Auf das richtige Konzept kommt es an

Verbindungstechnik für die nächste Generation von Batteriesystemen

Für die Erprobung von Batterie- und Energiespeichersystemen entstand deshalb eine Versuchsanlage mit einem hochkomplexen Batterieschrank. Lapp lieferte dafür das Systemkonzept für mehr als 11.600 Leitungen.

Bild: iStock, thomas-bethge
20.09.2026

Aus einem zeitkritischen Entwicklungsauftrag wurde innerhalb weniger Tage ein Projekt mit hoher technischer und logistischer Komplexität: Ein Maschinen- und Anlagenbauer sollte für einen Batteriehersteller innerhalb von lediglich zehn Wochen eine vollständig vorkonfektionierte Testzelle bereitstellen. Mit den Lapp Harnessing Solutions übernahm Lapp die komplette Umsetzung dieser Anforderungen.

Mit dem Ausbau elektrischer Anwendungen steigt weltweit auch der Bedarf an leistungsfähigen Batteriespeichern. Vor allem energieintensive Bereiche wie Rechenzentren, industrielle Produktionsanlagen und automatisierte Fertigungsumgebungen benötigen zunehmend große Mengen zuverlässig verfügbarer Energie. Da erneuerbare Energiequellen wetter- und tageszeitabhängig schwanken, rücken Speichertechnologien als zentrale Voraussetzung für eine stabile Energieversorgung in den Fokus. Hersteller von Batteriesystemen investieren daher intensiv in die Weiterentwicklung ihrer Lösungen, um höhere Speicherkapazitäten und kürzere Ladezeiten zu realisieren.

Vor diesem Hintergrund erhielt ein Maschinen- und Anlagenbauer den Auftrag, für einen Batteriehersteller eine Versuchsanlage zur Erprobung von Batterie- und Energiespeichersystemen zu entwickeln. Herzstück der Anlage ist ein hochkomplexer Batterieschrank: Mehr als 11.600 Leitungen und 264 unterschiedliche Kennzeichnungen mussten darin integriert werden. Schnell zeigte sich, dass sich ein Projekt dieser Größenordnung nicht durch die Beschaffung einzelner Verbindungskomponenten bewältigen lässt. Aus diesem Grund entschied sich das Unternehmen für die Lapp Harnessing Solutions als durchgängiges Systemkonzept.

Ein europaweites Lieferkonzept in Rekordzeit

Die besondere Herausforderung bestand darin, innerhalb kürzester Zeit mehrere passgenaue Kabelkonfektionen an verschiedene Baugruppenhersteller in Europa zu liefern. Die Frist betrug zehn Wochen von der ersten Anfrage bis zur Auslieferung. Hinzu kam die beschleunigte Beschaffung spezieller Komponenten. Durch die Zusicherung kurzfristiger Liefertermine konnte sich Lapp gegen die Konkurrenz durchsetzen und den Zuschlag für das Produktionswerk in
Tschechien erhalten.

Die termingetreue Lieferung wurde durch die reibungslose Zusammenarbeit eines erfahrenen, interdisziplinären Teams ermöglicht: Der Vertriebsinnendienst in Deutschland und der Lapp Hub im tschechischen Otrokovice arbeiteten vom ersten Kundenkontakt über die Kalkulation bis zur Fertigung eng und transparent zusammen. Jeder Schritt war abgestimmt
und jede Schnittstelle klar definiert.

„Wir haben das Projekt von Beginn an partnerschaftlich aufgesetzt, also mit klaren Zuständigkeiten, kurzen Entscheidungswegen und offenem Austausch mit dem Kunden“, sagt Andreas Klotz, Leiter Harnessing Sales Cluster DACH. „So konnten wir die komplexen Anforderungen nicht nur erfüllen, sondern die Erwartungen sogar übertreffen.“ Die Fähigkeit, technische Kompetenz mit administrativer Flexibilität zu verbinden, war ein entscheidender Erfolgsfaktor.

So entsteht strategische Zusammenarbeit

Die Lapp Harnessing Solutions umfassen mehr als die Lieferung einzelner Komponenten und ermöglichen die Umsetzung komplexer Verkabelungsaufgaben aus einer Hand. Die termingerechte Fertigstellung unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen erwies sich dabei als Ausgangspunkt für eine neue Qualität der Zusammenarbeit. Aus einem Kunden, der bislang vor allem Produkte bezog, entwickelte sich ein international tätiger Systemkunde, der heute von Experten aus Vertrieb, Engineering und Fertigung gemeinsam betreut wird.

Das Projekt verdeutlichte zudem, welchen Stellenwert eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Kunde und Lieferant besitzt. Regelmäßige Abstimmungen, schnelle Rückmeldungen und klar definierte Ansprechpartner sorgten für effiziente Prozesse und Planungssicherheit auf beiden Seiten. Gleichzeitig stärkte dies das gegenseitige Vertrauen und schuf die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Projektabwicklung. Auf dieser Basis konnte Lapp seine Kompetenz im Bereich kundenspezifischer Konfektionslösungen
weiter ausbauen.

Mittlerweile wird die Kooperation gezielt auf weitere Anwendungsfelder ausgeweitet. Künftig sollen die gemeinsam entwickelten Konzepte auch in zusätzlichen Projekten rund um Batterie- und Energiespeichersysteme zum Einsatz kommen. Aus einer einzelnen Beauftragung ist so eine langfristige Partnerschaft entstanden, in der Lapp einen global agierenden Maschinen- und Anlagenbauer dauerhaft als Systempartner begleitet.

„Das Projekt hat gezeigt, was möglich ist, wenn Vertrieb, Technik und Fertigung Hand in Hand arbeiten“, fasst Nico Brüggert, Projektmanager Ölflex Connect, zusammen. „Durch eine intensive Betreuung und internationale Teamarbeit konnten wir unser Leistungsversprechen über das Standardproduktgeschäft hinaus unter Beweis stellen und einen langjährigen Kunden von unseren Lapp Harnessing Solutions begeistern.“

Bildergalerie

  • Je nach Größenordnung ist ein Batterie- und Energiespeichersystemen ein sehr komplexes System, das aus mehreren tausend Kabelleitungen bestehen kann.

    Je nach Größenordnung ist ein Batterie- und Energiespeichersystemen ein sehr komplexes System, das aus mehreren tausend Kabelleitungen bestehen kann.

    Bild: Lapp

  • Innerhalb von nur zehn Wochen konnte ein Maschinen- und Anlagenbauer dank der umfassenden Systemlösungen von Lapp Harnessing Solutions eine komplett vorinstallierte Testzelle an einen renommierten Batteriehersteller ausliefern.

    Innerhalb von nur zehn Wochen konnte ein Maschinen- und Anlagenbauer dank der umfassenden Systemlösungen von Lapp Harnessing Solutions eine komplett vorinstallierte Testzelle an einen renommierten Batteriehersteller ausliefern.

    Bild: Lapp

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