Globaler Wettlauf um Automatisierung

Warum die Fertigungsindustrie ohne mehr Roboter nicht wettbewerbsfähig sein kann

Vention GmbH

Roboter sind in der Fertigungsindustrie entscheidend, weil sie Produktivität, Qualität und Liefersicherheit steigern und gleichzeitig dem strukturellen Fachkräftemangel dauerhaft entgegenwirken.

Bild: iStock, SweetBunFactory
05.02.2026

Von Nordamerika bis Europa ist das Ziel einheitlich klar: Die Produktion soll näher an den Heimatmarkt verlagert werden, um widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen. Ob für kleine Werkstätten oder globale Unternehmen – während Branchenführer versuchen, die heimische Produktion zu stärken, bleibt eine harte Realität bestehen: Um auf dem globalen Markt bestehen zu können, braucht die Industrie mehr als nur Fabriken. Sie benötigt einen deutlichen Sprung in der Roboterdichte.

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Während Länder wie die Vereinigten Staaten nach wie vor Produktionsriesen sind, werden sie derzeit im Wettlauf um die Automatisierung überholt. China, weltweit führend in der Produktionsleistung, hat seine Roboterdichte in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 26 Prozent pro Jahr gesteigert.

Die Daten zur Roboterdichte verdeutlichen eine wachsende Kluft bei den Investitionen:

  • Das Wachstumstief: Im gleichen Fünfjahreszeitraum stieg die Roboterdichte in den USA jährlich nur um 7 Prozent.

  • Aktueller Stand: Die USA liegen derzeit mit 295 Robotern pro 10.000 Beschäftigten weltweit auf Platz 10.

  • Der Maßstab: Weltweit führende Länder wie Deutschland und Japan halten eine Dichte von weit über 400 aufrecht und schützen so ihre Produktionsinfrastruktur trotz höherer Arbeitskosten.

Um diese Lücke zu schließen und mit der aktuellen Entwicklung der weltweit führenden Länder Schritt zu halten, müssten die USA ihre Roboterdichte in den nächsten fünf Jahren um etwa 38 Prozent pro Jahr steigern, was fast eine Million Roboter erfordern würde. Dieser Trend spiegelt eine allgemeine Herausforderung für die westlichen Volkswirtschaften wider: Wie kann die Automatisierung schnell genug vorangetrieben werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Die Herausforderung für KMU: Ein universeller Engpass

In der Praxis geht die eigentliche Hürde für die Automatisierung über den Kauf von Robotern hinaus. Automatisierung war in der Vergangenheit für den durchschnittlichen Betrieb zu komplex und zu teuer, um tatsächlich eingesetzt zu werden. Während die weltweit größten Hersteller seit Jahrzehnten auf Roboter setzen, sind 98 Prozent aller US-amerikanischen Hersteller kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Unabhängig von ihrer geografischen Lage stehen diese KMU vor denselben entscheidenden Hindernissen:

  • Der Arbeitskräftemangel: Rund 50 Prozent der Hersteller geben an, dass die Gewinnung und Bindung qualifizierter Arbeitskräfte ihre größte geschäftliche Herausforderung darstellt. Aktuelle Daten aus dem „State of the Automation Report“ zeigen, dass über 90 Prozent der Hersteller davon ausgehen, dass der Arbeitskräftemangel in den nächsten fünf Jahren anhalten oder sich sogar verschärfen wird.

  • Die Integrationslücke: Es mangelt an Systemintegratoren, die maßgeschneiderte Automatisierungslösungen für jeden kleinen Betrieb entwerfen und installieren können.

  • Komplexität und Risiko: Herkömmliche maßgeschneiderte Automatisierungslösungen sind oft mit monatelanger Programmierarbeit und hohen Vorlaufkosten verbunden, die viele KMU nicht rechtfertigen können.

Auf dem Weg zur plattformbasierten Automatisierung

Vention ist der Ansicht, dass sich das Bereitstellungsmodell ändern muss, damit die Automatisierung zum „großen Gleichmacher“ für die globale Fertigung werden kann. Der Markt erlebt derzeit einen Wandel hin zu einem stärker plattformbasierten Ansatz für die Automatisierung mit modularer Hardware in Kombination mit einfach zu implementierender Software.

Mit zunehmender Reife der Automatisierungsplattformen können Hersteller gebrauchsfertige Design- und Programmierbibliotheken nutzen, um die Einführung und Skalierung der Automatisierung zu beschleunigen. Der plattformbasierte Ansatz erleichtert auch die Produktisierung wiederholbarer Aufgaben in der Fertigung, wie zum Beispiel Kartonverpackung, Palettierung und Maschinenbeschickung.

Die Möglichkeit, Automatisierung über eine gemeinsame Automatisierungsplattform einzusetzen und zu skalieren, löst mehrere Probleme für KMU:

  • Finanzielle Rentabilität: Eine Amortisationszeit von weniger als einem Jahr ist der entscheidende Faktor für eine breite Akzeptanz.

  • Vereinfachte Technik: Weniger Bedarf an internen Automatisierungsexperten mit Hilfe von intuitiven und modularen Tools.

  • Globale Widerstandsfähigkeit: Hersteller können sich in volatilen Arbeits- und Beschaffungsmärkten behaupten.

Eine widerstandsfähige Zukunft

Die Zukunft der Fertigung wird von einer Synergie zwischen qualifizierten Arbeitskräften und kollaborativer Robotik geprägt sein. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigen Unternehmen eine Grundlage, die über einfache Kosteneinsparungen hinausgeht. Sie benötigen ein System, in dem Hardware, Software und physische KI zusammenarbeiten, um die Herausforderungen der nächsten Generation in Bezug auf Arbeitskräfte und Produktivität zu lösen.

Durch die Senkung der Eintrittsbarrieren hilft Vention Unternehmen dabei, über Kosteneinsparungen hinauszugehen und die technologische Grundlage zu schaffen, die erforderlich ist, um die regionale Fertigung für die nächste Generation wettbewerbsfähig und nachhaltig zu halten.

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