Cloud- und SAP-Betrieb im Verteilnetz sicher orchestrieren

Wo Komplexität zum Betriebsrisiko wird

Im Netzbetrieb treffen unterschiedliche Cloud- und Applikationslandschaften aufeinander – BTC übernimmt dabei für EWE Netz die technische und fachliche Orchestrierung.

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19.08.2026

Technische Fehler in netzrelevanten Anwendungen müssen nicht nur erkannt, sondern auch richtig bewertet und analysiert werden. Denn im Betrieb von Netzinfrastrukturen können sich daraus direkte finanzielle Risiken und im Extremfall Ausfälle ergeben. BTC übernimmt für EWE Netz die technische und fachliche Orchestrierung und überwacht kritische Schnittstellen zwischen den Systemen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Transition des Service-Request-Managements zum 31. März 2026 hat das Unternehmen BTC eine weitere Kernkomponente der SAP-S/4-Utilities-Plattform von EWE Netz übernommen. Damit stabilisiert BTC den Anwendungsbetrieb zentraler fachlicher Komponenten eines großen deutschen Verteilnetzbetreibers. Die BTC Cloud-Teams stellen das Hosting der gesamten SAP-Infrastruktur auf Basis von Amazon Web Services (AWS) bereit. Darüber hinaus verantwortet BTC das Incident- und Service-Request-Management durchgängig für die SAP MaCo-Cloud (MCU), die SAP Messkonzeptverwaltung (MCM) sowie für eigenentwickelte Komponenten zur Redispatch-Abrechnung – einschließlich der zugrunde liegenden Stammdatenmodelle und der ND-Erweiterung zur Erfassung netztechnischer Zusatzinformationen.

Wo Cloud-Systeme präzise Steuerung verlangen

Die Herausforderung dabei ist, dass heterogene Cloud- und Applikationslandschaften – von Hyperscaler-Umgebungen wie AWS bis zu SAP-Public-Cloud-Diensten – eine Orchestrierung auf technischer und fachlicher Ebene erfordern, die viele klassische Dienstleister nicht leisten können. Kritische Schnittstellen zwischen der MaCo-Cloud und angrenzenden Systemen müssen kontinuierlich überwacht werden. Technische Fehler müssen nicht nur erkannt, sondern auch richtig eingeschätzt und analysiert werden, da der Betrieb von Netzinfrastruktur direkte finanzielle Risiken und im Extremfall Ausfallsituationen mit sich bringen kann.

Wie Shared Services Stabilität schaffen

BTC begegnet dieser Komplexität mit einem Shared-Services-Modell, dieses macht Ressourcen prozessübergreifend nutzbar, legt Kosten effizient um und erzeugt Skalierungseffekte. Die Bearbeitung von Incidents und Service Requests erfolgt durchgängig nach ITIL. Cedric Hinrichs, Service-Manager Application Management bei BTC, sagt: „Die strukturierte Vorgehensweise und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten waren entscheidend für den erfolgreichen Übergang.“

Betriebssicherheit für regulierte Kernprozesse

Deutschland betreibt eines der sichersten und stabilsten Verteilnetze Europas. EWE Netz folgt diesem Anspruch konsequent: ein verlässlicher, rund um die Uhr verfügbarer Anwendungsbetrieb. BTC sichert diesen Betrieb – ITIL-konform und mit Kenntnissen der energiewirtschaftlichen Kernprozesse rund um Abrechnung, Marktkommunikation und Redispatch. Darüber hinaus begleitet BTC die fachliche Weiterentwicklung der Eigenentwicklungen aktiv im engen Zusammenspiel von Betrieb und Optimierung. Dieses Modell bietet Versorgungsunternehmen die nötige Stabilität im laufenden Betrieb und die erforderliche Geschwindigkeit, um auf neue regulatorische und fachliche Anforderungen zu reagieren.

Stefan Hitz, Service-Manager von EWE Konzern-IT, sagt: „Die Transition wurde fristgerecht und im vereinbarten Budget abgeschlossen – das ist in einem regulatorisch so anspruchsvollen Umfeld wie dem unseren keine Selbstverständlichkeit. Mit dem etablierten Service der BTC gewinnen unsere Fachabteilungen den notwendigen Freiraum im Tagesgeschäft, um sich auf die energiewirtschaftlichen Kernfragen zu konzentrieren. Die Kolleginnen und Kollegen der BTC stellen im Hintergrund einen stabilen, ITIL-konformen Anwendungsbetrieb sicher und sind zugleich ein wichtiger Partner.“

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