Produktionsplanung ist heute wesentlich komplexer als noch vor wenigen Jahren. Aufträge ändern sich kurzfristiger, Materialverfügbarkeiten schwanken, Fachkräfte sind rar und Maschinenkapazitäten müssen effizient genutzt werden. Und Kunden erwarten verlässliche Terminzusagen sowie kurze Durchlaufzeiten.
Klassische Planungsmethoden sind dabei schnell ausgereizt Je mehr Aufträge, Ressourcen und Vorgaben berücksichtigt werden müssen, desto schwieriger wird es, die optimale Ablauf-Reihenfolge zu finden. Planung wird dann häufig zur manuellen Kompromissentscheidung – mit hohem Zeitaufwand und begrenztem Einblick in Daten.
KI unterstützt bei komplexen Entscheidungen
Künstliche Intelligenz (KI) ist dafür die richtige Lösung. Sie analysiert Planungsdaten, bewertet Szenarien und findet passende Reihenfolgen inklusive Ressourcenzuordnungen – und zieht dazu Datenmengen heran, die unmöglich vom Menschen in realistischer Zeit verarbeitbar wären.
So lassen sich beispielsweise Rüstzeiten reduzieren, Engpässe frühzeitig erkennen und Kapazitäten besser auslasten. Auch bei kurzfristigen Änderungen hilft die KI-gestützte Planung, schneller realisierbare Alternativen zu finden. Der Effekt: verbesserte Reaktionsfähigkeit in der Fertigung und hohe Termintreue.
Von der Datenbasis zur besseren Planung
Das funktioniert aber nur mit einer verlässlichen Datenbasis. Maschinen, Aufträge, Materialien und Personalverfügbarkeiten müssen konsistent abgebildet sein. Je transparenter die Fertigungsdaten vorliegen, desto zuverlässiger können Planungsalgorithmen arbeiten.
Ein Advanced Planning and Scheduling Systeme (APS) verbindet diese Daten mit KI optimal. Dadurch entstehen Planungsvorschläge, die unterschiedliche Zielevorgaben berücksichtigen können, wie: kurze Durchlaufzeiten, hohe Termintreue, geringe Rüstaufwände oder eine gleichmäßige Ressourcenauslastung.
Mehr Transparenz für die Smart Factory
Die KI-gestützte Produktionsplanung ist damit ein weiterer Schritt in Richtung Smart Factory. Hersteller können nicht nur schneller planen, sondern haben auch die Auswirkungen ihrer Entscheidungen im Blick. Planungsverantwortliche sehen schneller, welche Konsequenzen Prioritätsänderungen haben und wo Risiken für Termine oder Kapazitäten entstehen.
Kevin Mahler, COO bei VACOM Vakuum Komponenten & Messtechnik nutzt das APS FEDRA von MPDV seit mehreren Jahren und erklärt: „Die KI kann die Masse an Informationen in der Fertigungsplanung viel besser abbilden als der Mensch. Bei uns im Unternehmen ist das unabdingbar – die KI ist unser wesentliches Element in diesem Zusammenhang.“