Für die erfolgreiche Transformation zur E-Mobilität ist ein ganzheitliches Energiekonzept für elektrifizierte Fahrzeuge von entscheidender Bedeutung. Ein effizientes Energiemanagement ist die wesentliche Voraussetzung für das Fahren, Laden, die Batteriekonditionierung, die thermische Kontrolle des Innenraums und weitere fahrzeugrelevante Funktionen. Auf dem 13. Schaeffler Automotive Symposium demonstrierte die Motion Technology Company, dass es dem Unternehmen beim Energiemanagement nicht nur um das Fahren geht, sondern um alle Aspekte, die die Leistung, Effizienz und den Kundennutzen verbessern. Denn Energie geht nie verloren, sondern wird transformiert. Der Fokus liegt deshalb auf integrierten Lösungen für elektrifizierte Fahrzeuge, die Energie systemübergreifend umwandeln und verteilen.
„In der Elektromobilität entscheidet sich die Leistungsfähigkeit nicht an einer einzelnen Komponente, sondern im Zusammenspiel der Systeme. Energiemanagement bedeutet, Hochvoltarchitektur, Batterie und Thermomanagement konsequent zusammenzudenken – mit spürbaren Vorteilen für Kunden, etwa bei Kosten, Effizienz, Reichweite und Performance. Genau dieses Systemverständnis prägt unsere aktuellen Innovationen bei Schaeffler“, sagt Thomas Stierle, Vorstand E-Mobility der Schaeffler.
Wo Energie fließt, entscheidet das System
Zu den zentralen Subsystemen des Energiemanagements zählen das Hochvolt-Powernet zur Verteilung elektrischer Energie, die Hochvoltbatterie als Speicher und Energiequelle sowie der E-Motor, der für den Antrieb und die Rekuperation sorgt. Ergänzend dazu kommt das Thermomanagement zum Einsatz, das elektrische Energie mithilfe von Komponenten wie dem E-Kompressor in thermische Energie umwandelt und zusätzlich Umgebungswärme nutzt. Die Motion Technology Company integriert diese Funktionen in das Schaeffler Vehicle Control Ecosystem, um die Energieflüsse im Fahrzeug ganzheitlich, effizient und nachhaltig zu steuern.
„Aus diesem Systemverständnis leitet Schaeffler seine Integrationsstrategie ab. Energiemanagement denken wir konsequent über Fahrzeugfunktionen hinweg und betrachten dabei E‑Achsen- und batteriezentrierte Architekturen. So lässt sich Bauraum effizient nutzen und Leistungsdichte, Gesamteffizienz und Performance gezielt weiterentwickeln“, erklärt Thomas Stierle.
Präzision auf Komponentenebene
Gezielte Verbesserungen auf Komponentenebene eröffnen zusätzliche Potenziale: Leistungssteigerungen sind möglich, ohne die Systemintegration zu beeinträchtigen – und stärken so die Zusammenarbeit der Systeme insgesamt. Bei Batteriesystemen der nächsten Generation stehen vor allem optimierte Ladegeschwindigkeit, Energiedichte und Sicherheit im Fokus. Schaeffler entwickelt deshalb leistungsfähige Kühlkonzepte, intelligente Batterieüberwachungssysteme sowie mechanische Strukturen, die flexibel auf unterschiedliche Zellformate und -chemien ausgelegt sind.
Der Baukasten für wirtschaftliche E-Mobilität
Auch auf Systemebene treibt Schaeffler seine Entwicklungen voran, beispielsweise in den Bereichen Hochvoltarchitekturen, intelligentes Laden, thermische Integration, Vehicle-to-Grid-Funktionalität und Batterieintelligenz. Diese Technologien helfen dabei, die Herausforderungen bei Komplexität, Effizienz, Sicherheit, Bauraum und der Hardware-/Software-Integration zu bewältigen. Zu den Schlüsseltechnologien zählen ölgekühlte Batteriezellen, ein Batteriekühlmodul sowie eine X-in-1-Elektronikintegration für das HV-Powernet. Diese Technologien ermöglichen eine effiziente und kostengerechte Batterieleistung und schaffen damit die Basis für eine wirtschaftlich attraktive E-Mobilität.