Das Delphin Data Center steht im Zentrum vernetzter Messtechnikprojekte und übernimmt alle Aufgaben des zentralen Messdatenmanagements.

Bild: Delphin Technology

Vernetzte Messtechnik Zentrales Datenmanagement für Anlagen, Maschinen und Prüfstände

17.05.2022

Delphin hat sein neues Data Center vorgestellt. Es vernetzt dezentrale Datenquellen, analysiert sie synchron und ermöglicht einen standortunabhängigen Zugriff. Alter, Standort und Schnittstellen der Datenquellen spielen dabei keine Rolle.

Die Zukunft der Messtechnik liegt in der Vernetzung dezentraler Datenquellen – diesem Credo kommt die Firma Delphin Technology mit ihrem neuen Data Center nach. Die Software eignet sich für alle Aufgaben des zentralen Messdatenmanagements, von der verteilten und quellenunabhängigen Erfassung über die verlustfreie Kompression, Vorverarbeitung und Speicherung bis hin zur weltweiten Bereitstellung aktueller und historischer Messdaten.

Data Center verfügt über eine 64-Bit-Architektur und Datenspeicherung in einer binären Messdatenbank. Dadurch kann es bis zu 100 Millionen Messwerte pro Sekunde verarbeiten und bringt so auch für komplexe Messaufgaben hohe Leistung. Anbinden lässt es sich sowohl an die Feld- und Sensorebene als auch an alle Unternehmensebenen.

SQL-, OPC-UA- und Python-Schnittstellen

Die Software bietet neben einer SQL- auch eine OPC-UA-Client-Schnittstelle, was die Kommunikation mit ERP- und MES-Systemen und in die Cloud vereinfacht. Darüber hinaus verfügt sie über weitere Schnittstellen wie OPC DA, Modbus TCP, ASCII-DLL und API. Aufgrund der neuen Python-Schnittstelle sind ebenfalls die Ansteuerung und das Auslesen von Messdaten über diese Programmiersprache möglich. Zur Realisierung beliebiger Setups, beispielsweise mit einem NAS-Laufwerk als zentralem Datenserver, kann das Data Center auf Linux-Systemen installiert werden.

Einsatzgebiete liegen überall dort, wo Messdaten vernetzt und gemeinsam analysiert werden müssen. Das reicht vom einfachen Produktprüfstand über hochkomplexe F&E-Prüfstände für Gasturbinen mit über 20.000 Messkanälen, Hallenmonitoring in kleinen Produktionshallen, Fahrversuchen, Überwachen weltweit verteilt installierter Pumpen, Aufzüge, Förderbänder oder anderer Assets bis hin zu Feldversuchsanlagen.

Condition Monitoring as a Service

Viele Maschinen- und Anlagenbauer wollen ihren Kunden Mehrwerte bieten, indem sie ihre Produkte mit vorinstallierter Messtechnik für ein permanentes Condition Monitoring ausliefern. Anwender möchten oft aber auch von beliebigen Standorten aus auf ihre Maschinen und Anlagen zugreifen und möglichst direkt konkrete Handlungsempfehlungen bezüglich anstehender Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten erhalten.

Derartige Setups lassen sich mit dem neuen Data Center realisieren. Es fungiert als Datenzentrale, auf der alle weltweit anfallenden Messwerte zusammenlaufen und analysiert werden, bevor sie schließlich inklusive Handlungsempfehlungen zur Verfügung stehen. Mittels benutzerselektiver Zugriffsrechte wird dabei sichergestellt, dass jeder Kunde nur auf die Daten seiner eigenen Anlagen zugreifen kann. Auch die Datenintegrität ist durch SSL-verschlüsselte Übertragung gewährleistet.

Bildergalerie

  • Bei der Zustandsüberwachung eines Baumaschinenherstellers wurde eine Lösung mit intelligenten MSR-Systemen zur Datenerfassung, einem zentralen Messdatenmanagement sowie standort- und plattformunabhängiger Visualisierung umgesetzt.

    Bild: Delphin Technology

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