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TÜV-Check für Gebäude Ist mein Gebäude für eine PV-Dachanlage geeignet?

TÜV SÜD

Beim PV-Dachcheck werden Dachabdichtung und -konstruktion auf die Eignung einer PV-Montage überprüft.

Bild: Steinlein Werbeagentur
01.03.2023

Wenn Dächer von Industriegebäuden und Wohnanlagen Schäden aufweisen oder nicht für zusätzliches Gewicht ausgelegt sind, kann eine Montage von Solaranlagen zu hohen Kosten führen. Der TÜV Süd bietet deshalb einen PV-Dachcheck an. Mit ihm lässt sich feststellen, ob Dachflächen für PV-Anlagen geeignet sind und ob diese die Anforderungen für eine Abnahme erfüllen.

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Photovoltaikanlagen werden häufig auf bestehenden Dächern von Industriegebäuden oder größeren Wohnanlagen errichtet. „Die Investition in eine PV-Dachanlage rechnet sich für den Betreiber in der Regel erst nach vielen Jahren“, sagt Andreas Dolipski vom Geschäftsfeld Bautechnik bei TÜV Stüd Industrie Service. „Wenn zusätzliche Kosten durch Nachbesserungen entstehen, bleibt die Rentabilität möglicherweise ganz auf der Strecke.“

Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn vorhandene Mängel der Dachkonstruktion übersehen wurden und für eine Erneuerung von Dachbauteilen die PV-Anlage zurückgebaut werden muss. Auch wenn während der Montage der PV-Anlage beispielsweise die Dachabdichtung beschädigt wird, kann der Fehler unter der flächigen Konstruktion nur schwer aufgespürt und ohne einen teilweisen oder kompletten Rückbau der Anlage in der Regel nicht repariert werden. Um solche teuren Nachbesserungen zu vermeiden, hat TÜV Süd den PV-Dachcheck entwickelt.

Risiken im Vorhinein prüfen

Beim Dachcheck stellen Bautechnik-Experten vom TÜV Süd im Vorfeld fest, ob sich Dachflächen überhaupt für die Montage einer PV-Anlage eignen und ob eine neu installierte Anlage die Anforderungen für eine Abnahme erfüllt. Sie überprüfen, ob die Dachkonstruktion für die zusätzliche Last ausgelegt ist und wie die Lastabtragung und die Aufstellung beziehungsweise Befestigung der Module auf der Dachfläche funktioniert. Zudem werden Restlebensdauer der Tragkonstruktion und der Dachabdichtung bewertet, damit nicht schon kurz nach Inbetriebnahme der PV-Anlage notwendige Instandhaltungsmaßnahmen am Dach durchgeführt werden müssen.

„In unserem Bericht weisen wir auf Details und Risiken hin, die vor der Montage geklärt beziehungsweise abgestellt werden sollten“, erklärt Dolipski. Nach der Montage überprüfen die Experten, ob die baulichen Erfordernisse eingehalten wurden und ob durch die Montage möglicherweise Schäden an der Tragkonstruktion oder der Dachabdichtung entstanden sind. Ist das der Fall, erstellen sie ein entsprechendes Schadensgutachten. Das soll die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen erleichtern.

Dolipski ist überzeugt: „Mit unserem PV-Dachcheck sorgen wir dafür, dass aus einer guten Investition keine kostenintensive Baustelle und kein nervenaufreibender Streitfall wird – und dass sich eine PV-Anlage für den Betreiber auch wirklich rechnet.“

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