Peter Krause, Jahrgang 1964, studierte Maschinenbau und Produktionstechnik. 1992 startete der Ingenieur seine berufliche Laufbahn bei Wolftechnik. 2002 wurde er Gesellschafter und später alleiniger Geschäftsführer des Mittelständlers. Das Unternehmen entwickelt international geschätzte Filtersysteme, die in etlichen Branchen eingesetzt werden.

Bild: Wolftechnik Filtersysteme

Peter Krause, Wolftechnik High End im Kundennutzen

17.11.2021

Moderne und innovative Filtersysteme zu entwickeln, die den maximalen Kundennutzen bieten – dies hat sich Wolftechnik zur Aufgabe gemacht. Durch die Kombination aktueller Entwicklungen entstehen High-End-Lösungen, die Prozesse wie die Fest-Flüssigtrennung bei Lebensmittelanwendungen revolutionieren.

Im Austausch mit unseren Kunden finden wir immer wieder Anwendungen und Gegebenheiten, die mit den gängigen Lösungskonzepten nicht optimal bedient werden können. Wenn das eine Sache ist, die wir häufiger vorfinden, werden wir aktiv. Suchen eine nachhaltige, langlebige, wirtschaftliche und umweltgerechte Lösung. Zehn Prozent unserer Engineering-Kapazität investieren wir in neue Produkte. Dabei ist uns wichtig, dass wir echte Neuheiten zum Nutzen des Kunden entwickeln. Nicht einfach etwas nachbauen oder gängigen Standards hinterherkonstruieren.

Wir haben ein junges Team. Dass sich Dinge ändern, ist für alle Normalität. Ganz besonders wenn es um IT und Digitalisierung geht. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenz, denken aber über den Tellerrand hinaus. Denn neben reiner Filtertechnik, also Auslegung des Druckbehälters und Auswahl des passenden Filterelements anhand der Prozessparameter wird die Integration in das Prozessumfeld der Anwendung immer wichtiger. Schnittstellen für Sensorik und Aktorik rund um den Filter werden notwendig zum Kommunizieren und Ansteuern. Dafür haben wir die Smarte Filterbox entwickelt. Eine sichere Cloud-Komponente ermöglicht einen ortsunabhängigen, sogar weltweiten Zugriff auf erfasste Daten. Reaktionen und Handlungen können abgeleitet und Aktionen ausgeführt werden. Entsprechend ausgestattet könnte eine künstliche Intelligenz zugeschaltet werden.

Ein anderes Beispiel ist die Herstellung viskoser Produkte im Lebensmittelbereich wie Zuckersirup, Gelatine, Marmelade und Schokolade. Hier werden bereits selbstreinigende Filter eingesetzt. Die Selbstreinigung bezieht sich aber auf den Filtrationsprozess ohne Aussage über die Reinigbarkeit des Filtergehäuses nach der Filtration. Noch immer muss zwischen zwei Produktansätzen aufwendig gereinigt und gespült werden.

Alle kennen den Satz: „Kann Reste von Nüssen enthalten!“ Eine kompromisslose Gestaltung der Prozesskomponenten im Hygienic Design nach den Richtlinien der European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG) kann das minimieren, reduzieren und im Optimalfall Restkontaminationen ganz ausschließen. Doch ist EHEDG auf dem europäischen Markt noch immer eine Ausnahme. Obgleich sich die Fachkreise hier einig sind. Die Vorteile von Hygienic-Design-Anlagen werden sich mittel- bis langfristig durchsetzen. Schließlich liegen die Vorzüge auf der Hand: Hygienestandards werden erfüllt, die Lebensmittelsicherheit garantiert, die Energieeffizienz erhöht, die Reinigungsabläufe vereinfacht und die Stillstandzeiten verringert. Diese Vorzüge wollen wir unseren Kunden mit unseren Filtern anbieten können. Weil es keinen selbstreinigenden Filter im EHEDG-Design auf dem Markt gab, haben wir diese Lücke geschlossen und die Neuentwicklung mit der Smarten Filterbox kombiniert. Entstanden ist das smartifizierte WTSRF-EHEDG selbstreinigende Filter. Das Neueste und Hochwertigste, was gerade in der Filtertechnikbranche im Bereich der Fest-Flüssigtrennung bei Lebensmittelanwendungen machbar ist.

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