Bild: Krones; iStock, kazoka30

Optimierung durch Anlagenanalyse Essig in Hülle und Fülle produzieren

06.04.2018

Gleichzeitig mit der Leistungssteigerung einer Abfüllanlage von 11.000 auf 16.000 Behälter pro Stunde wollte ein niederländischer Essighersteller die Gesamtanlageneffektivität erhöhen. Gelungen ist dies mit einer umfassenden und individuellen Anlagenanalyse von Krones.

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In fünf seiner insgesamt acht Betriebsstätten verarbeitet die niederländische Burg Groep Essig. So auch im Werk Heerhugowaard, dem Hauptsitz des Herstellers. Dort installierte das Unternehmen 2010 eine weitere Anlage zur Abfüllung. Limitiert wurde die Kapazität dieser Linie, die aus Kosme- und Krones-Maschinen besteht, jedoch von Anfang an durch die bereits vorhandene Blasmaschine, die dann 2015 ersetzt wurde. Die Modernisierung der Anlage war nur ein Beitrag, um die Effizienz der Abfüllung zu erhöhen: „Denn die Gesamtanlageneffektivität (OEE) spielt in der Getränkeindustrie eine bedeutende Rolle. Sie steht für den Verfügbarkeits-, den Leistungs- und Qualitätsfaktor und somit stellvertretend für die Effizienz der gesamten Abfüllung und die Zukunftsfähigkeit des Betriebes“, erklärt der Betriebsleiter Martin van den Booren. Aus diesem Grund hatte die Burg Groep für diese Linie auch von Anfang an einen Wartungsvertrag mit Krones abgeschlossen, der pro Jahr eine einwöchige große und eine mehrtägige kleine Wartung beinhaltet. Ebenso ist eine Fernwartung vom Krones-Werk Neutraubling aus möglich.

Verbesserungen durch Anlagenanalyse

Der nächste Schritt, um die OEE zu erhöhen, war das Angebot von Krones, eine Anlagenanalyse durchzuführen. Dabei werden Maschinen, Anlagen sowie Produktions- und Ablaufprozesse unabhängig begutachtet, Optimierungspotentiale identifiziert und praxisorientierte Lösungsvorschläge in Form eines detaillierten Berichts aufgezeigt.

„Krones Niederlande machte uns auf die Möglichkeit der Anlagenanalyse aufmerksam und wir ließen die gesamte Essig-Abfüllanlage mit den Krones- und Kosme-Maschinen unter die Lupe nehmen“, berichtet Marc Wittenbernds, Koordinator Technischer Dienst. „Wir haben uns für eine Anlagenanalyse von Krones entschieden, weil wir im Zuge der Leistungserhöhung der Linie gleichzeitig auch die Stückkosten senken wollten“, ergänzt Produktionsleiter Tim Spooren.

Folgende Analysen wurden durchgeführt:

  • Bestandsaufnahme der aktuellen Maschinen;

  • Bestandsaufnahme der aktuellen Produktformate;

  • Bestandsaufnahme des Gesamtwirkungsgrades der Linie während des Analyse-Zeitraums;

  • Erfassen und Auswerten der Nenngeschwindigkeit beziehungsweise der eingestellten Geschwindigkeit der einzelnen Maschinen anhand eines V-Graphs in Hinblick auf eine mögliche Leistungserhöhung;

  • Identifizieren von Optimierungspotential durch Analyse des allgemeinen technischen Status sowie der Kontrollmechanismen in der Linie.

Noch im Laufe der Anlagenanalyse, die sich insgesamt über einen Zeitraum von einer Woche erstreckte, konnten die Krones-Experten durch das Parametrieren von Einstellungen im Touch-Screen beziehungsweise der Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) spürbare Verbesserungen erzielen. Auch haben sie festgestellt, dass es sinnvoll ist, eine neue Verpackungsmaschine mit Transporteuren einzubauen, um die Anlage mit der gewünschten Verpackung auf die geplante Leistung zu bringen.

Anstatt den vorhandenen Packer mit Transporteuren aufzurüsten, sollte besser eine neue Verpackungsmaschine mit mehr Möglichkeiten eingebaut werden. „Die beste Lösung war in unserem Fall eine neue Verpackungsanlage, die auch in unser Budget passte. Und das war die Verpackungsmaschine Variopac Pro mit Transporteuren“, so Produktionsleiter Tim Spooren. „Wir waren sehr zufrieden mit der Anlagenanalyse. Gerade dass man zum Basischeck auch individuelle und bedarfsgerechte Bausteine hinzufügen kann, erwies sich für uns als großer Vorteil. Die Krones-Spezialisten sind den ganzen Prozess durchgegangen, lösten Probleme wo möglich direkt, teilten uns mit, was wir selbst noch verbessern konnten und empfahlen eine speziell für uns geeignete Lösung“, erzählt Marc Wittenbrends, Koordinator Technischer Dienst.

Bildergalerie

  • Bei der Krones-Anlagenanalyse werden sowohl Anlagen- und Verfahrenstechnik als auch Wert- und Medienstrom übergreifend betrachtet.

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