Umfrage: Industrie im Effizienzcheck

Wo liegen 2026 die größten Effizienzpotenziale in der Industrie?

Emerson

Welche neuen Impulse gibt es für das Jahr 2026, um Industrieunternehmen spürbar energieeffizienter zu machen – etwa bei der Prozesswärme, beim Energiemonitoring oder bei der Elektrifizierung von Anwendungen?

Bild: iStock, D3Damon
11.03.2026

Energieeffizienz in der Industrie entsteht, wenn Prozesse transparent sind, Abwärme konsequent genutzt wird und Verbräuche intelligent gesteuert werden. Deshalb haben wir Unternehmen gefragt: Welche neuen Impulse beziehungsweise Schwerpunkte setzen Sie in diesem Jahr, um Industrieunternehmen spürbar energieeffizienter zu machen?

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Das sagen die Experten:

Bildergalerie

  • Matthias Rundloff, CEO von AMBARtec: Aus meiner Sicht sind Energieeffizienz und die Umstellung auf nachhaltige Energiequellen miteinander verbunden. Letzteres gelingt nur, wenn sich diese Energie speichern und bedarfsgerecht abrufen lässt. Für größere Mengen ist Wasserstoff das geeignetste Speicher- und Transportmedium. Indem wir bereits heute mit unseren eisenoxidbasierten Speichern kostengünstigen Wasserstoff liefern können, sind Unternehmen in der Lage, die Umstellung auf Wasserstoff zur Erzeugung der Prozesswärme vorzubereiten – und zwar ohne, dass es einer Pipeline bedarf. Mehr noch: Wir bieten mit dem sogenannten silbernen einen recycelten Wasserstoff an. Mit unserer Technologie gelingt es, Wasserstoff, der derzeit in Industrieprozessen anfällt und an die Umgebung abgegeben wird, aufzunehmen und einer Zweitnutzung zuzuführen. Damit steigt die Energieeffizienz des Gesamtprozesses.

    Matthias Rundloff, CEO von AMBARtec: Aus meiner Sicht sind Energieeffizienz und die Umstellung auf nachhaltige Energiequellen miteinander verbunden. Letzteres gelingt nur, wenn sich diese Energie speichern und bedarfsgerecht abrufen lässt. Für größere Mengen ist Wasserstoff das geeignetste Speicher- und Transportmedium. Indem wir bereits heute mit unseren eisenoxidbasierten Speichern kostengünstigen Wasserstoff liefern können, sind Unternehmen in der Lage, die Umstellung auf Wasserstoff zur Erzeugung der Prozesswärme vorzubereiten – und zwar ohne, dass es einer Pipeline bedarf. Mehr noch: Wir bieten mit dem sogenannten silbernen einen recycelten Wasserstoff an. Mit unserer Technologie gelingt es, Wasserstoff, der derzeit in Industrieprozessen anfällt und an die Umgebung abgegeben wird, aufzunehmen und einer Zweitnutzung zuzuführen. Damit steigt die Energieeffizienz des Gesamtprozesses.

    Bild: Blend3 Frank Grätz

  • Leo Pototzky, Leiter Nachhaltigkeit bei Bosch Rexroth: Zum einen setzen wir weiter Maßnahmen zur Dekarbonisierung an unseren Standorten um. Darunter fällt beispielsweise der Ersatz von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizungsanlagen durch Wärmepumpen und die Nutzung von Abwärme. Außerdem arbeiten wir an der Umsetzung unseres Smart-Energy-Data-Konzepts. Das heißt: Wir nutzen zunächst Energy Management Software für automatisierte Energieverbrauchsanalysen. Damit können wir die volle Transparenz der Energieverbraucher herstellen und Einsparpotenziale identifizieren. Langfristig nutzen wir diese Analysen für den Ausbau eines Demand Side Managements und binden dort auch Wetterprognosen ein. Wenn wir künftig flexibel auf ein volatiles Stromangebot reagieren können, lassen sich die Stromkosten weiter senken.

    Leo Pototzky, Leiter Nachhaltigkeit bei Bosch Rexroth: Zum einen setzen wir weiter Maßnahmen zur Dekarbonisierung an unseren Standorten um. Darunter fällt beispielsweise der Ersatz von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizungsanlagen durch Wärmepumpen und die Nutzung von Abwärme. Außerdem arbeiten wir an der Umsetzung unseres Smart-Energy-Data-Konzepts. Das heißt: Wir nutzen zunächst Energy Management Software für automatisierte Energieverbrauchsanalysen. Damit können wir die volle Transparenz der Energieverbraucher herstellen und Einsparpotenziale identifizieren. Langfristig nutzen wir diese Analysen für den Ausbau eines Demand Side Managements und binden dort auch Wetterprognosen ein. Wenn wir künftig flexibel auf ein volatiles Stromangebot reagieren können, lassen sich die Stromkosten weiter senken.

