Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH

Dirk Villé ist Geschäftsführer von Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik in Essen. Er ist seit 1994 bei Atlas Copco, war Manager des globalen Entwicklungszentrums in Indien, Produktmanager in Belgien, Geschäftsbereichsleiter und Geschäftsführer in Südafrika, Österreich, Slowenien, Bosnien und Herzegowina sowie zuletzt in Großbritannien und Irland.

Bild: Atlas Copco

Kommentar von Dirk Villé, Atlas Copco Nur wer wagt, gewinnt!

15.10.2019

Intelligente Produktionsverfahren versprechen, gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten, entscheidende Wettbewerbsvorteile. Aus diesem Grund sollten vor allem kleine und mittlere Unternehmen frühzeitig in clevere Technologien investieren. Denn wer jetzt zögert, hat vielleicht schon verloren.

[]
Sponsored Content

Dirk Villé war mit diesem Beitrag im P&A-Kompendium 2019/2020 als einer von 100 Machern der Prozessindustrie vertreten.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erwartet durch Industrie 4.0 ein zusätzliches volkswirtschaftliches Wachstum in dreistelliger Milliardenhöhe – allein bis zum Jahr 2020. Vor allem kleinen und mittleren Unternehmen böten sich durch intelligente, digitale Produktionsverfahren große Chancen, heißt es von Seiten des Ministeriums. Das sehe ich auch so; man muss sie aber auch nutzen!

Denn nur wer wagt, gewinnt. Die globalen Unsicherheiten werden sich legen. Wer jetzt investiert, sichert sich Wettbewerbsvorteile. Und wer nicht handelt, könnte in den nächsten Jahren seine Wettbewerbsfähigkeit verlieren, wenn zum Beispiel Marktbegleiter die Losgröße 1 zum Preis von Serienprodukten herstellen können und man selbst noch in alten Abläufen gefangen ist und teure Rüstzeiten in Kauf nehmen muss.

Entscheidene Hinweise in Echtzeit

Schnell reagieren zu können, wird auch bei der Druckluftversorgung immer wichtiger. Ein Beispiel aus dem letzten Sommer: Durch die anhaltende Hitze ist in vielen Kompressorstationen die Umgebungstemperatur zu stark gestiegen. Wer so etwas nicht mitbekommt, riskiert einen Produktionsausfall. Idealerweise ist man immer und überall über seine Anlagen und Prozesse informiert und erkennt alle Fehler rechtzeitig – noch bevor sie auftreten.

Mit zentralen Steuerungen sind wir zum Beispiel in der Lage, die Betriebszustände und alle wichtigen Parameter von Kompressorstationen zu erfassen und online zu übermitteln. Wenn unsere Kunden es zulassen, können wir ihnen proaktiv und quasi in Echtzeit die entscheidenden Hinweise geben, damit vor Ort jemand frühzeitig regulierend eingreifen kann, bevor echte Probleme entstehen. Oder einer unserer Techniker kommt selbst vorbei und schaut nach dem Rechten, wenn es so mit uns vereinbart ist.

In beiden Fällen ist das Ergebnis, dass die Druckluftversorgung ohne ungeplante Unterbrechungen verfügbar bleibt! Die Daten werden visuell so aufbereitet, dass der Kunde selbst sehr einfach den Zustand seiner Druckluftanlage im Blick behalten kann – am PC, Tablet oder über das Smartphone. Auch für das Energiemanagement können die Daten genutzt werden.

Wettbewerbsfähig bleiben

Natürlich können Anwender die Datenübertragung auch ablehnen. Aber immer mehr unserer Kunden sehen die zahlreichen Vorteile und möchten davon profitieren. Denn sie reduzieren damit das Risiko eines ungeplanten Produktionsstillstands und erhöhen gleichzeitig die Chancen, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Wer jetzt zögert, hat vielleicht schon verloren!

Verwandte Artikel