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Das Jordan Solar One ist heute ein 20-MW-Photovoltaik-Kraftwerk.

Bild: Copa-Data

Automatisierung bringt Fortschritt für Jordaniens Solarenergie Auf dem Weg in eine strahlende Zukunft

25.05.2022

Tief im nahen Osten ist eines der größten Solarkraftwerke. Klar, in Jordanien scheint auch fast das ganze Jahr die Sonne. Die Fernwartung übernimmt eine intelligente Softwareplattform, die die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit gewährleistet.

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Im vergangenen Jahrzehnt erfolgte ein Großteil von Jordaniens Energieversorgung noch über Importe aus dem Ausland – mittlerweile ist das Land auf dem Weg zur Solarnation.

Ein eigens von der Regierung initiiertes Programm zielte darauf ab, den Anteil der erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung des Landes bis 2020 auf 10 Prozent zu erhöhen. Die natürlichen Solarressourcen des Landes sollten genutzt werden, um viele Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr zu vermeiden und tausende von Haushalten zuverlässig zu versorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, begann der nationale Energieversorger National Electric Power Company (NEPCO) mit Sitz in Amman im Jahr 2015 mit der Planung von vier neuen Projekten in Form von Stromlieferverträgen.

Adenium Energy Capital investierte dafür in den Anlagenbau und durch ihre mehr als 20 Jahre Erfahrung mit DCS- und SCADA-Systemen für Niederspannungs- und Mittelspannungsprojekte in Jordanien, dem Nahen Osten und Nordafrika wurde der lokale Systemintegrator SAM Engineering als Partner gewählt. Er sollte die Steuerungs- und Überwachungslösungen für die neuen Solarkraftwerke Jordan Solar One, Al-Zanbaq, Zahrat Al-Salam und Al-Ward Al-Joury liefern.

Das Jordan Solar One ist heute ein 20-MW-Photovoltaik-Kraftwerk, während die anderen drei Kraftwerke bis zu 11 MW für das jordanische Energienetz leisten.

Zuverlässiges SCADA für die Energiewirtschaft

Für die Steuerung und Überwachung der Anlagen benötigte SAM Engineering eine SCADA-Lösung, die verschiedene Ziele erfüllen konnte: Energieprotokolle wie IEC 61850, IEC 60870, DNP3, ICCP, Modbus und DLMS sollten unterstützt werden. Es sollte eine genaue Erfassung der Anlagendaten erfolgen, was die anschließende Leistungsberechnung sowie Bestrahlungsstärke erleichtert.

Filteroptionen für Produktions- und Kennzahlenberichte, der Vergleich von Variablen und die Ausgabe von Trends in Diagrammen sollten schnelles Ablesen ermöglichen. Ein zuverlässiges Alarm-Management, das Einloggen der Benutzer über einen Web-Client und die Suche in SQL-Datenbanken sollten neben der Fernwartung der Anlage ebenfalls möglich sein.

Die Suche nach einem geeigneten System führte SAM Engineering zu Copa-Data und deren Softwareplattform Zenon. Heute wird sie in vier der neuen Solarkraftwerke eingesetzt, um eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten und die Erzeugungskosten zu minimieren.

Ein maßgeschneidertes Werkzeug

Samir Ayasrah, Executive Director bei SAM Engineering, erklärt, warum sich sein Team für den Einsatz von zenon bei den vier Projekten entschieden hat: „Die Software ist unabhängig und einfach zu integrieren. Sie bietet maximale Sicherheit und optimale Konnektivität in verschiedenster Maschinenumgebung. Sie verursacht keine laufenden Gebühren – und das über Jahre hinweg.“

In jeder Anlage werden unterschiedliche Geräte eingesetzt, darunter: Phoenix Contact PLCs, Überwachungs-SCBs, Tracker, Campbell-Wetterstationen, Energiezähler, RTUs, Zen­tralwechselrichter, Mittelspannungsgeräte und Pyranometer. Die flexible Konnektivität von Zenon brachte damit einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen möglichen Lösungen.

Samir Ayasrah kommentiert: „Wir hatten bei diesem Projekt eine Reihe anspruchsvoller Anforderungen und suchten nach einer einfach zu bedienenden, voll integrierten Lösung, die all unsere Projektanforderungen erfüllt.“

Schnelligkeit und Einfachheit entscheidend

Die Schnelligkeit und Einfachheit in der Entwicklung waren für das Team von SAM Engineering besonders wichtig. Dem Konzept „Parameter setzen, statt programmieren“ folgend, konnten die Ingenieure komplexe Anforderungen sehr schnell umzusetzen. So ließen sich beispielsweise sichere Redundanzmodi mit nur wenigen Mausklicks konfigurieren.

Heute sind die Anlagen voll im Einsatz und erzeugen Strom. Jede von ihnen wurde so konzipiert und konstruiert, dass eine hohe Verfügbarkeit erreicht und die Nutzung der Solarressourcen sowie die in das öffentliche Stromnetz eingespeiste Leistung maximiert wird – mit einer geschätzten Produktion von 54 GWh pro Jahr. Präzise Berechnungen und die individuelle Logik hinter den Alarmauslösemechanismen sorgen für die Versorgungssicherheit der jordanischen Haushalte.

Die Projektleiter können sehr zufrieden mit ihrer Leistung und der Softwareplattform sein, sowohl in der Entwicklung als auch im Betrieb.

Bildergalerie

  • Wesentliche Anlagenkennzahlen und Alarme sind auf einen Blick zu sehen.

    Bild: Copa-Data

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