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Die EU will in eine riesige Rechenleitung investieren, um ihre Mitgliedsländer im Wettbewerb in der Digitalisierung zu stärken.

Bild: Pixabay

Internationaler Wettbewerb in der Digitalisierung EU will 1 Milliarde Euro für Supercomputer ausgeben

12.01.2018

Die Europäische Union plant, eine Milliarde Euro für Supercomputer auszugeben, um die Forschung zur Schaffung künstlicher Intelligenz und zur Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen. Unternehmen können sich an den Investitionen beteiligen.

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Die EU hat verkündet, etwa eine Milliarde Euro in Supercomputer zu investieren. Die EU wird sich letztlich darum bemühen, bis 2022 ein Exascale-System der nächsten Generation aufzubauen. Brüsseler Beamte sagten, dass Europa bei den Supercomputern „hinterherhinkt“, und stellten fest, dass keine der zehn leistungsstärksten Maschinen der Welt in der EU zu finden sei. Die Europäische Kommission schlägt vor, dass der Betrag für die Systeme im kommenden EU-Haushalt bereitgestellt wird. Außerdem sollen Mittel für die Entwicklung künftiger Computer bereitgestellt werden, sowie für die Infrastruktur zur Verschiebung von Daten zwischen den Mitgliedstaaten. Auch Unternehmen könnten sich beteiligen, so die Kommission.

EU ist nicht in der Top Ten

Der schnellste Supercomputer der Welt ist der Sunway TaihuLight, der sich in China befindet und über 10 Millionen Computerkerne besitzt. Die meisten Personal Desktop-Computer haben zwei bis acht Kerne. Von den Top-10-Supercomputern befinden sich die Top-2 in China, einer in der Schweiz, drei in Japan und vier in den USA. Der schnellste Supercomputer Europas befindet sich in Italien, der CINECA, während der zweitschnellste in Großbritannien liegt und zum Met Office gehört. Es ist die Nummer 15 der Weltrangliste, laut der Top500-Liste der Maschinen. Deutschland ist auf Platz 19. „Wir können nicht riskieren, bei diesen Computern von Drittländern abhängig zu sein“, meint Sigmar Gabriel dazu. Andrus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission für den digitalen Binnenmarkt, sagte am Donnerstag in Brüssel: „Supercomputer sind der Motor für die digitale Wirtschaft. Es ist ein hartes Rennen, und heute hinkt die EU hinterher: Wir haben keine Supercomputer in den Top Ten der Welt. Mit der EuroHPC-Initiative wollen wir europäischen Forschern und Unternehmen bis 2020 weltweit führende Supercomputer-Kapazitäten zur Verfügung stellen, um Technologien wie künstliche Intelligenz zu entwickeln und die alltäglichen Anwendungen der Zukunft in Bereichen wie Gesundheit, Sicherheit oder Technik zu entwickeln.“

Supercomputer helfen jedem einzelnen Bürger

Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, fügte hinzu: „Supercomputer sind in vielen Bereichen, die sich direkt auf das tägliche Leben der europäischen Bürger auswirken, bereits heute das Herzstück großer Fortschritte und Innovationen. Sie können uns helfen, eine personalisierte Medizin zu entwickeln, Energie zu sparen und den Klimawandel effizienter zu bekämpfen. Eine bessere europäische Supercomputing-Infrastruktur birgt ein großes Potenzial für die Schaffung von Arbeitsplätzen und ist ein Schlüsselfaktor für die Digitalisierung der Industrie und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft.“

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