Umfrage: Klimaziele schneller umsetzen

Wie kommen nachhaltige Energielösungen in den Praxisbetrieb?

Wie kommen nachhaltige Energielösungen in den Praxisbetrieb?

Bild: iStock, Thx4Stock
15.06.2026

Die Umsetzung der vorgegebenen Klimaziele ist in vielen Unternehmen mit einem Kraftakt verbunden. Deshalb fragen wir: Was sind die wichtigsten Schritte, damit nachhaltige Energielösungen schneller in der Praxis zum Einsatz kommen – und was bremst heute am stärksten?

Das sagen die Experten:

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  • Thomas Speidel, CEO und Gründer, Ads-tec Energy: Viele Unternehmen erleben gerade, dass Energie nicht mehr nur ein Kostenpunkt, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor ist. Volatile Strompreise, schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien und begrenzte Netzkapazitäten erhöhen den Druck auf energieintensive Betriebe. Batteriespeicher schaffen hier mehr Resilienz und Handlungsfähigkeit: Sie stabilisieren Prozesse, erhöhen die Versorgungssicherheit und machen Energie flexibler nutzbar. Die Technologie dafür ist da. Was heute bremst, sind lange Genehmigungen, regulatorische Unsicherheit und fehlende Anreize für Flexibilität. Wer Energie strategisch nutzt, stärkt am Ende auch seine Wettbewerbsfähigkeit.

    Thomas Speidel, CEO und Gründer, Ads-tec Energy: Viele Unternehmen erleben gerade, dass Energie nicht mehr nur ein Kostenpunkt, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor ist. Volatile Strompreise, schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien und begrenzte Netzkapazitäten erhöhen den Druck auf energieintensive Betriebe. Batteriespeicher schaffen hier mehr Resilienz und Handlungsfähigkeit: Sie stabilisieren Prozesse, erhöhen die Versorgungssicherheit und machen Energie flexibler nutzbar. Die Technologie dafür ist da. Was heute bremst, sind lange Genehmigungen, regulatorische Unsicherheit und fehlende Anreize für Flexibilität. Wer Energie strategisch nutzt, stärkt am Ende auch seine Wettbewerbsfähigkeit.

    Bild: Ads-tec Energy

  • Stephanie Kudak, Vertical Market Manager Energy, Eplan : Die ambitionierten Klimaziele lassen sich nur erreichen, wenn wir Planung und Umsetzung nachhaltiger Energielösungen beschleunigen. In der Praxis bremsen vor allem komplexe Prozesse, Medienbrüche und Insellösungen. Aus Sicht von Eplan liegt der Schlüssel in integrierten digitalen, standardisierten und automatisierten Engineering-Prozessen. Sie verkürzen Projektlaufzeiten, machen Wissen skalierbar und schaffen Transparenz über den gesamten Lebenszyklus. So können Netz- und Energieinfrastrukturprojekte schneller und in größerer Zahl umgesetzt werden – ein zentraler Hebel angesichts der Dezentralisierung durch erneuerbare Energien.

    Stephanie Kudak, Vertical Market Manager Energy, Eplan : Die ambitionierten Klimaziele lassen sich nur erreichen, wenn wir Planung und Umsetzung nachhaltiger Energielösungen beschleunigen. In der Praxis bremsen vor allem komplexe Prozesse, Medienbrüche und Insellösungen. Aus Sicht von Eplan liegt der Schlüssel in integrierten digitalen, standardisierten und automatisierten Engineering-Prozessen. Sie verkürzen Projektlaufzeiten, machen Wissen skalierbar und schaffen Transparenz über den gesamten Lebenszyklus. So können Netz- und Energieinfrastrukturprojekte schneller und in größerer Zahl umgesetzt werden – ein zentraler Hebel angesichts der Dezentralisierung durch erneuerbare Energien.

    Bild: Eplan, Valéry Kloubert

  • Pascal Daleiden, Vorstandsvorsitzender, Hitachi Energy Germany: Die Erreichung der Klimaziele bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Dafür braucht es einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien und der Netzinfrastruktur – denn ohne leistungsfähige Netze wird die Energiewende nicht gelingen.Entscheidend sind jetzt schnellere Genehmigungsverfahren, mehr Planungssicherheit und ein technologieoffener politischer Rahmen für Investitionen. Nachhaltigkeit ist für Hitachi Energy dabei nicht nur Teil unserer Produkte und Lösungen, sondern auch unseres eigenen Handelns – etwa durch den Einsatz von klimafreundlich hergestellten Materialien oder Solaranlagen mit Speicherlösungen an unseren Standorten. Was die Transformation aktuell am stärksten bremst, sind langwierige Verfahren, regulatorische Unsicherheiten und die zu langsame Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte. Hier braucht es mehr Bewegung.