    Bild: Bosch Rexroth AG

  • Heiko Bölli, Sales Manager Energy & Infrastructure bei Copa-Data: Energieeffizienz entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch durchgängige Transparenz über alle Energie- und Prozessdaten hinweg. Copa-Data setzt deshalb auf die nahtlose Erfassung, Zusammenführung und Auswertung von Daten aus Produktion, Energieversorgung und Gebäudetechnik – von der Feldebene bis zur Managementebene. Gerade bei bestehenden Anlagen lassen sich so Verbräuche sichtbar machen, Lasten intelligent steuern und Potenziale wie Abwärmenutzung identifizieren. Mit dem interdisziplinären Ansatz unserer Softwareplattform zenon verknüpfen wir DCS, BMS und EMS und schaffen damit die Grundlage, Energie gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen bringt.

    Heiko Bölli, Sales Manager Energy & Infrastructure bei Copa-Data: Energieeffizienz entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch durchgängige Transparenz über alle Energie- und Prozessdaten hinweg. Copa-Data setzt deshalb auf die nahtlose Erfassung, Zusammenführung und Auswertung von Daten aus Produktion, Energieversorgung und Gebäudetechnik – von der Feldebene bis zur Managementebene. Gerade bei bestehenden Anlagen lassen sich so Verbräuche sichtbar machen, Lasten intelligent steuern und Potenziale wie Abwärmenutzung identifizieren. Mit dem interdisziplinären Ansatz unserer Softwareplattform zenon verknüpfen wir DCS, BMS und EMS und schaffen damit die Grundlage, Energie gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen bringt.

    Bild: Copa-Data

  • Marc Westhoff, Sales Director Measure & Analyze und Mitglied der Geschäftsführung bei Emerson: Spürbare Energieeffizienz entsteht dort, wo Energieflüsse transparent gemacht und systematisch optimiert werden. Bei Emerson setzen wir gezielt auf präzises Energiemonitoring für Prozesswärme, Dampf und Druckluft – häufig die größten, aber am wenigsten sichtbaren Energieverbraucher. Mit der Flexim FLUXUS Serie zur Messung von Sattdampf bis überhitzten Dampf, unseren EE&D Solutions zur Überwachung von Dampfnetzen sowie dem Compressed Air Manager, einem vorkonfigurierten System zur Echtzeitüberwachung von Durchfluss, Druck und Temperatur in der Druckluft, schaffen wir die Grundlage, Verluste, Leckagen und Lastspitzen zu identifizieren und Anwendungen gezielt zu elektrifizieren. So werden Effizienzpotenziale systematisch nutzbar und Entscheidungen datenbasiert.

    Marc Westhoff, Sales Director Measure & Analyze und Mitglied der Geschäftsführung bei Emerson: Spürbare Energieeffizienz entsteht dort, wo Energieflüsse transparent gemacht und systematisch optimiert werden. Bei Emerson setzen wir gezielt auf präzises Energiemonitoring für Prozesswärme, Dampf und Druckluft – häufig die größten, aber am wenigsten sichtbaren Energieverbraucher. Mit der Flexim FLUXUS Serie zur Messung von Sattdampf bis überhitzten Dampf, unseren EE&D Solutions zur Überwachung von Dampfnetzen sowie dem Compressed Air Manager, einem vorkonfigurierten System zur Echtzeitüberwachung von Durchfluss, Druck und Temperatur in der Druckluft, schaffen wir die Grundlage, Verluste, Leckagen und Lastspitzen zu identifizieren und Anwendungen gezielt zu elektrifizieren. So werden Effizienzpotenziale systematisch nutzbar und Entscheidungen datenbasiert.

    Bild: Emerson

  • Christian Roßkopf, Geschäftsführer von GP Joule Consult: Unser Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf ganzheitlichen, flexiblen Energiesystemen. Denn in sektorübergreifenden Energiesystemen können wir spürbar die Gesamteffizienz von industriellen Standorten heben. So helfen beispielsweise Batteriespeicher unseren Kunden, Lastspitzen zu glätten und den Eigenverbrauch erneuerbarer Energien deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig treiben wir den Einsatz von Wärmepumpen auch für industrielle Hochtemperatur-Prozesse voran. Ergänzt durch Wärmespeicher und eine intelligente, preis- und grünstromoptimierte Steuerung der Wärmeerzeugung schaffen wir eine hohe Flexibilität.

    Christian Roßkopf, Geschäftsführer von GP Joule Consult: Unser Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf ganzheitlichen, flexiblen Energiesystemen. Denn in sektorübergreifenden Energiesystemen können wir spürbar die Gesamteffizienz von industriellen Standorten heben. So helfen beispielsweise Batteriespeicher unseren Kunden, Lastspitzen zu glätten und den Eigenverbrauch erneuerbarer Energien deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig treiben wir den Einsatz von Wärmepumpen auch für industrielle Hochtemperatur-Prozesse voran. Ergänzt durch Wärmespeicher und eine intelligente, preis- und grünstromoptimierte Steuerung der Wärmeerzeugung schaffen wir eine hohe Flexibilität.

