Mit Pfannenbergs Plug-&-Play-Lösung behalten Maschinen- und Anlagenbetreiber den Überblick über ihre Produktionsdaten.

Bild: iStock, robuart

Digitalisierung des Shopfloor-Managements Tool für Maschinenpark-Optimierung

12.03.2019

Heterogene Maschinenparks sind für Anlagen- und Maschinenbetreiber oft schwer zu überblicken. Eine vermeintlich einfache Lösung ist die Vernetzung von Maschinen und Anlagen über die SPS. Aufgrund von fehlender Infrastruktur und Zugriffsrechten sowie hoher Gebühren ist dies allerdings für viele Anlagen- und Maschinenbetreiber keine gangbare Option. Die Lösung: Ein umfassendes Analysetool, das einfach nachgerüstet werden kann und durch Daten-Analyse mehr Transparenz, Effizienz und Produktivität ermöglicht.

Mit der Plug-&-Play-Lösung Pfannenberg Signal Analytics (PSA) wurde jetzt ein Tool entwickelt, womit Anlagen-/Maschinenbetreiber und Shopfloor-Manager eine vollumfassende Transparenz über die Produktivität des Maschinenparks erlangen können. Es gestattet eine konsequente Analyse von bisher ungenutzten temporären Informationen, was die Optimierung von Produktions-, Logistik- und Montageprozesse ermöglicht.

Mit PSA kann der aktuelle Status auch bei einem heterogenen Maschinenpark oder unterschiedlichen Montageplätzen basierend auf Echtzeitdaten ermittelt, auf einem Dashboard dargestellt oder in vorhandene MES-Strukturen weiterverarbeitet werden. Hierbei werden Fertigungsanlagen mittels SmartMesh IP unkompliziert miteinander vernetzt. Die komplette Datenhistorie der Betriebszustände steht mit PSA für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zur Verfügung, etwa um die Produktivität des Maschinenparks oder die Effizienz eines Montageplatzes zu steigern.

Einfache Installation

Zur Verdeutlichung des Tools kann das Beispiel eines Herstellers von Roboterzubehör herangezogen werden. Hier sind 400 Maschinen im Einsatz, die mit keinem Datennetzwerk verbunden sind. Zur Statusanzeige werden die maschineneigenen Signaltürme genutzt. Das Hauptproblem ist hier die Intransparenz, da es keine Möglichkeit gibt, einen Gesamtüberblick des aktuellen Zustands der Anlage zu erlangen. Eine zentrale Statusübersicht, die dazu noch die Zustandswechsel der Maschinen analysiert, würde hier die nötige Transparenz und Produktivitätssteigerung erzeugen.

Durch die Plug-&-Play-Lösung von Pfannenberg ist eine einfache Nachrüstung möglich. Mithilfe von SmartMesh IP können heterogene Einheiten innerhalb des Produktionsbereiches einfach miteinander verbunden werden. Auf einem Dashboard lässt sich die Daten-Historie analysieren und versetzt den Anwender in die Lage, kontinuierliche Verbesserungspotenziale zu ermitteln und umzusetzen. Der Hersteller des Roboterzubehörs rechnet mit einer Effizienzsteigerung von bis zu 8 Prozent.

Mit Pfannenberg Signal Analytics ist es auch möglich, den kompletten Fertigungsbereich in einer 2D-Ansicht zu visualisieren und Signale und Daten zu konfigurieren. Die Konfiguration kann dabei so vorgenommen werden, dass dem Anwender bereits die logische Verknüpfung der unterschiedlichen Signale präsentiert wird. Die schwierige Bewertung der historischen Daten durch den Anwender entfällt somit. Eine Maschine zeigt beispielsweise durch ein blaues optisches Signal an, dass ein geplanter Werkzeugwechsel stattfindet. Befindet sich dasselbe blaue Signal hingegen in einem Blinkmodus, so signalisiert die Maschine einen ungeplanten Stillstand aufgrund von beispielsweise Materialmangel. Es handelt sich also hierbei um völlig unterschiedliche Zustände mit deutlich unterschiedlichen Bedeutungen und erforderlichen Handlungen, die durch PSA direkt entschlüsselt und angezeigt werden können.

Transparenz auf allen Ebenen

Heruntergebrochen auf die einzelnen Fabrik-, Maschinen- und Bediener-Ebenen können durch PSA pro Level Verbesserungen erzielt werden. Beispielsweise lässt sich auf dem Fabrik-Level der Workflow durch Informationen und Analysen wie Fern-Diagnosen oder der Übermittlung von Status optimieren. Durch die Verfügbarkeit von Produktions- und Montagelinienstatus sind auf dem Maschinen-Level deutliche Produktivitätssteigerungen möglich, wenn es etwa um das Einrichten, den Betrieb sowie das Starten, Pausieren und Stoppen der Linien geht.

Auch ein verbessertes Troubleshooting bei Fehlern oder fehlendem Material verschafft hier deutliche Vorteile. Hinsichtlich des Bediener-Levels hat der Anlagenbetreiber die Chance, die Produktivität der einzelnen Maschinen auf Grundlage von maschinenspezifischen Status- und Fehlermeldungen zu steigern.

Somit ermöglicht das Analyse-Tool von Pfannenberg eine Steigerung der Effizienz durch umfangreiche Daten und übersichtliche Datenanalyse. Neben der einfachen Nachrüstung und Bedienbarkeit ist zudem ein schneller Return-on-Investment durch die sofortige Aufdeckung des Wertschöpfungspotenzials möglich. So führt eine Erhöhung des OEE um nur 1 Prozent bereits zu einer Payback-Zeit des Systems von deutlich unter einem Jahr. PSA bietet eine einfache Alternative für mehr Produktivität und Transparenz in heterogenen Maschinenparks. Die gesammelten Daten lassen sich einfach in übergeordnete Systeme wie ERP, MES oder OEE einbinden, womit sich gezielt die Produktivität steigern lässt.

In der Grundversion (Starter-Kit) von Pfannenberg Signal Analytics stehen dem Anwender eine Anzahl von fünf I/O-Connect-Boxen zur Verfügung, mit der mindestens fünf Maschinen/Arbeitsplätze vernetzt werden können. Weiterführende Funktionen stehen dem Anwender in der PSA-Premiumvariante zur Verfügung, wo beispielsweise eine unbegrenzte Anzahl von I/O Connect enthalten ist. Neben Benachrichtigungsfunktionen, wie zum Beispiel der Einbindung von mobilen Geräten, ist auch ein Datenexport in die geläufigen Formate CSV und MQTT möglich.

Bildergalerie

  • Die Plug-&-Play-Lösung Pfannenberg Signal Analytics (PSA) ermöglicht Anlagen- und Maschinenbetreibern und Shopfloor-Managern Transparenz über die Produktivität.

    Bild: Pfannenberg

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