Volker Spanier, Head of Robotic Solutions von Epson in EMEAR, studierte an der Fachhochschule Niederrhein Automatisierungstechnik. Der Diplom­ingenieur arbeitete danach zuerst bei der Volkmann GmbH in der Konstruktion und dann als Vertriebsingenieur beim Ingenieurbüro Köhler. 1995 wechselte Spanier dann zu Epson – in den Jahren bis 2004 als Manager Sales.

Bild: Epson

New Business Models Mehr Chancen für Automatisierung in Europa

01.10.2020

Eine starke Triebfeder der fortschreitenden Automatisierung von Produktionsstätten in Europa sind die Automobilhersteller und alle mit ihnen verbundenen Branchen, beispielsweise die Teilelieferanten. Daher wirken sich alle Veränderungen bei den Herstellern sofort auf die Zulieferer aus.

Volker Spanier ist mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2020 als einer von 100 Machern der Automation vertreten. Alle Beiträge des A&D-Kompendiums finden Sie in unserer Rubrik Menschen .

Zeichnete sich der Automobilmarkt schon in der Vergangenheit durch eine hohe Volatilität aus, wurden etwaige Marktschwankungen der letzten 10 Jahren aber durch ein generell starkes Wachstum ausgeglichen. 2019 entwickelte sich der weltweite Automarkt jedoch nur noch verhalten.

So waren die Verkäufe bei den Verbrennern insgesamt nur schwach oder rückläufig. Ein Grund für diese Entwicklung sind steigende Anforderungen der Kunden nach neuen, umweltfreundlichen und dennoch leistungsfähigeren Fahrzeugen. E-Mobilität erfordert jedoch vielfach andere Komponenten als traditionell motorisierte Autos und damit auch andere Produktionslinien.

Eine Folge dieses Umstandes ist die speziell bei größeren Zulieferern zu beobachtende Tendenz, Produktionsmittel nachzufragen, die eine höhere Flexibilität ermöglichen. Es werden zunehmend Lösungen gesucht, die sowohl kostengünstig sind als auch einfach und schnell auf neue Montageprozesse angepasst werden können.

Idealerweise rechnen sie sich auch schon bei kleinen oder sehr kleinen Auflagen. Die aktuelle Lage durch Corona sowie der nahende Brexit, der aber aufgrund anderer Einflüsse bei vielen nur noch eine untergeordnete Rolle in der Planung spielt, verstärkt diesen Druck weiter.

Kleinere Betriebe versäumen Chance

Diese Suche nach höherer Wettbewerbsfähigkeit mit flexibleren Maschinen wird aber nicht von allen Unternehmen gleichstark angegangen. Besonders kleinere Betriebe versäumen eine Chance, wenn sie beim Thema Automatisierung zögern.

Die Hauptgründe, warum nicht auch hier investiert wird, sind: die Furcht vor unkalkulierbaren Kosten, der Mangel kompatibler Schnittstellen, mangelndes Know-how innerhalb der Firmen, vermeintliches Fehlen passender Automatisierungslösungen sowie Bedenken, neue hoch qualifizierte Arbeitskräfte einstellen zu müssen.

Mehr Wettbewerbsfähigkeit durch höhere Flexibilität

Dabei sind viele dieser Befürchtungen unbegründet. Epson entwickelt seine Produkte auf die Bedürfnisse der Unternehmen in Europa hin – gleich welcher Größe. Neben den Umweltvorteilen aufgrund kurzer Lieferwege liegen weitere Vorteile der Epson Lösungen in geringen Investitionen, einfacher Implementierung und hoher Zuverlässigkeit.

Zusätzlich arbeiten wir weltweit mit Partnerunternehmen zusammen, um unseren Kunden nicht nur fortschrittliche Lösungen anzubieten, sondern auch Hilfestellung bei deren Aufbau zu geben. Wir sind zuversichtlich, dass Firmen in Europa dank leistungsfähiger Automatisierungslösungen sehr wettbewerbsfähig sind und es daher in Zukunft dank moderner Robotertechnologie auch in Zukunft effiziente, flexible Produktionsstätten geben wird.

Automatisierung ist der Königsweg zu lokaler, umweltfreundlicher Produktion in Europa – dieses Ziel haben wir bei unserer täglichen Arbeit vor Augen.

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