Lars Wörner ist Geschäftsbereichsleiter von Hy-Lok in Oyten. Nach dem BWL-Studium mit Schwerpunkt Informatik und über 20 Jahren Berufserfahrung im Bereich der Gas- und Fluidtechnik sieht er seine Aufgabe bei Hy Lok in der Transformation des Unternehmens vom Handel zum Systempartner für die Chemie- und Pharmaindustrie mit entsprechender Engineering- und Anlagenbaukompetenz.

Bild: Hy-Lok

Lars Wörner, Hy-Lok Vom Handel zum Partner für Engineering und Anlagenbau

17.11.2021

Mit Produktkenntnis und speziellem Wissen vom optimalen Aufbau automatisierter Prozesse entwickeln sich neue, spannende Geschäftsfelder jenseits des technischen Handels. Kunden profitieren heute von ganzheitlichen Systemlösungen für ihre Produktion.

Der aktuelle Markt – und damit auch das Geschäftsmodell von Hy-Lok – ist einem starken Wandel unterzogen. War Hy-Lok bisher fast reiner Lieferant von standardisierten Armaturen und Leitungssystemen für Gase und Flüssigkeiten für die Instrumentierung chemischer oder petrochemischer Analytik- und Produktionsprozesse, so tritt zunehmend prozessspezifisches Wissen und die Konstruktion als Dienstleistung in den Vordergrund. Industriekunden und Labore fragen nicht nur Produkt- und Material-Know-how ab, sondern erwarten zunehmend die passgenaue Individualisierung technischer Komponenten für ihren Produktions- oder Analyseprozess bis hin zum Engineering kompletter chemischer Produktionsanlagen. Eine Aufgabe, die bisher von spezialisierten Ingenieurbüros oder dem konzerneigenen Engineering ausgeführt wurde.

Es ist naheliegend, das Wissen eines spezialisierten Technologiepartners wie Hy-Lok zu nutzen, der sich mit dem chemischen und physikalischen Verhalten von Medien und Materialien bestens auskennt, in der Praxis täglich mit verschiedensten Anlagenkonstruktionen arbeitet und die technisch und wirtschaftlich sinnvollen Lösungen kennt. Unsere Auftraggeber schätzen das Wissen unserer Ingenieure, weil wir mit einer Konstruktion häufig verschiedene Ziele erreichen können. Setzen wir beispielsweise einen simplen Vordruckregler oder ein Inertisierungsmodul zur Druckbegrenzung vor ein notwendiges Sicherheitsventil, kann das Auslösen der Sicherheitseinrichtung und das Herunterfahren der Produktion und der damit verbundene Materialverlust in vielen Fällen vermieden und die Anlagenverfügbarkeit gesteigert werden.

Ein weiterer Treiber der Veränderung ist der Trend zur Digitalisierung in automatisierten Prozessen. Neben dem fachlichen Know-how in der Prozessautomatisierung sind zunehmend smarte Anwendungen zur Steigerung der Anlagenproduktivität oder zur Vermeidung ungeplanter Anlagenausfälle durch vorbeugende Instandhaltung von Komponenten gefragt. Die elektronische Sensorik und Vernetzung trägt auch zur Sicherheit komplexer moderner chemischer Anlagen bei und eröffnet hinaus Optionen zur Nutzung der verfügbaren Daten beispielsweise für die Prozessdatenanalyse. Mit Ihr kann durch Energie- oder Materialeinsparungen die Anlagenproduktivität deutlich gesteigert werden, im Fall von Normabweichungen im Produktionsprozess oder in der Qualität des Endprodukts kann die Ursache schneller ermittelt und reagiert werden.

Sowohl auf den Trend zu individuellem Engineering als auch auf die Digitalisierung haben wir bei Hy-Lok Antworten gefunden und umgesetzt. Während wir für die Entwicklung smarter Produkte mit technischen Universitäten Lösungen erarbeiten, haben wir zur Erbringung wissensorientierter Dienstleistungen völlig neue Geschäftsfelder mit den zugehörigen Investments in Personal und Infrastruktur entwickelt. Heute konzeptionieren wir komplette Baugruppen und Anlagen, fertigen sie schlüsselfertig in unserem Betrieb in Oyten und integrieren sie in den Produktionsprozess.

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