Es war ein Abend voller Spannung, Applaus und vielen Momenten, in denen klar wurde: Die industrielle Zukunft ist keine ferne Vision. Sie findet bereits statt – in Produktionshallen, Entwicklungsabteilungen, Logistikprozessen und Unternehmen quer durch die Industrie.
Die FREDDIE-Champions 2026
Von generativen Bildmodellen über intelligente Assistenzsysteme bis zur KI-gestützten Fertigungsplanung: Die sechs Sieger-Cases zeigen, wie unterschiedlich Industrial AI aussehen kann – und wie konkret ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg bereits heute ist.
Und hier sind sie! Die Gewinner des FREDDIE – Der Industrial AI Award 2026!
Sieger der Kategorie „Customer Experience“
Dehn mit IMAG: Die KI-Lösung nutzt moderne generative Bildmodelle und effizientes Fine-Tuning, um visuelle Inhalte skalierbar, konsistent und nachhaltig zu erzeugen. So lassen sich aufwendige Fotoshootings, Reisen und physische Produktionen reduzieren oder vermeiden. Das Ergebnis: weniger Aufwand, geringere Kosten und eine kürzere Time-to-Market – auf Basis einer skalierbaren, datengetriebenen Content- und Visualisierungsplattform.
Sieger der Kategorie „Process Excellence“
GEA mit Diagram Genius: Mit Diagram Genius entwickelte GEA eine KI-Lösung zur Digitalisierung der Abwicklung industrieller Großprojekte im Bereich der Prozessindustrie. Die Lösung verarbeitet technische Dokumentationen automatisiert und erzielt in der Angebots- und Spezifikationsphase eine Zeitersparnis von mehr als 30 Prozent. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie KI nicht einfach einen weiteren digitalen Arbeitsschritt ergänzt, sondern einen bestehenden Prozess grundlegend leichter macht.
Sieger in der Kategorie „NextGen Industrial AI“
Uhlmann Pac-Systeme mit SmartAssist: Die intern genutzte, KI-gestützte Assistenzlösung unterstützt die Maschineneinrichtung in der pharmazeutischen Verpackung. Dafür greift sie auf historische Maschinen- und Projektdaten zurück, erfasst Wissen systematisch und macht es für das gesamte Team verfügbar. SmartAssist verbindet damit Technologie und Erfahrung: Wissen bleibt im Unternehmen, wird schneller zugänglich und unterstützt Mitarbeitende genau dort, wo es im industriellen Alltag gebraucht wird.
Sieger in der Kategorie „Sustainability by AI“
Phoenix Contact mit HyperStream Vision AI: HyperStream Vision AI von Phoenix Contact ermöglicht die vollständige Qualitätsprüfung fallender Kunststoff-Kleinstteile im Schüttgut. Synchronisierte Kameras erfassen die circa fünf bis zehn Millimeter kleinen Bauteile während des Falls. Leistungsfähige KI-Modelle erkennen die Schlechtteile und sortieren gezielt nur diese aus, statt Transportmittel mit wenigen fehlerhaften Teilen vollständig auszusondern. Das Stand-alone-System ermöglicht eine 100-Prozent-Prüfung bei Durchsätzen von mehr als 600 Teilen pro Minute. So werden Ressourcen geschont, manuelle Kontrollen ersetzt und Ausschuss reduziert.
Sieger in der Kategorie „Transformation Mindset“
Harting mit Digital Knowledge Twin und AI Belt Program: Um KI erfolgreich einzusetzen, geht es auch um Kompetenzen, Akzeptanz und die Frage, wie eine Organisation neue Möglichkeiten im Alltag tatsächlich nutzt. Harting verbindet dafür zwei Ansätze: Der Digital Knowledge Twin erfasst Expertenwissen strukturiert, sichert es langfristig und macht es global verfügbar. Das AI Belt Program befähigt Mitarbeitende weltweit, KI aktiv einzusetzen und eigene Lösungen zu entwickeln. So wird aus einem KI-Projekt ein Veränderungsprogramm mit Breitenwirkung. Wissen bleibt zugänglich, Suchzeiten sinken und Mitarbeitende werden zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern der digitalen Transformation.
Sieger in der Kategorie „Game Changer“
Vacom mit KI-gestützter Fertigungsplanung: Die KI-gestützte Fertigungsplanung von Vacom verbindet Produktionsaufträge, Materialverfügbarkeit und Intralogistik zu einem durchgängigen digitalen Regelkreis. Ein KI-Agent berechnet automatisch einen kapazitätsrealistischen Gesamtplan über alle Arbeitsplätze hinweg und stößt daraus unter anderem Materialdisposition, Reservierungen und fahrerlose Transporte an. Das Ergebnis: kürzere Durchlaufzeiten, mehr Transparenz und eine deutlich höhere Liefertreue.
Herzlichen Glückwunsch allen Siegerinnen und Siegern des FREDDIE – Der Industrial AI Award 2026!
Eine unabhängige Jury für starke Cases
Die interdisziplinäre Fachjury aus Prof. Dr. Julia C. Arlinghaus, Professorin für Logistik und Supply Chain Management an der Universität St. Gallen, Dirk Ramhorst, CIO und CTO, Philipp Knobelspies, Managing Director KI & Innovation bei UnternehmerTUM, Dr. Thomas Meier vom Munich Center for Machine Learning sowie Dr. Sonja Holl-Supra, Geschäftsführerin der Fraunhofer-Allianz Big Data und KI, prüfte alle Einreichungen.
In die Beurteilung flossen unter anderem der wirtschaftliche Nutzen, die technische Umsetzung, die Skalierbarkeit, der Innovationsgrad, die Nachhaltigkeit und die Relevanz für die produzierende Industrie ein.
Im Mittelpunkt standen nicht große Versprechen, sondern konkrete Wirkung: wirtschaftlicher Nutzen, technische Umsetzung, Skalierbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, Innovationsgrad, Nachhaltigkeit und Relevanz für die produzierende Industrie.
Ein Abend voller Einblicke und Austausch
Sechs Trophäen, sechs starke Cases – und ein Abend, an dem die produzierende Industrie ihre Zukunft selbst auf die Bühne brachte: Nach der feierlichen Verleihung war deshalb noch lange nicht Schluss. An den moderierten Sieger-Tables stellten sich die Gewinner den Fragen der Gäste und gaben tiefe Einblicke in ihre Projekte. So wurde FREDDIE zu dem, was den Award ausmacht: keine Show über eine abstrakte Zukunft, sondern ein Abend über konkrete Anwendungen, mutige Teams und messbaren Impact.
publish-industry und UnternehmerTUM gratulieren den sechs Gewinnern herzlich – und danken allen Einreichern, Nominees, der Jury, den Teilnehmern und den Partnern AMBER AI & Data Science Solutions, Dataciders, Lufthansa Industry Solutions und Soley.
FREDDIE kommt wieder!
Die nächste Chance auf die FREDDIE-Bühne gibt es 2027. Der dritte FREDDIE – Der Industrial AI Award wird am 20. Oktober 2027 in München verliehen. Einreichungen sind ab dem 1. April 2027 unter www.industrial-ai-award.de möglich. Hier finden Sie außerdem die FREDDIE Hall of Fame.
Wir dürfen gespannt sein. Die nächste Generation von KI-Champions der Industrie steht nämlich schon in den Startlöchern.