Obwohl moderne Messinfrastrukturen und automatisierte Schnittstellen längst bessere Möglichkeiten bieten, spielen CSV-Exporte und -Importe in vielen Unternehmen nach wie vor eine zentrale Rolle. Der Grund dafür sind komplexe und heterogene Infrastrukturen, die sich nicht so einfach vereinheitlichen lassen. Aus diesem Grund ist das CSV-Format oft die pragmatischste Alternative. Die Optenda-Energy-Monitor-Software, die eigentlich für die automatisierte Energiedatenerfassung und -auswertung entwickelt wurde, bietet deshalb einige Funktionalitäten, die den Umgang mit CSV-Daten (Comma-Separated Values) erleichtern.
CSV – kurz erklärt
Warum CSV genutzt wird: gemeinsame Sprache zwischen Systemen, wenn Schnittstellen fehlen
Wo es hakt: fehleranfällig, zeitaufwendig, weniger performant bei großen Datenmengen
Was der Energy Monitor dafür bietet: individuelle CSV‑Formate, manueller oder automatisierter CSV‑Import/-Export und REST‑API für Datenaustausch ohne Datei‑Uploads.
CSV im industriellen Energiemanagement
Alte Anlagen, fehlende Schnittstellen und unterschiedlichste Datenquellen machen CSV-Dateien zu einem zentralen Element im industriellen Energiemanagement, da sie ein robuster, systemunabhängiger und leicht verarbeitbarer Standard sind. Fast alle Energie-, Produktions- und Gebäudetechniksysteme können CSV importieren und/oder exportieren.
Deshalb dient das Format als gemeinsame Sprache zwischen Energiemessgeräten, Gebäudeleittechnik, Maschinen, Anlagen und weiteren Systemen, wenn es (noch) keine gemeinsame Schnittstelle gibt.
CSV als Übertragungsformat ist universell einsetzbar und einfach, aber auch:
fehleranfällig aufgrund unterschiedlicher Definitionen von Trennzeichen, Zeitformaten, Zeichenkodierungen et cetera
zeitaufwendig aufgrund manueller Prozesse
weniger performant bei der Verarbeitung großer Datenmengen
Dass die Datenübertragung via CSV hinsichtlich Effizienz und Qualität nicht mit einem automatisierten Energiedatenmanagement mithalten kann, steht außer Frage. Bei großen und kontinuierlichen Datenmengen, wie sie beispielsweise bei der Erfassung von Messwerten von Energiezählern anfallen, lohnt sich immer die direkte Anbindung an das Optenda-Energy-Monitor-System.
Für einmalige oder nur gelegentliche Datenübertragungen – zum Beispiel historische Energiedaten aus früheren Systemen – ist CSV meist immer noch der einfachste und pragmatischste Weg. Trotzdem empfiehlt es sich, zumindest zu prüfen, ob es ein passendes Kommunikationsprotokoll oder eine gemeinsame Schnittstelle für die automatisierte Übertragung gibt und ob sich der Einrichtungsaufwand dafür lohnt.
CSV‑Import und ‑Export: Funktionen und Einsatzfälle
Da der Import und Export von Daten via CSV für bestimmte Fälle auch für die Nutzer des Energy Monitors sehr relevant ist, sorgt und sorgte das Software-Entwicklungsteam von Optenda dafür, dass auch der Umgang mit CSV-Daten möglichst einfach ist. Der Anwenderkreis von Optenda nutzt CSV-Daten vor allem für den Import von Basisdaten, Zählstellenkonfigurationen, Energiepreisen, historischen Messdaten und CO2-Emissionsfaktoren sowie für den Export von Daten für individuelle Analysen und/oder die Weiterverarbeitung in anderen Systemen. Für das einfachere Handling von CSV-Daten bietet der Energy Monitor von Optenda unter anderem die folgenden Features: individuelle CSV-Formate, automatisierter CSV-Datenimport und -export sowie eine REST-API als Alternative für den Datenaustausch.
Individuelle CSV-Formate
Im Energy Monitor können Nutzer einmalig individuelle CSV-Formate definieren und so festlegen, welche Information in welcher Spalte steht. Beispielsweise können sie festlegen, dass der Zeitstempel in Spalte A und die Messwerte einzelner Zählstellen in den folgenden Spalten stehen. Das System interpretiert die Datei entsprechend der Konfiguration und ordnet die Daten automatisch zu. Das gleiche Prinzip funktioniert auch für den Datenexport. Dadurch können Nutzer die Daten flexibel für eigene Analysen, Berichte, Audits oder die Übergabe an externe Systeme nutzen.
Automatisierter CSV-Datenimport und -export
Sowohl der Import als auch der Export von Daten in CSV-Dateien können im Energy Monitor manuell ausgeführt oder vollständig automatisiert werden, etwa durch den regelmäßigen Import von CSV-Dateien von einem SFTP-Server. In Kombination mit den frei definierbaren CSV-Formaten ist der Integrationsaufwand sehr überschaubar: einmal konfigurieren, dauerhaft nutzen. Das minimiert vor allem Fehlerquellen und spart Zeit im Tagesgeschäft.
REST-API als Alternative für den Datenaustausch
Die REST-API ermöglicht einen automatisierten, stabilen und skalierbaren Datenaustausch mit dem Energy Monitor, der ohne manuelle Zwischenschritte wie Datei-Uploads auskommt. Im Gegensatz zu CSV-Dateien können Systeme über die API direkt Daten austauschen, was Fehler reduziert und eine Echtzeit-Synchronisation ermöglicht. Zudem ist sie besser erweiterbar und unterstützt eine klare Versionierung sowie eine sichere Zugriffskontrolle. APIs lassen sich problemlos in andere Software, Workflows oder Automatisierungsprozesse einbinden. CSV-Exporte/-Importe erfordern dagegen immer zusätzliche Prozessschritte und Tools.
Wann CSV reicht – und wann die direkte Anbindung zählt
In vielen Unternehmen ist CSV weiterhin die pragmatischste Alternative, wenn Anlagen alt sind, Schnittstellen fehlen und die Datenquellen heterogen bleiben. Bei großen und kontinuierlichen Datenmengen lohnt sich eine direkte Anbindung an das Optenda-Energy-Monitor-System, während CSV bei einmaligen oder gelegentlichen Übertragungen – etwa historischer Energiedaten – oft der einfachste Weg ist. Wo es passt, kann die REST-API den Datenaustausch ohne manuelle Zwischenschritte ermöglichen.