ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH

Ein Herz aus Marmelade macht Krapfen nicht nur in der Faschingszeit zu einer köstlichen Versuchung. Prozesstechnik hilft, das kleine runde Gebäck zu füllen.

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Fass leer, Krapfen voll Wie der Krapfen zu seiner Füllung kommt

13.02.2018

Prozesstechnik hilft, Gebäckfüllungen automatisch, schnell und hygienisch in Backwaren zu füllen und damit nicht nur Karnevalfans den Tag zu versüßen.

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Die Karnevalszeit ist fast vorbei. Was bleibt, ist die Erinnerung an bunte Feiern und sicher auch den einen oder anderen Krapfen. Unterschiedlichste Geschmacksrichtungen und Füllungen, wie Erdbeermarmelade, Eierlikörcreme oder Schokopudding, lassen die Herzen närrischer Naschkatzen höherschlagen.

Die Großbäckereien stehen dabei vor der Herausforderung, Um die große Nachfrage nach dem gefüllten Hefegebäck zu decken, nutzen Großbäckereien automatische Produktionslinien. Diese helfen, die verschiedensten Füllmassen, die in Kesseln frisch zubereitet werden, der Gebäckfüllanlage hygienisch und höchst effizient zuzuführen.

Exzenterschneckenpumpe verarbeitet verschiedene Viskositäten

Eine dieser Großbäckereien nutzt die Viscotec Fassentleerung ViscoMT-XL, die auf einer Exzenterschneckenpumpe basiert. Das System entnimmt Füllungen für Plunder- und Blätterteiggebäck sowie für Berliner und Donuts aus 500-Liter-Kesselwägen und führt sie der Produktionslinie zu. Die Füllungen haben verschiedene Viskositäten: Von flüssiger Schokosauce über standfeste Vanillecreme bis hin zu Füllungen mit Stückgrößen bis zu 15 mm zum Beispiel bei Kirschpasten können die süßen Teilchen mit allem befüllt werden.

Eine Herausforderung in der prozesssicheren Zuführung besteht darin, die unterschiedlichen Füllungen der Linie sehr schnell zuzuführen und so die Ausbringungsmenge an Gebäckstücken zu gewährleisten. Je nach Füllung und Gebäcksorte beträgt der Bedarf und die Fördergeschwindigkeit bis zu 50 l/min. Dieses Kriterium erfüllt die Fassentleerung von Viscotec und versorgt die Linie mit ausreichend Füllmasse.

Hohe Ausbringungsmenge für reibungsloses Füllen

Das automatisierte Füllen direkt vom Kessel in den Trichter der Produktionslinie erleichtert den Produktionsprozess und die Ausbringungsmenge an fertigen Gebäckteilchen ist wesentlich höher. Dadurch kommt es zu keinem Stillstand in der Produktionslinie und die gesamte Zuführung läuft prozesssicher ab. Außerdem hat der Anwender den Vorteil, dass es nicht zu Fehlfüllungen und Ausschuss kommt.

Verschiedene Sensoren wie Füllstandssensoren im Kessel oder Drucksensoren zeigen den Kesselwechsel frühzeitig an und es wird keine Zeit verschwendet. Da die Füllungen nicht mit der Umgebung in Kontakt kommen, besteht keine Gefahr der Verunreinigung. Am Ende einer Zubereitungsphase im Kessel werden die Füllungen direkt durch die Folgeplatte des Fassentleersystems abgedeckt und stehen bis zur Befüllung in das Gebäckstück in einem geschlossenen System bereit.

Sparsame entnahme und geringer Reinigungsaufwand

Während des Prozesses, bei dem die verschiedenen Füllungen der Linie zugeführt werden, entnimmt die Pumpe kontinuierlich die Pasten aus dem Kessel und führt diese über eine Schlauchleitung zur Abfüllanlage. Es entsteht dabei im Gebinde ein Unterdruck, dem die Folgeplatte „folgt“. Die Innenwand des Gebindes wird dabei durch die spezielle Dichtlippe an der Folgeplatte sauber abgestreift. Durch dieses Entleerprinzip mit Abstreifung wird das Gebinde nahezu komplett entleert – die verbleibende Restmenge ist kleiner als ein Prozent und spart sowohl Reinigungsaufwand als auch Pasten und Füllmaßen an sich, die ansonsten verworfen oder manuell entleert und der Linie zugeführt werden müssten.

Die Entnahmegeschwindigkeit kann via Elektromotor einfach verändert werden, indem man nur die Motorgeschwindigkeit rauf- oder runtersetzt. Sollte zum Beispiel die Taktzeit der Abfülllinie erhöht werden, muss nur die Antriebsdrehzahl des Motors erhöht werden. Darüber hinaus kann das System einfach in bestehende Linien und Fertigungskonzepte integriert werden. Selbst bei Linien, bei denen die Massen bisher manuell zugeführt wurden, kann das System sehr leicht angeschlossen werden: die Kesselentleerung wird komplett autark betrieben, ohne Interface zur bestehenden Abfülllinie.

Sicherheit für den Bediener

Ein Drucksensor an der Abfüllung regelt die Zuführung, indem ein vorparametrierter Minimumdruck nicht unterschritten werden darf. Fällt also der Druck unter dieses Minimum, wird die Entleerpumpe automatisch eingeschaltet bis der notwendige Druck wieder erreicht wird. Hervorzuheben ist außerdem das ausgeklügelte Sicherheitskonzept. So kann die Folgeplatte nur mittels einer Zweihandbedienung gehoben und gesenkt werden. Positioniersensore überwachen die Anwesenheit des Kessels und Schutzbleche garantieren, dass der Bediener nicht in bewegende Anlagenteile greifen und verletzt werden kann. Ein magneto-induktiver Wegsensor erfasst die Position der Folgeplatte kontinuierlich. Dadurch wird eine Abschaltung der Pumpe bei Erreichen des Kesselbodens sichergestellt und eine Beschädigung vermieden. Zur Restentleerung der Pumpe und zur Reinigung kann die Pumpe dann manuell rückwärts betrieben werden.

Die Fassentnahme von Viscotec bringt einen entscheidenden Vorteil mit sich: Im Gegensatz zu anderen Systemen, die teilweise bis zu 25 bar auf das Produkt aufbringen und so die Materialstruktur zerstören, werden die Gebinde bei Viscotec Fassentnahmen drucklos entleert. Durch die drucklose Führung der Folgeplatte entsteht kein seitliches Ausdrücken des Mediums. Und: Es müssen auch keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen hinsichtlich der Druckfestigkeit von Gebinden getroffen werden.

Bildergalerie

  • Fassentleersystem ViscoMT-XL für Kesselwägen

    Bild: Viscotec

  • Steuerung für das Entleersystem

    Bild: Viscotec

  • Entleerpumpe mit Folgeplatte

    Bild: Viscotec

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