Rittal präsentiert neue Lösungen für digitalisierte Wertschöpfungsprozesse, digitalisierte Produkte und Serviceangebote und Anwendungen zur Verarbeitung und Analyse von Produktionsdaten.

Bild: Rittal

Antworten-4.0-Programm So gelingt die digitale Transformation

20.11.2019

Unter dem Motto „Antworten 4.0“ präsentiert Rittal auf der SPS neueste Lösungen, die Kunden den digitalen Wandel leichter machen sollen, von digitalisierten Wertschöpfungsprozessen im Steuerungs- und Schaltanlagenbau über digitalisierte Produkte und Serviceangebote bis hin zu Anwendungen zur intelligenten Verarbeitung und Analyse industrieller Produktionsdaten.

Die Industrie steckt mitten im Wandel, zwischen umfassenden Transformationsprozessen und rasanten Entwicklungen: „Künftig werden wirtschaftliche Erfolge nur nachhaltig sein, wenn sie Schritt halten mit einer vollständigen digitalen Integration von Produkten, Prozessen und den Daten, die darin entstehen“, sagt Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rittal.

Die Liste der Anforderungen ist lang: So müssen einmal erzeugte Daten im gesamten Prozess der Fertigung, Bearbeitung und Servisierung des Schaltschranksystems verfügbar sein. Die dabei entstehende Unmenge an Daten wird zukünftig selbst relevant für Wertschöpfungsprozesse.

„Selektiert und harmonisiert können Daten zukünftig nutzbar gemacht, das heißt, gezielt verarbeitet und über künstliche Intelligenz analysiert werden. Das Ergebnis: Effizientere Fertigungsabläufe, besserer Service und neue Geschäftsmodelle“, so Dr. Köhler. Die Frage sei nicht mehr, ob Kunden die Anforderung stellen, sondern wie schnell und wie man diesen mit Lösungen begegne.

Leichter, schneller und präziser

Solche Lösungen zeigt Rittal auf seinem 1.100 qm großen Messestand in auf dem Industrie-4.0-Marktplatz. Gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen Eplan zeigt Rittal, wie Hersteller von Steuerungs- und Schaltanlagen sukzessive eine datendurchgängige Wertschöpfungskette aufbauen können.

Nahezu alle Stationen im Anlagenbau, von Engineering und Konfiguration über die mechanische Bearbeitung bis zur vollautomatischen Kabelkonfektionierung, lassen sich durch das Zusammenspiel digitaler Prozesse durchgängig automatisiert verknüpfen. Der digitale Zwilling ist dafür der Schlüssel. Rittal liefert zudem Automatisierungslösungen, die diese Prozesse leichter, schneller, präziser und reproduzierbarer machen sollen.

Methoden, wie die Prinzipien von Industrie 4.0 im Planungs-, Bestell- und Lieferprozess umgesetzt werden können, zeigt Rittal anhand seines neuen Produktionswerks in Haiger. Für die Kompakt- und Kleingehäuse AX und KX hat der Hersteller die gesamte Prozesskette „vom Kunden zum Kunden“ digitalisiert.

Damit sollen Kunden ihre Abläufe effizienter und schneller gestalten können: Preise für Produkte sind sofort sichtbar, bestellte Produkte können schneller geliefert werden, die Weiterverarbeitung beim Kunden kann früher beginnen. Dazu können Kunden aus erster Hand Erfahrungswerte und Einsichten gewinnen.

KI-basiert, echtzeitfähig, datensouverän

Neben neuen Lösungen zur Digitalisierung von Wertschöpfungsprozessen seiner Kunden sowie Produkt- und Serviceangeboten beschäftigt sich Rittal intensiv mit der intelligenten Datenverarbeitung und Analyse von Produktionsdaten in seinem neuen Werk in Haiger und zeigt dazu eine schlüsselfertige Lösung. Mit den Startups German Edge Cloud und IoTOS sowie mit Bosch Connected Industry betritt Rittal neues Terrain:

Oncite heißt das erste KI-basierte, echtzeitfähige und datensouveräne Edge-Rechenzentrum zur zukünftigen industriellen Datenverarbeitung, das die Unternehmen gemeinsam vorstellen. Mit der Datensouveränität der All-in-One-Lösung haben produzierende Unternehmen laut Hersteller volle Autonomie und Datenkontrolle und können erstmals Wertschöpfung aus ihren Produktionsdaten ziehen, ohne die Sicherheit der Daten oder die vollständige Hoheit über diese zu gefährden.

Das skalierbare Edge Cloud-Rechenzentrum wird vor Ort in der Fabrik in Betrieb genommen, speichert und verarbeitet Maschinenmassendaten nahezu in Echtzeit und harmonisiert diese so, dass sie einer Intelligenz zugeführt werden können. KI-basierte Anwendungen ermöglichen Produktionsoptimierungen und Qualitätsverbesserungen sowie Kosten- und Durchsatzoptimierungen in der Fertigung.

AX und KX: Gehäusetechnik für Industrie 4.0

Wie können Gehäuse und Schaltschranksysteme bei der Digitalisierung helfen? Eine Antwort darauf will Rittal mit der neuen Kompakt- und Kleingehäuseserie AX und KX sowie dem Schaltschranksystem VX25 geben.

Die Gehäuse bringen digitales Rüstzeug mit und fügen sich in die digitale Wertschöpfungskette des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus ein. Neben 3D-Daten und Konfigurationstools vereinfachen etwa QR-Codes auf allen zu bearbeitenden Flachteilen deren Einbindung in den Produktions-Workflow. Das ermöglicht modernes digitales Monitoring vom Wareneingang bis zur Fertigstellung.

Zu den weiteren Rittal Produkt-Highlights zählt die Weiterentwicklung des SE 8 Einzelschranks mit Kompatibilität zum neuen VX25 Schaltschranksystem. Im Bereich Power stellt Rittal das neue Stromverteilungssystem VX25 Ri4Power sowie die neue Planungs-Software „VX25 Rittal Power Engineering“ für ein leichtes und durchgängiges Engineering von Schaltanlagen vor. Zudem wird das IoT Interface für das Smart Monitoring System sowie für Energiespeicher präsentiert.

Programm auf der Messe

Als Anwendungsbeispiel für einen Energiespeicherschrank präsentiert Rittal den VX25, in den sich werkzeuglos alle gängigen Batteriemodule integrieren lassen. Zudem stellt Rittal als Lösung für den wachsenden Energy-Storage-Markt Energiespeicher-Schränke des Unternehmens Commeo vor.

Im Bereich IT-Infrastruktur zeigt Rittal neue Kühlgeräte der Serie Blue e+ IT, ebenso die neuen Power Distribution Units zur sicheren Stromverteilung in IT-Racks. Zu den Neuheiten im Bereich Rittal Automation Systems zählen die Wire Station WS 540, ein Verdrahtungstisch zur Konfektionierung und Verdrahtung im Schaltschrankbau, sowie der Smart Lifter 1.8, der einen einfachen und sicheren Transport von bestückten Schaltschränken ermöglicht.

Mitaussteller auf dem Rittal-Stand ist das Schwesterunternehmen LKH, Spritzguss-Systempartner für die Herstellung von Kunststofflösungen. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Kunststoffkomponenten und Kunststoffbaugruppen für Kunden aus Automotive, Elektrotechnik und Elektronik sowie Fabrikausrüstung.

Rittal auf der SPS: Halle 3C, Stand 430+431

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel