Sven Wischnewski ist Geschäftsführer von Siko. Er leitet das im Besitz der Familie Wandres befindliche Unternehmen seit 2014. Besonders wichtig ist ihm dabei, den von der Gründerfamilie geprägten innovativen Geist und das familiäre Umfeld stetig weiterzuentwickeln.

Bild: Siko

Kommentar Immer die passende Lösung

28.10.2019

Kompakte Sensoriklösungen, applikationsspezifisch entwickelt, schnell und effizient in Großserienqualität verfügbar: Dies sind Anforderungen, denen man im heutigen Automatisierungsumfeld begegnen muss. Wir zeigen auf, wie dies als Mittelständler erfolgreich umgesetzt wird.

Sven Wischnewski war mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2019/2020 als Macher der Automation vertreten.

Die Wurzeln von Siko liegen in der Entwicklung mechanischer Positionsanzeigen zur Spindelpositionierung. Bereits seit 1963 entwickelt Siko Geräte zur Mess- und Positioniertechnik, anfangs rein mechanisch, seit den 1980er Jahren auch als elektronische Weg-, Winkel- und Geschwindigkeitssensorik für vielfältige Applikationen im Maschinenbau.

Bereits bei den ersten mechanischen Positionsanzeigen lag die Herausforderung darin, die Geräte auf die jeweilige Applikation anzupassen. Die clevere Gestaltung der Geräte als konfigurierbare Variantenartikel ermöglichte es schon damals, eine kundenspezifische Ausführung, ab der Stückzahl 1, schnell und flexibel zu realisieren. So wird die mechanisch-digitale Spindelpositionsanzeige DA09S bis heute in über 10.000 verschiedenen Varianten zu Konditionen der Großserienfertigung hergestellt.

Neuer Fokus: Kompetenzen weiter entwickeln

Mit dem stärkeren Fokus auf elektronische Produkte und magnetischer Weg- und Winkelmesstechnik stellte sich in den 1990er-Jahren die Frage, wie man diese Kompetenz bei einem über mehrere Technologiefelder gestrecktem Produktportfolio beibehalten und ausbauen kann. Anfangs erfolgte dies in Form einer strategischen Fokussierung der jeweiligen Produktbereiche im Sinne von Business Units.

Insbesondere im Produktbereich MagLine wurde dies in den vergangenen zehn Jahren durch die Etablierung eines eigenständigen Entwicklungs- und Produktionsstandorts in der Schweiz konsequent weiterentwickelt. Entstanden ist ein Kompetenzzentrum für magnetische Mess­technik, das mit kurzen Entscheidungswegen und hoher Eigenverantwortung in der Lage ist, schnell und kompetent auf kundenspezifische Anfragen zu reagieren.

Je nach Projektumfang können applikationsspezifische Lösungen als Variantenartikel oder in Form eines kundenspezifischen OEM-Produkts kurzfristig realisiert werden. Unsere Kunden nehmen uns dadurch als flexiblen und kompetenten Lösungsanbieter war, der kompakte und passgenaue Weg- und Winkelmesstechnik auf magnetischer Basis schnell und effizient für die Praxis realisiert.

Neue Standorte für die Zukunft

Im Jahr 2017 kristallisierte sich heraus, dass dem erfolgreichen Unternehmenswachstum mit einem Erweiterungsbau Rechnung getragen werden muss. Für mich war dies der Zeitpunkt, das erfolgreiche Konzept der technologiefokussierten Kompetenzzentren weiter auszubauen. Nach intensiver Bewertung verfügbarer Standorte stand letzten Endes die Entscheidung, ein neues Werk in Bad Krozingen zu bauen fest und eine weitere Technologiefokussierung vorzunehmen.

Nach Fertigstellung zum Jahreswechsel 2019/2020 wird Siko dann über drei Technologiezentren für die Kompetenzfelder mechanische Positionsanzeigen, elektronische Mess- und Antriebstechnik sowie magnetische Messtechnik verfügen.

Jeder der Technologiestandorte wird dann in seinem Bereich eigenverantwortlich in der Lage sein, kompakte und applikationsspezifisch optimierte Sensoriklösungen schnell und effizient für unsere Kunden im stationären und mobilen Maschinenbau zu realisieren.

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