    Bild: GP JOULE

  • Davide Montaldo, Industry Segment Manager Energy von Harting: Die genannten Themen sind kohärent und zentral für den Wandel des Energiemarktes. Unter dem Motto „Discover future-proof connectivity“ werden wir auf der Hannover Messe auf zentrale Fragestellungen sowie aktuelle Herausforderungen wie Energiemonitoring und Lastmanagement eingehen. Klar ist: Die Zukunft verlangt eine resiliente Energieinfrastruktur, die hohe, immer weiter steigende Leistungsniveaus sowie Datenmengen effizient verwaltet. Eine entsprechend konzipierte Netzinfrastruktur ist essenziell, damit Energie optimal angeschlossen, geregelt und gesteuert werden kann. Unsere Kunden unterstützen wir dabei, optimale Lösungen für eine nachhaltige Elektrifizierung ihrer Anwendungen zu finden.

    Davide Montaldo, Industry Segment Manager Energy von Harting: Die genannten Themen sind kohärent und zentral für den Wandel des Energiemarktes. Unter dem Motto „Discover future-proof connectivity“ werden wir auf der Hannover Messe auf zentrale Fragestellungen sowie aktuelle Herausforderungen wie Energiemonitoring und Lastmanagement eingehen. Klar ist: Die Zukunft verlangt eine resiliente Energieinfrastruktur, die hohe, immer weiter steigende Leistungsniveaus sowie Datenmengen effizient verwaltet. Eine entsprechend konzipierte Netzinfrastruktur ist essenziell, damit Energie optimal angeschlossen, geregelt und gesteuert werden kann. Unsere Kunden unterstützen wir dabei, optimale Lösungen für eine nachhaltige Elektrifizierung ihrer Anwendungen zu finden.

    Bild: HARTING

  • Mathis Kosbab, Leiter Produktmanagement von Kostal Industrie Elektrik: Bei der Elektrifizierung von Anwendungen sind effiziente Elektromotoren essenziell, besonders bei Teillastbetrieb besteht ein großes Einsparpotenzial. Hierzu wird ein Frequenzumrichter benötigt. Der INVEOR MC1 von Kostal bietet eine kostengünstige Alternative zu teuren Komplettsystemen aus Motor und Umrichter. Mit dem Ansatz „Build your own system“ ermöglicht Kostal die Kombination eines beliebigen Motors mit dem Kostal Frequenzumrichter. Das sorgt für Preistransparenz und senkt Investitionshürden in energieeffiziente Systeme. Somit wird ein flächendeckender Einsatz effizienter Antriebstechnik sowie einfache Integration und Nachrüstbarkeit eines Frequenzumrichters in bestehende Systeme ermöglicht.

    Mathis Kosbab, Leiter Produktmanagement von Kostal Industrie Elektrik: Bei der Elektrifizierung von Anwendungen sind effiziente Elektromotoren essenziell, besonders bei Teillastbetrieb besteht ein großes Einsparpotenzial. Hierzu wird ein Frequenzumrichter benötigt. Der INVEOR MC1 von Kostal bietet eine kostengünstige Alternative zu teuren Komplettsystemen aus Motor und Umrichter. Mit dem Ansatz „Build your own system“ ermöglicht Kostal die Kombination eines beliebigen Motors mit dem Kostal Frequenzumrichter. Das sorgt für Preistransparenz und senkt Investitionshürden in energieeffiziente Systeme. Somit wird ein flächendeckender Einsatz effizienter Antriebstechnik sowie einfache Integration und Nachrüstbarkeit eines Frequenzumrichters in bestehende Systeme ermöglicht.

    Bild: KOSTAL Industrie Elektrik, Wolfram Schroll

  • Maria Dobritzsch, Global Sustainability Manager bei Lapp: Lapp, ein Anbieter von integrierten Lösungen und Markenprodukten im Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie, saniert eines seiner Firmengebäude in Stuttgart. Während der mehrjährigen Arbeiten werden umfassende Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt. Das Gebäude wird gedämmt, mit einer Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen ausgestattet und erhält energieeffiziente Dreifachverglasungen. Zudem wird die Fassade mit Photovoltaik-Panels für grünen Strom und einer Begrünung versehen, die CO2-Emissionen reduziert. Bis 2028 soll ein modernes, energieeffizientes Bürogebäude mit optimalem Arbeitsklima entstehen.

    Maria Dobritzsch, Global Sustainability Manager bei Lapp: Lapp, ein Anbieter von integrierten Lösungen und Markenprodukten im Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie, saniert eines seiner Firmengebäude in Stuttgart. Während der mehrjährigen Arbeiten werden umfassende Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt. Das Gebäude wird gedämmt, mit einer Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen ausgestattet und erhält energieeffiziente Dreifachverglasungen. Zudem wird die Fassade mit Photovoltaik-Panels für grünen Strom und einer Begrünung versehen, die CO2-Emissionen reduziert. Bis 2028 soll ein modernes, energieeffizientes Bürogebäude mit optimalem Arbeitsklima entstehen.

    Bild: Lapp

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