Die Generation Z fasst mehr und mehr Fuß in der Arbeitswelt. Womit können Arbeitgeber bei diesen jungen Menschen am besten punkten?

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Worauf Arbeitgeber in Zukunft achten müssen Was will die Generation Z im späteren Arbeitsleben?

14.06.2022

Marketing Management Studierende der Fachhochschule des Mittelstands haben in einer Studie junge Menschen aus der Generation Z, die in Mecklenburg-Vorpommern leben, zu ihrer Einstellung zum Arbeitsleben befragt. Die Ergebnisse haben Sie nun dem Zentralen Personalmanagement der Landesverwaltung im Finanzministerium vorgestellt.

Berühmt berüchtigt scheint die Generation Z, wenn man Arbeitgeber fragt. Faul, verwöhnt, viel zu anspruchsvoll und immer auf dem Sprung zum nächsten Job. Aber stimmt das?

Worauf müssen sich die Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns einstellen bei der Generation Z? Und was wollen junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern eigentlich in ihrem späteren oder aktuellen Arbeitsleben erreichen? Diesen Fragen gingen Marketing-Management-Studierende der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Rostock im Auftrag der Werbeagentur Werk3 und des Finanzministeriums Mecklenburg-Vorpommerns nach.

Ein Trimester lang befragten sieben Studierende unter der Leitung von Hochschullehrerin Professor Dr. Vera Seidemann zahlreiche Schüler, Experten, Lehrer und Berufsberater in Einzelinterviews, ganze Schulklassen in Gruppendiskussionen und weit mehr als 250 junge Menschen aus der Generation Z aus ganz Mecklenburg-Vorpommern mit einem Online-Fragebogen. Mit spannenden Ergebnissen, die sie Ende Mai dem Zentralen Personalmanagement der Landesverwaltung im Finanzministerium präsentieren durften.

Work-Life-Balance bleibt wichtigster Punkt

Das Wichtigste ist und bleibt laut der Erhebung der jungen Generation die Work-Life-Balance. Ein Begriff, der, um die richtige Reihenfolge nochmal hervorzuheben, auch gerne als „Life-Work-Balance“ bezeichnet wird. Doch was versteht die junge Generation darunter genau?

„Wenn es darum ging, dieses Schlagwort näher zu spezifizieren, gehen die Meinungen auseinander“, so Seidemann. „Einige sehen die Balance darin, dass Arbeitszeiten wie im Vertrag vereinbart auch streng eingehalten werden sollen. Andere sehen es eher so, dass sie ihre persönliche Erfüllung auch im Job finden möchten. Sie wollen den Sinn ihrer Tätigkeit erkennen und ihn gleichermaßen auch stiften, so dass es eben kein ‘nine to five‘-Job ist, sondern die Balance eher darin liegt, dass sie die Arbeit selbst als lebenswert empfinden.“

Home-Office kein Benefit

Bei anderen Themen sind sich viele der Befragten einig. Denn mindestens genauso wichtig wie die Work-Life-Balance sind laut der Studie die Bezahlung und auch das Einstiegsgehalt. „Das ist nicht weiter verwunderlich, denn diese Generation hat die Sorgen und Ängste der Eltern während der Pandemie miterlebt, lebt in einer Zeit, in der ein Krieg in Europa tobt und die Preise rasant ansteigen“, sagt die Professorin.

Einig ist sich die Generation Z auch darin, was sie nicht möchte. Die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten scheint demnach kein Benefit zu sein, mit dem Arbeitgeber bei der neuen Generation punkten können. Seidemann: „Allzu verständlich, denn zu Hause war diese junge Generation wirklich nun lange genug.“

Bildergalerie

  • Die Studiengruppe aus dem Bachelor Marketing Management an der FHM Rostock mit Ihrer Professorin bei der Vorstellung der Ergebnisse in Schwerin. V.l.n.r. Richard Wohlfahrt, Hannes Schlosser, Jonas Steinbach, Merle Bemlotte, Prof. Dr, Vera Seidemann, Amalia Stehle.

    Die Studiengruppe aus dem Bachelor Marketing Management an der FHM Rostock mit Ihrer Professorin bei der Vorstellung der Ergebnisse in Schwerin. V.l.n.r. Richard Wohlfahrt, Hannes Schlosser, Jonas Steinbach, Merle Bemlotte, Prof. Dr, Vera Seidemann, Amalia Stehle.

    Bild: Fachhochschule des Mittelstands

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