Auch Bordnetzhersteller haben Vorteile von einem MES – mit Spezial-MES lässt sich beispielsweise das hochautomatisierte und standardisierte Zuschneiden der Kabel gezielt vordefinieren.

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Speziallösungen für spezifische Anwendungen So kommen Bordnetzhersteller schnell zum MES

26.07.2022

Auch Bordnetzhersteller benötigen heute Manufacturing-Execution-Systeme – haben dabei aber äußerst spezifische Anforderungen. DiIT erläutert, wie Speziallösungen sie vor langen und teuren Implementierungen bewahren.

Bordnetzhersteller kommen heute nicht mehr an Manufacturing-Execution-Systemen (MES) vorbei. Nur mit ihrer Unterstützung können sie Prozesssicherheit gewährleisten, für effiziente Abläufe sorgen und die steigenden Anforderungen der OEMs an die Nachverfolgbarkeit ihrer Produktion erfüllen.

Standard- oder Speziallösung?

Entscheiden sie sich dabei für den Einsatz generischer Standard-MES, hat das meist aufwändige, langwierige und kostspielige Implementierungsprojekte zur Folge. Wegen der äußerst spezifischen Prozesse der Branche müssen Bordnetzhersteller diese Systeme erst umfassend definieren und anpassen. Die Entwicklung eines eigenen, individuellen MES ist ebenfalls mit hohem Aufwand verbunden: nicht für die Entwicklung selbst, sondern auch für die laufende Wartung und Pflege des Systems.

Deutlich weniger Aufwand versprechen Speziallösungen, die für die Bordnetzproduktion maßgeschneidert sind. Solche MES sind umfassend vorkonfiguriert und bilden bereits ab Werk zahlreiche Spezifika der Branche ab. DiIT, Spezialist für integrierte Softwaresysteme in der Kabelsatzproduktion, erläutert, welche Vorleistungen solche Lösungen erbringen:

1. Vordefinition zentraler Elemente

Für das hochautomatisierte und standardisierte Zuschneiden der Kabel lassen sich Spezial-MES gezielt vordefinieren. Die Anbieter können Stammdaten für Rohmaterialien und Produkte ebenso vorab einrichten wie Maschinenkonfigurationen und die Profile der Maschinenbediener mit ihren Funktionen und Rechten. Dasselbe gilt für branchenspezifische Auswertungen. Dazu zählen beispielsweise Reports zur Überwachung der Crimpkräfte beim maschinellen Aufbringen der Stecker auf die Kabel.

2. Unterstützung proprietärer Maschinenschnittstellen

Beim Schneiden der Kabel und Aufbringen der Stecker setzen Bordnetzhersteller meist klassische Maschinen ein. Deren Hersteller definieren nach wie vor eigene Schnittstellen-Spezifikationen. Geeignete Speziallösungen unterstützen deshalb von Haus aus die verschiedenen nativen Schnittstellen der unterschiedlichen Maschinenhersteller. Dadurch können die Systeme ohne langwierige Integrationsprojekte Informationen wie Produktionsdaten, Prozessdaten oder Qualitätsdaten direkt von den Betriebsmitteln erfassen.

3. Lösungen zur Anbindung einfacher Geräte

Für die Vor- und Endmontage der Bordnetze nutzen ihre Hersteller meist sehr einfache Geräte, die nur rudimentäre oder gar keine Schnittstellenfunktionen mitbringen. Mit Hilfe vorbereiteter Lösungen kann ein Spezialsystem mit solchen Geräten dennoch ein Mindestmaß an Informationen austauschen: etwa, dass darauf gerade produziert wird, dass ein Teil fertiggestellt ist und ob es sich dabei um ein Gutteil oder Schlechtteil handelt. Dadurch sind zumindest die grundlegenden Anforderungen an die MES-Anbindung erfüllt.

Fazit

„Durch ihre umfassende Vorausstattung lassen sich Speziallösungen vergleichsweise schnell und kostengünstig einführen und stehen Bordnetzherstellern rasch zur Verfügung", erklärt Bernd Jost, Geschäftsführer von DiIT. „Hinter diesen Lösungen stehen zudem Anbieter mit Stallgeruch. Sie kennen die Branche und ihre Herausforderungen aus dem Effeff, beobachten und adaptieren Marktentwicklungen in ihren Systemen und gestalten Trends in Gremien und Foren aktiv mit. Damit stellen sie sicher, dass ihre MES allen aktuellen und künftigen Anforderungen gerecht werden.“

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