Große Bereicherung für die Medizintechnik und Pränataldiagnostik

Jauch erhält Sonderpreis für seine Entwicklungsstärke

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Arendt Gruben, rechts im Bild, und sein Stellvertreter Florian Klausmann, links, überreichen den Vertretern von Jauch Quartz den Sonderpreis des Innovationspreises für die amagnetische Lithium-Polymer-Batterie.

Bild: Jauch Quartz
04.02.2026

Am vergangenen Mittwoch wurde Jauch mit dem Sonderpreis im Rahmen des Innovationspreis der Sparkasse Schwarzwald-Baar, verliehen in Kooperation mit der Hochschule Furtwangen University (HFU), ausgezeichnet. Prämiert wurde die amagnetische Lithium-Polymer-Batterie von Jauch, die im MRT zur Früherkennung von Herzfehlern des Fötus im Mutterleib eingesetzt wird – eine Neuheit, die Medizintechnik und Pränataldiagnostik nachhaltig voranbringt.

Jauch freut sich besonders über diese Auszeichnung, denn sie würdigt die exzellente Entwicklungsarbeit eines interdisziplinären Batterieteams aus erfahrenen Entwicklungsingenieuren, Spezialisten für Elektronik und Sicherheitstechnik sowie einem promovierten Chemiker, das mit großer Ausdauer an dieser anspruchsvollen Technologie gearbeitet hat.

Störungsfreie Energieversorung eines Doppler-Ultraschallmodul

Die ausgezeichnete amagnetische Lithium-Polymer-Batterie kommt im diagnostischen System „smart sync“ des Hamburger Medizintechnikunternehmens Northh Medical zum Einsatz. Das Gerät wird während der Untersuchung direkt neben der Schwangeren in das MRT eingelegt.

Die Batterie ermöglicht die absolut störungsfreie Energieversorgung eines integrierten Doppler-Ultraschallmoduls, das den fetalen Herzschlag präzise erfasst und so deutlich klarere MRT-Aufnahmen des ungeborenen Herzens liefert. Da im MRT extrem starke Magnetfelder wirken, dürfen ausschließlich vollständig nicht-magnetische (amagnetische) Batterien verwendet werden – bereits geringste magnetische Anteile könnten Bauteile anziehen oder Messungen verfälschen: Die Entwicklung war entsprechend anspruchsvoll, da sämtliche Komponenten, Materialien und selbst die eingesetzten Fertigungs- und Schweißtechniken konsequent amagnetisch ausgeführt werden mussten.

Früherkennung von Herzfehlern

Während der Preisverleihung würdigte Professor Dr. Frank Kramer (HFU) die eingereichten hochinnovativen Technologien der verschiedenen Bewerber und hob bei Jauch insbesondere die soziale Relevanz der Erfindung hervor, für die Jauch den Sonderpreis des Innovationspreises verliehen bekam: Werdende Eltern gewinnen mehr Sicherheit, da potenzielle Herzfehler frühzeitig erkannt und lebenswichtige Behandlungs- oder OP-Maßnahmen bereits vor der Geburt geplant werden können.

In feierlichem Rahmen nahm der Schwenninger Mittelständler den Preis entgegen – ein bewegender Moment und eine große Anerkennung für alle, die zu diesem außergewöhnlichen Projekt beigetragen haben.

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