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Nachhaltige Energieerzeugung Der Wald als Energiequelle

11.04.2018

Der Rohstoff Holz ist mit seinen zahlreichen Eigenschaften vielseitig einsetzbar und steckt voller Energie. Eine Nachhaltige Forstwirtschaft kann dafür sorgen, dass der Wald nicht nur Kohlenstoff speichert und Artenvielfalt bietet, sondern auch traditionell eine der wichtigsten Quellen Erneuerbarer Energien ist.

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Als Energielieferant erfreut sich Holz bei den Verbrauchern in Deutschland großer Beliebtheit und ist die wichtigste erneuerbare Wärmequelle. Trotzdem stagniert der Anteil Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Im Jahr 2017 war er mit einem Anteil von nur noch knapp 13 Prozent sogar rückläufig. Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE, sieht die Problematik darin, dass für die Holzenergie sowie die Erneuerbaren Energien im allgemeinen faire Rahmenbedingungen benötigt werden um Marktkräfte wirken zu lassen.

Steigenden Anteil an Prozesswärme mit Erneuerbaren Energien decken

Noch wird die Holzenergie in Deutschland vor allem in klassischen Einzel- und Zentralheizungen in Wohnhäusern eingesetzt. Die AEE hat mit ihrer Studie - Die Neue Wärmewelt dargelegt, dass künftig große Lösungen mit Netzanbindung und standardisierten Brennstoffen, für kommunale Anwendungen oder in der Industrie verstärkt eine Rolle spielen werden. So könnte auch ein steigender Anteil an Prozesswärme mit Erneuerbaren Energien gedeckt werden.

In zwei neuen Leitfäden zeigt die AEE, wie in kommunalen Liegenschaften und in der Landwirtschaft solche Lösungen umgesetzt werden können. Jedoch ist die Bioenergie nicht nur als Wärmequelle, sondern auch als Stromquelle für die Energiewende unverzichtbar. In Heizkraftwerken leistet Holzenergie einen großen Beitrag zu klimafreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung.

Bedeutung von Wald für den Klimaschutz wächst

Obgleich die energetische Nutzung von Holz an Bedeutung gewonnen hat, haben sich Fläche und Alter des Waldes in Deutschland weiter erhöht. Laut Daten der Bundeswaldinventur beträgt die Zunahme der Waldfläche rund 5000 Hektar pro Jahr. Das Alter des deutschen Waldes stieg gegenüber 2002 im Schnitt um viereinhalb Jahre. Mit einem Durchschnittsalter von 77 Jahren steht der deutsche Wald gut da. Seine Bedeutung für den Klimaschutz wächst kontinuierlich. Wichtig ist hier, dass nachhaltig genutzter Wald mehr Kohlenstoff speichert als nicht genutzte Waldökosysteme. Der Wald erfüllt also eine wichtige Doppelfunktion. Einerseits bietet er nachwachsende Rohstoffe für Strom und Wärme, andererseits bleibt er als Ökosystem wertvoller Naturraum.

Klimaneutrale Nutzung von Energie

Bei der Verbrennung von Holz wird das Kohlendioxid wieder freigesetzt, das die Pflanze im Laufe ihres Lebens gespeichert hat. Die energetische Nutzung gilt daher als klimaneutral, abgesehen von den Emissionen bei Holztransport und -verarbeitung.

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