    Pascal Daleiden, Vorstandsvorsitzender, Hitachi Energy Germany: Die Erreichung der Klimaziele bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Dafür braucht es einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien und der Netzinfrastruktur – denn ohne leistungsfähige Netze wird die Energiewende nicht gelingen.Entscheidend sind jetzt schnellere Genehmigungsverfahren, mehr Planungssicherheit und ein technologieoffener politischer Rahmen für Investitionen. Nachhaltigkeit ist für Hitachi Energy dabei nicht nur Teil unserer Produkte und Lösungen, sondern auch unseres eigenen Handelns – etwa durch den Einsatz von klimafreundlich hergestellten Materialien oder Solaranlagen mit Speicherlösungen an unseren Standorten. Was die Transformation aktuell am stärksten bremst, sind langwierige Verfahren, regulatorische Unsicherheiten und die zu langsame Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte. Hier braucht es mehr Bewegung.

    Bild: Hitachi Energy Germany

  • Jörg Ebel, Vice President Corporate Affairs bei IBC Solar: Solarenergie ist für viele Unternehmen ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele: kostengünstig, flexibel und unabhängig von volatilen fossilen Energien. Was aktuell bremst, ist politische Unsicherheit statt klarer Leitplanken. Wer heimische Energieträger schlechtredet und statt Technologieoffenheit einseitig auf teure fossile Lösungen oder unrealistische Kernkraftoptionen setzt, schwächt den Standort, der dringend günstige Erneuerbare braucht. Gleichzeitig hemmt die angespannte Wirtschaftslage Investitionen in langfristige Projekte. Beschleunigte Genehmigungen, schnellere Netzanschlüsse – insbesondere für große Speicher – und die Digitalisierung des Stromsystems sind jetzt entscheidend.

    Jörg Ebel, Vice President Corporate Affairs bei IBC Solar: Solarenergie ist für viele Unternehmen ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele: kostengünstig, flexibel und unabhängig von volatilen fossilen Energien. Was aktuell bremst, ist politische Unsicherheit statt klarer Leitplanken. Wer heimische Energieträger schlechtredet und statt Technologieoffenheit einseitig auf teure fossile Lösungen oder unrealistische Kernkraftoptionen setzt, schwächt den Standort, der dringend günstige Erneuerbare braucht. Gleichzeitig hemmt die angespannte Wirtschaftslage Investitionen in langfristige Projekte. Beschleunigte Genehmigungen, schnellere Netzanschlüsse – insbesondere für große Speicher – und die Digitalisierung des Stromsystems sind jetzt entscheidend.

    Bild: IBC Solar, Klaus Gruber

  • Dr. Christian Maryska, Leiter Business Unit Energy & Power Solutions bei Rittal: Wirtschaftlichkeit ist die Voraussetzung, um Tempo und Richtung auf dem Weg zur „All Electric Society“ zu halten. Entscheidend sind Digitalisierung, Standardisierung und Automatisierung – in Energienetzen wie in der Ladeinfrastruktur, in industriellen Anwendungen und in Rechenzentren. Genau hier setzen wir für unsere Kunden an: Mit Eplan ermöglichen wir durchgängige digitale Zwillinge im Engineering, zunehmend KI-gestützt. Diese Daten bilden die Basis für passgenaue Automatisierungslösungen. Ergänzt durch offene Systemplattformen für Stromverteilung, wie zum Beispiel RiLineX, schaffen wir neue zukunftsfähige standardisierte Infrastrukturen, auch für Gleichstromanwendungen in der Industrie und für KI-Rechenzentren.

