Die Mechatronik-Netzwerke aus zehn Ländern trafen sich in Linz.

Bild: Business Upper Austria

Länderübergreifende Zusammenarbeit Zehn Länder schließen sich zu europäischer Mechatronik-Allianz zusammen

24.05.2018

Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, 3D-Druck, Internet der Dinge - all diese Technologietrends haben eines gemeinsam: Die Basis für ihre Weiterentwicklung bildet Mechatronik-Know-how. Um diese europäische Schlüsseltechnologie gemeinsam voranzutreiben, haben sich 18 Mechatronik-Initiativen aus zehn europäischen Ländern Mitte Mai in Linz getroffen, um eine europaweite Allianz von Mechatronik-Clustern zu starten.

Die Herausforderungen für einzelne Länder besteht darin, dass sie komplexe Themen wie die Produktion der Zukunft alleine kaum stemmen können. Die Allianz dient dazu, Zukunftsthemen länderübergreifend erforschen und bearbeiten zu können. Nicht zuletzt gilt es auch, der Mechatronik einen Platz in künftigen europäischen Förderprogrammen zu sichern. Die rund 30 Vertreter aus Mechatronik-Clustern in der Slowakei, Rumänien, Großbritannien, Italien, Belgien, Ungarn, Tschechien, den Niederlanden, Deutschland und Österreich konnten sich daher im Linz Center of Mechatronics, an der Johannes-Kepler-Universität Linz und im Excellence Center for Smart Production der Fachhochschule Oberösterreich ein Bild von der oberösterreichischen Mechatronik-Kompetenz machen.

Entstanden ist die Idee einer europäischen Mechatronik-Allianz bei einem Besuch einer oberösterreichischen Polit-Delegation in Nordbrabant. Erfolgreiches Vorbild ist eine europäische Allianz von Laser-Technologie-Clustern. Im Angesicht der weltweiten Entwicklung bekommt die europäische Schlüsseltechnologie Mechatronik einen immer höheren Stellenwert. Ziel ist es, künftig Ausschreibungen auf europäischer Ebene gemeinsam anzugehen und die europäische Vernetzung noch stärker voranzutreiben. Und damit erfolgreiche Regionen wie Oberösterreich mit großer industrieller Basis dank neuer Ideen, die ohne eine breite Allianz vielleicht gar nicht entstanden wären, an der Spitze zu halten. „Mechatronik ist eine Key-enabling Technology für die Produktion der Zukunft. Und damit auch Basis, um Unternehmen im globalen Wettbewerb entsprechend zu stärken“, erklärt Christian Altmann, Leitung Clusterland, Business Upper Austria.

Ziel ist die Etablierung technologieorientierter Plattformen

Im Rahmen eines Workshops wurden organisatorische Erwartungen und Ziele an eine europaweite Mechatronik-Allianz konkretisiert. Den Teilnehmern ging es vor allem die Etablierung technologieorientierter Plattformen für den transnationalen Wissenstransfer, um Synergiepotenziale entsprechend nützen zu können. Dahingehend wurde vom LCM die Symspace-Plattform vorgestellt, über die dieser Erfahrungsaustausch abgewickelt werden könnte. Ein weiterer Schwerpunkt war die kooperative Entwicklung und Umsetzung von Innovationsprojekten unter der Beteiligung von wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen. Die Ideen reichen von Initiierungsaktivitäten wie B2B-Matchings bis hin zu Einreichung von internationalen Projekten z.B. Horizon 2020.

Außerdem wurden in den Themenbereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Management-Support konkrete Themenstellung/Zukunftsthemen identifiziert, zu denen sich die Teilnehmer entsprechend zugeordnet haben. Die oberösterreichischen Partner des Mechatronik-Clusters oder des LCM sehen dabei vor allem Anknüpfungspunkte in Bereich der Digitalisierung - konkret bei Digitalen Zwillingen oder Aktivitäten im Themenbereich Symbiotic-Mechatronics. Organisatoren waren der Mechatronik-Cluster der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria und die niederländische Region Nordbrabant. „Die Mechatronik ist der Rückgrat der Wirtschaft“, betonte Vizegouverneur Bert Pauli aus Nordbrabant bei der Eröffnung.

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