Schneller Austausch

PFAS-geprüfte Gewindemutter für moderne Maschinen

igus SE & Co. KG

Die neue Universalflansch-Gewindemutter ist PFAS- und PTFE-frei und 1:1 austauschbar dank flexiblem Lochmuster.

Bild: Igus
26.01.2026

Wollen Konstrukteure die Gewindemuttern von Spindeltrieben durch PFAS-geprüfte Alternativen ersetzen, stehen viele vor einem Dilemma: Es gibt kaum Varianten, die frei von der umstrittenen Chemikalie sind, sodass teure Anpassungen vonnöten wären. Igus ändert das mit einer neuen PTFE-freien und PFAS-geprüften Universalflansch-Gewindemutter aus iglidur Hochleistungskunststoff. Sie erlaubt eine schnelle 1:1-Umstellung und verspricht mit Hilfe eines speziellen Gewindegeometrie eine überdurchschnittlich lange Lebensdauer.

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Ein Konstrukteur einer Verpackungsmaschine hat eine neue Aufgabe bekommen: Er soll alle Kunststoffbauteile durch Varianten ersetzen, die auf die Chemikaliengruppe PFAS verzichten. Denn diese könnten in Zukunft strenger reguliert werden, da sie eine potenzielle Belastung für Mensch und Natur darstellen. Der Umstieg soll proaktiv für zukünftige Rechtssicherheit sorgen. Doch der Teufel steckt im Detail. Für die kleinen Kunststoffmuttern eines Gewindetriebs findet der Konstrukteur keine Alternative. Auf dem Markt gibt es kaum PFAS-geprüfte Gewindetriebe. Und die wenigen Verfügbaren haben einen Flansch mit abweichenden Anschlussmaßen für die Mutternaufnahme.

„Um dieses Dilemma zu lösen, haben wir eine Universalflansch-Gewindemutter entwickelt, die PTFE-frei ist und auf die 96 kritischsten PFAS-Verbindungen geprüft wurde“, sagt Thorben Hendricks, Leiter dryspin Gewindetechnik bei Igus. „Das Spritzgussbauteil verfügt über ein flexibles Lochmuster mit geschlossenen und offenen Bohrungen, das einen schnellen 1:1-Austausch ermöglicht, ohne konstruktionstechnische Anpassungen.“ Erhältlich ist die Universalflansch-Gewindemutter der Serie dryspin ab sofort mit den Gewindedurchmessern 6,35, 8 und 10 mm.

Spezielle Gewindegeometrie sorgt für längere Lebensdauer

Eine weitere Besonderheit ist die Flexibilität der Gewinde: Igus fertigt zunächst Rohlinge der Universalflansch-Gewindemuttern im Spritzgussverfahren aus einem Material namens iglidur JPF. In diese Rohlinge lassen sich nach Kundenwunsch unterschiedliche Gewindetypen einbringen. „Zunehmender Beliebtheit in der Branche erfreut sich dabei unser patentiertes dryspin Gewinde“, erklärt Hendricks.

Der Grund: Im Gegensatz zu klassischen Gleitgewinden, bei dem Spindel und Mutter symmetrische Profile haben, sind bei dryspin die Gewindezähne der Mutter bis zu Faktor 1,3 vergrößert. „Dank der Asymmetrie konnten wir die Lebensdauer im Vergleich zu klassischen Trapezgewinden um rund 30 Prozent erhöhen, wie Tests im hauseigenen Labor gezeigt haben”, betont Hendricks.

Keine PTFE-Beschichtung der Spindel mehr erforderlich

Die neuen Universalflansch-Gewindemuttern ermöglichen zudem einen Trockenlauf. In das Material iglidur JPF sind mikroskopisch kleine Festschmierstoffe integriert, welche den Werkstoff gleitfähig machen. Der Vorteil: Es ist keine externe Schmierung mehr erforderlich. Das senkt den Wartungsaufwand und die Schmutzanfälligkeit des Systems.

„Ein weiterer Vorteil des reibungsarmen Trockenlaufs ist, dass auch die Spindeln keine Gleitbeschichtungen aus PTFE mehr benötigen. So erhalten unsere Kunden komplette, PTFE-freie und PFAS-geprüfte Systemlösungen“, so Hendricks.

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