Phoenix Contact Deutschland GmbH

Es gibt eine Möglichkeit, wie der Verdrahtungsaufwand von elektrotechnischen Verbindungen verringert werden kann.

Bild: Phoenix Contact; iStock, Teerasak1988

Zeit und Lagerkosten sparen Vorkonfektionierte Klemmenleisten erleichtern smarten Schaltanlagenbau

02.09.2019

Nieder- und Mittelspannungsanlagen werden meist in kompakter Bauweise individuell gefertigt – die elektrotechnischen Verbindungen müssen dann zeitintensiv verdrahtet werden. Nun gibt es eine Möglichkeit diesen Aufwand zu reduzieren.

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Die Anforderungen an den Schaltschrankbau in der Energiebranche steigen stetig. Ritter Starkstromtechnik fertigt kompakte Schaltanlagensysteme für typgeprüfte Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV und einer Kurzschlussfestigkeit bis 50 kA in Standard- und Sonderausführungen. Hinzu kommen Elektroinstallationen, Schaltgeräte für die Anlagenleittechnik sowie Schutz- und Automatisierungslösungen. Die Klemmleisten für den smarten Schaltanlagenbau werden bei Phoenix Contact vorgefertigt. Dadurch könnten erhebliche Aufwandseinsparungen erzielt werden.

Die platzsparenden und zertifizierten Schaltanlagen sind für eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit im weltweiten Einsatz konzipiert. Reiner Eckmann, Technischer Leiter im Werk für Schaltanlagen von Ritter Starkstromtechnik, erläutert: „Eine entscheidende Rolle auf der Sekundärseite im Schaltschrank spielt die richtige Aufteilung der Platzverhältnisse und die Anordnung der Komponenten. Alle anlagenrelevanten Meldungen und Befehle werden in der Niederspannungsnische der kompakten Schaltzellen verdrahtet.“ Aus diesem Grund setzen die Fertigungsplaner im Sekundärbereich auf ein schmales und individuell einsetzbares Verdrahtungskonzept. Das Unternehmen hat sich hier für das Reihenklemmensystem Clipline complete von Phoenix Contact entschieden. Das platzsparende System soll die laut Eckmann vier wichtigsten Leiteranschlusstechniken, Schraub-, Zugfeder-, Push-in- und Schnellanschlusstechnik, abbilden. Außerdem bietet das System ein einheitliches Zubehörprogramm, womit schnell und einfach auf Kundenwünsche reagiert werden kann und auch die Lagerhaltung erheblich minimiert wird.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Seit über 50 Jahren fertigt Ritter Starkstromtechnik seine Schaltanlagen mit elektrischen Verbindungskomponenten von Phoenix Contact. Vor gut 20 Jahren entschied sich das Unternehmen, die Klemmenleistenfertigung an den Klemmenleisten-Service von Phoenix Contact abzugeben - und bezieht bis heute individuell bestückte Fertigklemmenleisten. Damit der Schaltanlagenbau vereinfacht und die Prozesse standardisiert werden konnten, entschied Ritter sich gegen die manuellen Klemmenleistenfertigung. Nun wird nur noch die bereits vollständig montierte Klemmenleiste unter einer Artikelnummer bestellt. Aufwände in der Material- und Lagerwirtschaft sowie in der Montage werden auf diese Weise deutlich verringert und es entstehen freie Kapazitäten im Fertigungsprozess.

Daher erfolgt die Verdrahtung der Schaltanlagen heute überwiegend mit Fertigklemmenleisten von Phoenix Contact. „Wir konnten die Effizienz unserer Fertigung enorm steigern und spürbare Verbesserungen bei Qualität und Sicherheit erzielen“, begründet Eckmann seine Fertigungsstrategie. „Weil wir die Klemmenleisten auftragsgebunden bestellen, können wir auch bis zuletzt auf Änderungswünsche unserer Kunden reagieren. Die vollständig konfektionierten Leisten stehen unserer Fertigung dann in wenigen Tagen zur Verfügung.“ Für widerkehrende Projekte wurden Klemmenleisten-Standardtypen zusammen mit Phoenix Contact erstellt.

Individuelle Projektierung

Zur Projektierung der Klemmenleisten nutzt Ritter Starkstromtechnik die kostenlose Planungs- und Projektierungssoftware Clip Project – von der CAE-Konstruktion bis hin zur Montage. Die Software umfasst alle hutschienenmontablen Produkte von Phoenix Contact. Alle Klemmenleisten des Unternehmens werden in Clip Project projektiert und individuell standardisiert. Die im CAE-System erstellten Anlagen- und Stromlaufpläne sowie sämtliche Daten zu Klemmenpunkten und Markierungen lassen sich in die Software importieren. Durch eine integrierte Autokorrektur-Funktion können per Mausklick alle notwendigen Zubehörartikel, wie Endhalter, Brücken oder Abschlussdeckel, an der richtigen Stelle auf der Klemmenleiste eingefügt werden. Auch die Dokumente zur reibungslosen und fehlerfreien Fertigung der Klemmenleisten bis hin zu den entsprechenden CAD-Daten in 3D werden von Clip Projekt kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Daten werden direkt aus der Software an den Klemmenleisten-Service gesandt. Ohne dieses Zusammenspiel wäre es nicht möglich, Änderungswünsche bis zuletzt zu berücksichtigen.

Der Hersteller von High-Tech-Schaltanlagen, Ritter Starkstromtechnik, konnte durch den Klemmenleisten-Service von Phoenix Contact eine hohe Zeit- und Kostenersparnis im Schaltanlagenbau erzielen. Die einfache und schnelle Push-in-Anschlusstechnik ermöglicht zudem einen sicheren Leiteranschluss ohne Spezialwerkzeug. Ziel von Ritter ist es, im Rahmen der Standardisierung die gesamte Sekundärverdrahtung der Anlagen mit Push-in-Technik zu realisieren.

Bildergalerie

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    Bild: Phoenix Contact

  • Die vorkonfektionierten Klemmenleisten in den Schaltanlagen von Ritter Starkstromtechnik.

    Bild: Phoenix Contact

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