Jauch freut sich besonders über diese Auszeichnung, denn sie würdigt die exzellente Entwicklungsarbeit eines interdisziplinären Batterieteams aus erfahrenen Entwicklungsingenieuren, Spezialisten für Elektronik und Sicherheitstechnik sowie einem promovierten Chemiker, das mit großer Ausdauer an dieser anspruchsvollen Technologie gearbeitet hat.
Störungsfreie Energieversorung eines Doppler-Ultraschallmodul
Die ausgezeichnete amagnetische Lithium-Polymer-Batterie kommt im diagnostischen System „smart sync“ des Hamburger Medizintechnikunternehmens Northh Medical zum Einsatz. Das Gerät wird während der Untersuchung direkt neben der Schwangeren in das MRT eingelegt.
Die Batterie ermöglicht die absolut störungsfreie Energieversorgung eines integrierten Doppler-Ultraschallmoduls, das den fetalen Herzschlag präzise erfasst und so deutlich klarere MRT-Aufnahmen des ungeborenen Herzens liefert. Da im MRT extrem starke Magnetfelder wirken, dürfen ausschließlich vollständig nicht-magnetische (amagnetische) Batterien verwendet werden – bereits geringste magnetische Anteile könnten Bauteile anziehen oder Messungen verfälschen: Die Entwicklung war entsprechend anspruchsvoll, da sämtliche Komponenten, Materialien und selbst die eingesetzten Fertigungs- und Schweißtechniken konsequent amagnetisch ausgeführt werden mussten.
Früherkennung von Herzfehlern
Während der Preisverleihung würdigte Professor Dr. Frank Kramer (HFU) die eingereichten hochinnovativen Technologien der verschiedenen Bewerber und hob bei Jauch insbesondere die soziale Relevanz der Erfindung hervor, für die Jauch den Sonderpreis des Innovationspreises verliehen bekam: Werdende Eltern gewinnen mehr Sicherheit, da potenzielle Herzfehler frühzeitig erkannt und lebenswichtige Behandlungs- oder OP-Maßnahmen bereits vor der Geburt geplant werden können.
In feierlichem Rahmen nahm der Schwenninger Mittelständler den Preis entgegen – ein bewegender Moment und eine große Anerkennung für alle, die zu diesem außergewöhnlichen Projekt beigetragen haben.