Das modulare Nachrüstset soll praktisch jede Ladesäule auf den aktuellen Technikstand bringen – auch bezüglich elektrischer Sicherheit und verschlüsselter Kommunikation.

Bild: Eclipseina
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Modulares Nachrüstmodul Alte Ladesäulen auf den neuesten Stand bringen

13.05.2020

Viele der knapp 25.000 öffentlichen Ladesäulen in Deutschland entsprechen weder dem aktuellen Mode-3-Ladeverfahren der ISO 15118, noch verwenden sie verschlüsselte Kommunikation. Ein herstellerübergreifendes Nachrüstset soll sie auf den Stand der Technik bringen, ohne sie komplett auszutauschen.

Während Hersteller von Autos mit Verbrennungsmotoren Werke schließen und nach Kaufprämien rufen, meldet Toyota die Auslieferung des 15 Millionsten Hybridfahrzeugs. Auch für den Renault Zoe und das Modell 3 von Tesla werden stetig neue Verkaufsrekorde gemeldet.

Rein von den Zahlen her ist die Ladeinfrastruktur in Deutschland dafür noch mehr als ausreichend: Gut 38.000 öffentlichen und teils öffentlichen Typ-2-Ladepunkten stehen rund 165.000 Elektrofahrzeuge gegenüber. Allerdings kommen viele der älteren Ladesäulen langsam in die Jahre und müssen demnächst modernisiert werden.

Sie decken beispielsweise aufgrund der damals verbauten Technik nicht alle Use-Cases der ISO 15118 ab und öffnen Hackern über ihre unverschlüsselte Kommunikation Tür und Tor. Zudem sind die meisten Säulen nicht wirklich eichrechtskonform; der verbrauchte Strom muss dann entweder verschenkt oder in Form von Monats- oder Jahresflatrates abgegeben werden.

Modernisierung ohne Austausch

An diesen Punkten setzt das Nachrüstmodul EC-Charge von Eclipseina an. Es ist modular aufgebaut, für die Montage auf der Hutschiene vorbereitet und grundsätzlich für das Aufrüsten von Ladesäulen aller Hersteller geeignet.

Als integrierte Lösung ersetzt EC-Charge ältere AC-Ladesteuerungen mit ihren Ergänzungsmodulen, lässt die restliche Installation aber weitgehend unangetastet. Die einzelnen Baugruppen sind vergossen und damit unempfindlich gegen Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit oder Tau- beziehungsweise Schwitzwasser.

Großer Wert wurde laut Hersteller auf die elektrische und funktionale Sicherheit sowie den Datenschutz gelegt. So entspricht die verschlüsselte Ladekommunikation aktuellen IT-Standards und erstreckt sich auch auf die Abrechnungskommunikation.

Peripherie einfach anbinden

Das Modul verfügt über zahlreiche Schnittstellen, die das Anbinden der notwendigen Peripherie erleichtern sollen – vom zentralen Lastmanagement bis hin zur automatischen Entriegelung des Ladesteckers bei Stromausfall. Trotz der teilweise hochkomplexen Algorithmik ist die Nachrüstung vor Ort denkbar einfach und lässt sich von jedem Elektriker durchführen.

Das Konzept von EC-Charge ermöglicht es zudem, heute noch nicht benötige Funktionen nachzurüsten beziehungsweise nachträglich freizuschalten. Dazu gehört beispielsweise eine eichrechtskonforme Abrechnung des Ladestroms.

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