HARTER GmbH

Das Unternehmen mit seinen aktuell 60 Mitarbeitern befindet sich nach wie vor in Familienbesitz – mit den Inhabern Ursula Harter und Reinhold Specht. Ursula Harter, Frau des 1998 verstorbenen Roland Harter, ist als Prokuristin tätig, während ihr Schwager Reinhold Specht gleichzeitig als Geschäftsführer fungiert. Unterstützt wird er dabei durch Norbert Feßler, der 2014 zum weiteren Geschäftsführer ernannt wurde.

Bild: Harter

Harter feiert Firmenjubiläum 25 Jahre Trocknungsanlagenbau

15.12.2016

Trocknungsprozesse wirtschaftlich machen - das war der Grundgedanke von Roland Harter 1991 beim Gründen des gleichnamigen Unternehmens, das inzwischen über 1000 Trocknungsanlagen weltweit installiert hat.

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Zum Zeitpunkt der Gründung von Harter Oberflächen- und Umwelttechnik hatte Roland Harter das Ziel, industrielle Schlämme als Abfallprodukt aus Fertigungsprozessen zu trocknen - mit einem damals neuartigen Ansatz.

Trocknung bei niedrigen Temperaturen und extrem trockener Luft im geschlossenen System machte seinen Ansatz aus. In kreativer Zusammenarbeit mit Harters Schwager Reinhold Specht wurde sie in die Praxis umgesetzt. Die Jungunternehmer Harter und Specht stießen mit ihrer Schlammtrocknungstechnik auf dem Markt auf großes Interesse.

Es geht immer trockener

Zum Zeitpunkt der ersten Expansion hatte sich das Harter-Team unter der technischen Führung von Reinhold Specht daran gemacht, das Trocknungsverfahren für den Einsatz in Produktionsprozessen weiterzuentwickeln. Spielte bei der Schlammtrocknung die Trocknungszeit bisher eine geringe Rolle, so wurde sie nun für den Einsatz in einem Fertigungsprozess zu einem der ausschlaggebenden Kriterien.

So brachte Harter 1995 das Airgenex-Trocknungsverfahren auf den Markt. 1996 wurden die ersten Gestelltrockner im Bereich der Oberflächentechnik umgesetzt.

Ein weiterer Meilenstein war die Realisierung der Trommeltrocknung 1999. Im gleichen Jahr wurden Lackierbetriebe auf die schonende Harter-Trocknung aufmerksam. So kam 1999 auch der erste Lacktrockner zum Einsatz. Von Beginn an hatte Harter Vertrieb, Konstruktion, Kältetechnik sowie den Modulbau der Airgenex-Aggregate als auch einen Kundendienst unter seinem Dach.

Expansion auf allen Ebenen

Über die Jahre wuchs das Allgäuer Unternehmen und bezog im Jahr 2001 die jetzigen Firmengebäude in Stiefenhofen. Die Konstruktionsarbeit gewann in dieser Zeit immer mehr an Bedeutung. So wurde die CAD-Konstruktions ins Haus integriert.

Im Jahr 2004 richtete Harter seine eigene Metallabteilung ein, um den bisher ausgelagerten Edelstahlbau selbst auszuführen.

Ein weiteres Ziel war die hauseigene Herstellung von Kunststofftrocknern, deren Nachfrage in der Oberflächentechnik und vor allem in der Schweizer Uhrenindustrie zusehends stieg. 2006 wurde auch diese Abteilung bei Harter eröffnet.

Nach einer weiteren Erweiterung 2012 führt Harter nun verschiedene Fachabteilungen unter einem Dach: Vertrieb & Beratung, F&E, Engineering und Konstruktion sowie seine Fertigungsabteilungen – Kälteanlagenbau, Kunststoffanlagenbau, Metallverarbeitung, Steuerungsbau und Klimatechnik. Der After-Sales-Service rundet das Leistungsspektrum ab.

Trocknung in Food und Pharma

Während dieser ganzen Zeit veränderte sich auch der Absatzmarkt des Trocknungsanlagenbauers.

Nachdem auch die Pharmaindustrie ihr Interesse am diesem Trocknungsverfahren, ging Harter 2009 auf Entwicklungskurs und adaptierte seine Anlagentechnik für den Einsatz in der Pharmaindustrie.

Zudem häuften sich um den Einbruch 2009 Anfragen aus der Lebensmitteindustrie. Es stellte sich heraus, dass Pharma und Food artverwandte Branchen mit ähnlichen Anforderungen sind, sodass die Trocknungstechnik von Harter für beide Branchen interessant ist.

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