reinen Export europäischer Maschinen. Entscheidend sind eine konsequente Lokalisierung von Produkten und Wertschöpfung, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen, der Aufbau lokaler Partnerschaften sowie eine nachhaltige Präsenz in Vertrieb, Service und perspektivisch auch in der Produktion.
„Indien ist kein kurzfristiger Absatzmarkt, sondern ein strategischer Zukunftsmarkt für den Maschinen- und Anlagenbau. Unternehmen, die frühzeitig investieren und ihre Geschäftsmodelle an lokale Anforderungen anpassen, können ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken“, so die Studienautoren. Indien ist dabei nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Produktions- und Beschaffungsstandort im Rahmen diversifizierter Lieferketten und sogenannter „China+1“-Strategien besonders attraktiv.