    Dr. Christian Maryska, Leiter Business Unit Energy & Power Solutions bei Rittal: Wirtschaftlichkeit ist die Voraussetzung, um Tempo und Richtung auf dem Weg zur „All Electric Society“ zu halten. Entscheidend sind Digitalisierung, Standardisierung und Automatisierung – in Energienetzen wie in der Ladeinfrastruktur, in industriellen Anwendungen und in Rechenzentren. Genau hier setzen wir für unsere Kunden an: Mit Eplan ermöglichen wir durchgängige digitale Zwillinge im Engineering, zunehmend KI-gestützt. Diese Daten bilden die Basis für passgenaue Automatisierungslösungen. Ergänzt durch offene Systemplattformen für Stromverteilung, wie zum Beispiel RiLineX, schaffen wir neue zukunftsfähige standardisierte Infrastrukturen, auch für Gleichstromanwendungen in der Industrie und für KI-Rechenzentren.

    Bild: Rittal

  • Jurij Gerdes, Sales Engineer Renewable Energy bei Stäubli Electrical Connectors: „Die schnellere Umsetzung nachhaltiger Energielösungen erfordert vor allem klare und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Dazu zählen ein Nullsteuersatz für PV-Anlagen, planbare EEG-Einspeisevergütungen, ein wirksamer CO2-Preis sowie ein konsequenter Bürokratieabbau. Gleichzeitig müssen Unternehmen in Infrastruktur investieren – von der Förderung von Ökostrom über Photovoltaikanlagen und Ladeparks bis hin zur energetischen Gebäudesanierung. Entscheidend sind zudem Bildung und Information: sensibilisierte Mitarbeitende und gezielter Wissenstransfer beschleunigen die Umsetzung. Bremsend wirken aktuell hohe Investitionskosten, Fachkräftemangel sowie Vorbehalte gegenüber neuen Technologien.

    Jurij Gerdes, Sales Engineer Renewable Energy bei Stäubli Electrical Connectors: „Die schnellere Umsetzung nachhaltiger Energielösungen erfordert vor allem klare und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Dazu zählen ein Nullsteuersatz für PV-Anlagen, planbare EEG-Einspeisevergütungen, ein wirksamer CO2-Preis sowie ein konsequenter Bürokratieabbau. Gleichzeitig müssen Unternehmen in Infrastruktur investieren – von der Förderung von Ökostrom über Photovoltaikanlagen und Ladeparks bis hin zur energetischen Gebäudesanierung. Entscheidend sind zudem Bildung und Information: sensibilisierte Mitarbeitende und gezielter Wissenstransfer beschleunigen die Umsetzung. Bremsend wirken aktuell hohe Investitionskosten, Fachkräftemangel sowie Vorbehalte gegenüber neuen Technologien.

    Bild: Stäubli

  • David Budde, CEO von Trawa: Dekarbonisierung ist eine reine Entscheidungsfrage: Die Umsetzung der Klimaziele scheitert selten an der Technik, sondern an risikoscheuen Strukturen. Viele Unternehmen halten an bestehenden Beschaffungs- und Denkweisen fest, obwohl nachhaltige Energielösungen wirtschaftlich längst überzeugen. Dahinter steht oft weniger Ablehnung als die Sorge vor Komplexität, Preisrisiken und falschen Entscheidungen: Mitarbeitende sind am Limit und setzen auf die vermeintlich sichere Lösung. Der entscheidende Schritt ist daher ein Perspektivwechsel mit klarem Impuls von oben: Wenn die Unternehmensführung konsequent für innovative Ansätze einsteht, steigen die Erfolgschancen deutlich. Dekarbonisierung wird so vom Pflichtprogramm zur strategischen Entscheidung.

    David Budde, CEO von Trawa: Dekarbonisierung ist eine reine Entscheidungsfrage: Die Umsetzung der Klimaziele scheitert selten an der Technik, sondern an risikoscheuen Strukturen. Viele Unternehmen halten an bestehenden Beschaffungs- und Denkweisen fest, obwohl nachhaltige Energielösungen wirtschaftlich längst überzeugen. Dahinter steht oft weniger Ablehnung als die Sorge vor Komplexität, Preisrisiken und falschen Entscheidungen: Mitarbeitende sind am Limit und setzen auf die vermeintlich sichere Lösung. Der entscheidende Schritt ist daher ein Perspektivwechsel mit klarem Impuls von oben: Wenn die Unternehmensführung konsequent für innovative Ansätze einsteht, steigen die Erfolgschancen deutlich. Dekarbonisierung wird so vom Pflichtprogramm zur strategischen Entscheidung.

    Bild: Trawa, Marzena Skubatz

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